Eurorack-Module
Test
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14.02.2018

ACL Audiointerface Test

Audiointerface für Modularsysteme

In- und Output Mudul mit Headphone-Amp fürs Eurorack

Die Audiophile Circuits League (ACL) ist fleißig am Entwickeln von hochwertigen Eurorack-Modulen in der Mutterstadt. Diesmal haben ACL uns ein Output und Input Modul zum Testen mitgegeben, welches denselben hohen Standards entsprechen soll, wie alle anderen Module von ACL. 

Das ACL Audiointerface ist dazu gedacht ein Modularsystem mit professionellem Equipment im Studio oder beim Live-Spielen mit Bühnenequipment zu verbinden. Schauen wir doch, ob trotz der für ein Output Modul vielen Features, ACL auch bei diesem Modul den hohen Standard halten können.

Details

Das zum Test bereitstehende Audiointerface ist 14TE breit und vermittelt direkt ein sehr gutes Gefühl. Angefangen bei der Frontplatte über die Potis und Schalter, bis zu den verschiedenen Buchsen, wirkt hier alles hochwertig. Alles sitzt fest und lässt sich geschmeidig schalten und drehen. Das Modul wurde nicht zu klein entworfen und so ist es auch haptisch gut bedienbar, ohne dabei unnötig groß geworden zu sein.

 Fotostrecke ACL Audiointerface (Fotos: Igor Sabara)

In der primären Funktion wandelt es unsymmetrische Signale vom modularen Synthesizer in symmetrische Signale und umgekehrt. So ist auch die komplette untere Hälfte des Moduls mit vier XLR-Buchsen belegt. Zwei weibliche für die beiden Inputs und zwei männliche für die Outputs. Alle vier XLR-Buchsen sind vorbildlich mit der Frontplatte verschraubt und von hoher Qualität. Über den XLR-Buchsen finden wir fünf 3,5 mm Klinkenbuchsen, zwei für Outputs der unsymmetrischen Modularsignale, zwei für Inputs vom Modular-System plus eine Stereo-Buchse als AUX-Eingang. Über den Miniklinken-Buchsen gibt es zwei große Lautstärkeregler für jeweils die beiden Ein- und Ausgänge und dazwischen ein Mini-Poti für den Stereo Aux-Eingang.

Zwei kleine LEDs zeigen an ob Ein- oder Ausgänge übersteuert werden. Mit einem Kippschalter lässt sich das eingehende Aux-Signal in die Inputs oder Outputs schleifen. In der Mittelstellung wird das Aux-Signal stummgeschaltet. Der Aux-Eingang an sich ist schon ein tolles Feature, da dieser über einen eigenen Lautstärkeregler verfügt. Aber mit der Möglichkeit diesen auch noch auf die Ein- oder Ausgänge zu routen, ist dieses Feature wirklich praktisch und sehr sinnvoll.

Im oberen Bereich des Audiointerfaces finden wir die Kopfhörer-Sektion vor, welche, genau wie die Aux-Sektion, über ein Mini-Poti zur Lautstärke-Regelung aufweist. Auch die Kopfhörer-Sektion hat einen von den haptisch angenehmen Switches spendiert bekommen, womit man sich auch aussuchen kann, ob man die Inputs oder Outputs abhört, oder den Kopfhörerverstärker stumm schaltet.

Der Kopfhörerverstärker ist in der Lage alle möglichen Kopfhörer mit verschiedenen Impedanzen zu beschallen und klingt genau wie die In- und Outputs sehr transparent, mit viel Rauschabstand und einem geringen Klirrfaktor. Da der Kopfhörerverstärker zwar AC gekoppelt am Eingang, aber nicht am Ausgang ist, haben ACL der Schaltung eine DC-Protection spendiert, die den Kopfhörerausgang abschaltet sobald der DC Wert 50mV überschreitet und / oder der Ausgang hartes Clipping aufweist.

Somit bildet das Audiointerface auch ganz tiefe Bässe sehr getreu ab und bietet den größtmöglichen Schutz für angeschlossene Kopfhörer. Zu guter Letzt hat das gesamte Modul, inklusive des Kopfhörerverstärkers, eine ‘Soft-Start’ Funktion erhalten, die unangenehme Klicks oder sonstige Störgeräusche beim Einschalten des Modularsystem verhindert, indem es denn gesamten Sound für einen kleinen Moment stumm lässt, während der Einschaltvorgang noch nicht abgeschlossen ist.

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