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Test
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05.02.2016

Ableton Live Update 9.6 Test

Link, andere neue Features und Bugfixes für Live

Gute Verbindung!

Ende Oktober 2015 überraschte die Berliner Firma Ableton auf der hauseigenen Messe „Loop‟ mit dem neuen Feature „Link‟ . Das Thema an sich ist nicht neu: Mehrere Computer sollen zwecks gemeinsamen Musizierens miteinander verbunden werden. Allerdings funktionierte das bislang selten richtig stabil oder man benötigte teure Sync-Maschinen, die zudem umständlich zu bedienen waren. Link macht dem ein Ende, denn es läuft! Und zwar sehr gut. Das Update enthält darüber hinaus viele Bugfixes und Verbesserungen, die auch die Ableton-Hardware Push 2 betreffen. Wir haben getestet.

Details

Neue Features 

Der Schwerpunkt der Version 9.6 liegt auf der Vernetzungsfunktion Link. Computer verschiedener Musiker, auch ganze Studiosysteme (Hard- und Software), die von Ableton Live 9.6 gesteuert werden, lassen sich durch Link über WLAN oder Netzwerkkabel synchronisieren. Dazu muss kein Master-Rechner auserkoren werden, vielmehr wird eine gemeinsame Clock gestartet, die jeden Teilnehmer einbindet.

Ableton geht noch einen Schritt weiter und stellt die Schnittstelle iOS-Musik-App Entwicklern kostenlos zur Verfügung. So können auch iPad und Co. über WiFi in den Rechnerverbund eingebunden werden. Jeder Teilnehmer kann einsteigen (auf Play klicken), Ideen, Sequenzen, Clips, Sessions ergänzen oder die Wiedergabe eines Arrangements stoppen. Die anderen Instanzen werden nicht gestört und laufen weiter. So entsteht echtes Bandfeeling, ein tolles Feature, vor allem für Live Acts.

Eine optimierte Version des Python-Frameworks wurde ebenfalls implementiert. Davon profitieren vor allem Entwickler von Hardware-Controllern, die über dieses Framework mit Live kommunizieren und somit tiefgreifenden Zugriff auf die DAW erhalten. Das neu implementierte „Connection Kit“ schließt endlich auch die Brücke zu OSC und Arduino. Erweitert wurde auch die Datenbank mit Bedienoberflächen um die neuen Controllern von Arturia (KeyLab Serie, BeatStep Serie, MiniLab) und Alesis (VX Serie).

Der in Version 9.5 runderneuerte Sample-Player Simpler erhielt einige Workflow-Verbesserungen und Bugfixes und erlaubt nun die Echtzeitkontrolle einzelner Parameter der Warp-Modi sowie die Wellenform-Darstellung der Slices. Außerdem ist es möglich, die zufällige Auswahl der Clip-Farben zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Einen Performance-Schub erhielt das mittlerweile deutlich schnellere Wellenform-Rendering.

Neues für Push 2

Shift+Rec bestimmt, ob ihr eine globale oder eine Session-Aufnahme aktivieren wollt. Das war schon lange überfällig. Die Funktionen Mute, Solo und Stop Clip lassen sich verriegeln. Dann muss nur noch die Taste des entsprechenden Kanals, der Note oder des Objekts angeklickt werden, um die Funktion auszuführen. Für Live-Acts eine großartige Arbeitserleichterung. Verbessert wurde auch die Reaktion der Drehregler sowie der komplette Startvorgang von Push 2.

Die Ableton-eigenen Software-Synthesizer werden inzwischen übersichtlicher auf dem Push-2-Display dargestellt. Ihr müsst also nicht mehr durch ellenlange Menüs steppen, um wichtige Funktionen zu erreichen. Außerdem optimierten die Programmierer die Farbgebung und Kontrast der Pads in der Sequenzer-Sektion, wichtig für eine bessere Übersicht gerade auf der Bühne.

Auf Windows-Systemen gab es mit der neuen Hardware einige Probleme, die die neue Firmware aus der Welt schaffen soll. 

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