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Duesenberg Starplayer TV Streamline Test

Mit der Duesenberg Starplayer TV Streamline stellt sich heute eine weitere E-Gitarre aus der attraktiven Starplayer-Familie unserem Test, die mit einigen Besonderheiten aufwarten kann. So sind es nicht nur die fehlenden F-Löcher, die sie zu einer Exotin innerhalb der ohnehin schon exklusiven Serie machen, auch was ihre Tonabnehmerbestückung anbelangt, geht sie eher ungewöhnliche Wege.

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Keine Frage, dass die Streamline in ihrem auffälligen Catalina Blue einen Blickfang allererster Güte abgibt und sich hinter keiner ihrer Serienkolleginnen verstecken muss. Aber uns interessieren vor allem die inneren Werte und dabei ganz besonders, wie sie mit ihren Extras punkten kann.

Details

Optik/Verarbeitung

Die Starplayer TV Streamline wird in einem hochwertigen Formkoffer geliefert, in dem sich außer der Gitarre auch sämtliche Einstellwerkzeuge, ein Bedienungshandbuch, ein schwarzes Poliertuch, ein Aufkleber mit Firmenlogo sowie ein Pflaster befinden, auf dessen Verpackung der Verwendungszweck aufgedruckt ist: “Just in case you play until your fingers bleed”. Immer gut, eine medizinische Basisversorgung dabeizuhaben, man weiß ja nie …

Fotostrecke: 5 Bilder Hochwertige Gitarre…hochwertiger Koffer
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Die Streamline ist ausschließlich in einem wunderschönen Catalina Blue zu haben, das die gewölbte laminierte Fichtendecke überzieht. Der Rest des Instrumentes glänzt in Schwarz. Der restliche Korpus besteht aus Ahorn, wobei der Boden ebenfalls gewölbt ist. In seinem Inneren verhindert ein Sustainblock, dass sich die Decke bei höheren Lautstärken aufschaukelt und Feedbacks erzeugt. Die Duesenberg wird von einem creme-weißen Binding umrandet und erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass die für die Serie charakteristischen F-Löcher fehlen, sodass die Gitarre nicht unbedingt von einer Solidbody zu unterscheiden ist. Sämtliche Arbeiten wurden vorbildlich ausgeführt, zu beanstanden gibt es rein gar nichts. Wer genauer hinschaut, wird Elemente aus der Art-Deco-Zeit finden, womit sich die Schönheiten aus Hannover von den meisten Mitbewerbern allein schon optisch absetzt.

Fotostrecke: 5 Bilder Eindeutige Duesenberg!
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Und ungewöhnlich ist auf jeden Fall auch die Pickup-Kombination. Ein Noiseless PH90 Single Twin Pickup am Hals und ein Grand Vintage Humbucker am Steg sorgen für die elektrische Wandlung der Schwingungen. Beide Tonabnehmer stammen aus dem Hause Duesenberg. Geschaltet werden sie mit einem Dreiwegschalter, zum Einstellen von Lautstärke und Ton stehen zwei Potis mit griffigen Metallknöpfen bereit. Alle drei Bedienelemente haben ihren Platz auf einem glänzenden Nickel Schlagbrett, das mit drei Schrauben auf die Decke befestigt ist. Die Tonabnehmer selbst ruhen in “Silver Pickup Rings”, also Pickup-Rahmen, die optisch sehr gut mit dem Instrument und dem Rest der Hardware harmonieren.

Fotostrecke: 5 Bilder Die Starplayer ist mit zwei Duesenberg Original-Pickups ausgerüstet
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Das Duesenberg Radiator Tremolo erinnert an ein Bigsby, jedoch ohne dessen Nachteile beim Einfädeln der Saiten. Es ermöglicht ein butterweiches Tremolieren, was von einer massiven Metallfeder und einem langen Tremoloarm ermöglicht wird. Dieser lässt sich mithilfe einer kleinen Schraube in seiner Gängigkeit justieren. Die mit schwarzem Filz unterlegten Gurtpins stammen ebenfalls von Duesenberg und nennen sich Duesenberg Standard Strip Pins.

Fotostrecke: 7 Bilder Das verbaute Duesenberg Radiator Tremolo erinnert an ein Bigsby-System
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Über eine Duesenberg Steel Saddle Bridge laufen die Saiten in Richtung Hals, der aus einem Stück Ahorn besteht und mit dem Korpus verleimt ist. Das dazugehörige Palisandergriffbrett ist mit 22 Jumbo Frets bestückt und wird wie der Rest der Gitarre von einem Binding umrundet. Sämtliche Arbeiten sind auf hohem Niveau ausgeführt, dazu kommt, dass das Instrument “geplekt” wurde. Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um eine maschinell durchgeführte Abrichtung der Bünde, wobei das Instrument gemessen und unter der Berücksichtigung der Saitenspannung optimiert wird. Der Hals besitzt ein D-Shape und liegt ausgesprochen gut in der Hand, weiße Punkteinlagen im Griffbrett und an der Halskante sorgen für Übersicht und Orientierung, wobei die Streamline eine Mensur von 648 mm besitzt. Bei ihrer Reise in Richtung Kopfplatte laufen die Saiten über einen 42,5 mm breiten Sattel und treffen schließlich auf sechs Duesenberg Z-Tuner, deren Metallflügel den Namen Art Diego tragen. Ein Duesenberg 10-50 er Saitensatz sorgt auf dem Instrument für eine sehr komfortable Bespielbarkeit, wobei die wirklich ausgesprochen gute Einstellung der Starplayer natürlich eine wesentliche Rolle spielt. Um an den Dual Action Halsstab zu gelangen, muss ein Metallplättchen hinter dem Sattel entfernt werden. Insgesamt macht das 3584 Gramm schwere Instrument einen durch und durch professionellen Eindruck und versprüht die Eleganz und den Charme vergangener Tage.

Fotostrecke: 6 Bilder Das Palisandergriffbrett trägt 22 Jumbo-Bünde
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