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Black Swamp Snareteppiche Test

PRAXIS

Als Testsnare habe ich mir eine 14‘‘ x 5‘‘ Sonor S-Class Maple ausgesucht und mit einem Remo “Ambassador Coated”-Schlag- sowie einem Ambassador-Resonanzfell ausgestattet. Aus Neugier habe ich den werkseitig verbauten Spiralteppich zum Vergleich herangezogen. Schon bei den ersten praktischen Versuchen wird klar, dass sich der Black Swamp-Clan eindeutig von der Spiralteppich-Klangwelt unterscheidet. Im Vergleich zu den spiralförmigen Verwandten zeichnen sich die Kabelsaiten durch ein kurzes Sustain und eine schnelle Ansprache aus, was den Sound weniger breit und verwaschen erscheinen lässt und der entsprechend ausgestatteten Snare einen präzisen Charakter verleihen.

Audio Samples
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Standard Teppich Black Swamp W14G Black Swamp W14CS Black Swamp W14C Black Swamp S14S Black Swamp S14CS Black Swamp S14C

Während ich einen Teppich nach dem anderen unter meine Snaredrum bastle, stelle ich fest, dass die Teppiche sich durch die Verwendung der „stainless“- und „coated“-Saiten auch untereinander noch einmal wie versprochen hörbar unterscheiden. Die „blue coated“-Saiten des „S14C“-Teppichs lassen schon bei sanfter Gangart keinen Zweifel an ihrem Vorhandensein aufkommen und machen auch bei mittlerer und oberer Dynamik ordentlich was her. Der große Höhenanteil dieser Saiten hilft dabei, sich auch im unteren Dynamikbereich durchzusetzen. Die „stainless“-Saiten des „S14S“ sind in den Höhen nicht ganz so präsent und haben ausgeprägtere Mitten. Außerdem klingen sie etwas breiter als die „blue coated“-Saiten. Bei sensibler Spielweise spricht auch dieser Saitentyp im unteren Dynamikbereich präzise an.
Die Saiten der CS-Teppiche sind hier gegenüberliegend im Verhältnis 2:1 (12 coated und 6 stainless, alle übrigen Modelle haben 16 Saiten) angebracht, wodurch sich ein entsprechend üppigerer Frenquenzumfang ergibt.
Die „wrapped around“-Modelle „W14C“ und „W14CS“ klingen den gleichbesaiteten Standard-Modellen ähnlich, haben aber ein noch kürzeres Sustain und wirken dadurch noch ein wenig präziser. In meiner Fantasie trifft das auch auf den „W14S“-Teppich zu, der – ihr erinnert euch – durch Abwesenheit glänzt und sich dadurch meinem kritischen Blick entzogen hat. Aber ich bin mir sicher, dass meine Fantasie recht hat! Apropos Fantasie: Da gibt es ja noch den „gold coated wrapped around“-Teppich „W14G“, in meinen Träumen ganz mit purem Gold überzogen. Doch die Wirklichkeit sieht leider anders aus, in diesem Fall: gelb. Goldgelb immerhin.
Aber wen interessiert schon die Farbe eines unter der Snaredrum versteckten Zubehörteils? Gut klingen soll der Teppich und das tut er auch. Wie bei seinen Verwandten ist die Ansprache über alle Dynamikbereiche nicht zu bemängeln. Die Klangfarbe ist im Vergleich dunkler und der Sound breiter. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Black-Swamp-Teppiche bei weitem nicht so fett und rauschig klingen wie typische Fabrikate des modernen Teppichhandels, dafür aber wesentlich präziser ansprechen und keine Frequenzen missen lassen.

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