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80 Jahre David Gilmour – Der Gitarrist hinter dem Sound von Pink Floyd

Am 6. März 2026 feiert David Gilmour seinen 80. Geburtstag – ein guter Anlass, auf das Leben und Werk eines der prägendsten Gitarristen der Rockgeschichte zu blicken. Mit seinem unverwechselbaren Ton und gefühlvollen Soli formte er den Sound von Pink Floyd entscheidend mit. Songs wie „Comfortably Numb“, „Shine On You Crazy Diamond“ oder „Wish You Were Here“ sind längst Teil des kollektiven Gedächtnisses der Rockmusik. Wir werfen einen Blick auf die Karriere eines Gitarristen, dessen Spiel bis heute Musiker unterschiedlichster Couleur inspiriert.

David Gilmour zum 80. Geburtstag.
Credits: Alamy / WENN Rights Ltd

David Gilmours frühe Jahre: Vom Cambridge-Studenten zum Gitarristen

David Jon Gilmour wurde am 6. März 1946 im englischen Cambridge geboren. Seine Eltern – beide Akademiker – förderten schon früh seine Begeisterung für Musik. Bereits als Kind hörte er leidenschaftlich Rock ’n’ Roll – von Bill Haley über Elvis Presley bis zu den Everly Brothers. Eine Gitarre, die er sich einmal von einem Nachbarn geliehen hatte, gab er kurzerhand nicht mehr zurück und brachte sich das Spielen mithilfe eines Lehrbuchs selbst bei.

Mit elf Jahren wechselte Gilmour auf die Perse School in Cambridge. Zu dieser Zeit lernte er Syd Barrett und Roger Waters kennen – zwei Namen, die später noch von Bedeutung werden sollten. 1962 schrieb sich Gilmour kurzzeitig am Cambridgeshire College of Arts and Technology ein, das auch Syd Barrett besuchte. Die beiden freundeten sich an und verbrachten viel Zeit damit, gemeinsam Gitarre zu üben. Nach Zwischenstopps in Frankreich und kurzen Stationen bei verschiedenen Bands kehrte Gilmour 1967 schließlich nach England zurück.

David Gilmours Einstieg bei Pink Floyd und der Weg zur Gitarrenlegende

Davids frühere Schulfreunde Syd Barrett und Roger Waters hatten inzwischen mit Nick Mason und Richard Wright die Band Pink Floyd gegründet und 1967 ihr Debütalbum The Piper at the Gates of Dawn veröffentlicht. Als David Gilmour im Mai desselben Jahres nach London kam, um bei den Aufnahmesessions vorbeizuschauen, stellte er erschrocken fest, dass Barrett ihn offenbar nicht mehr erkannte und bereits mit schweren psychischen Problemen kämpfte. Im Dezember 1967 bat ihn die Band, einzusteigen und den zunehmend unberechenbaren Barrett zu unterstützen.

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Auf dem zweiten Album A Saucerful of Secrets ist Gilmour erstmals als Mitglied von Pink Floyd zu hören – parallel zu Barrett, der die Band jedoch im April 1968 verließ. Der Rest ist Musikgeschichte: Gilmours Gitarrenspiel und seine Kompositionen prägten Klassiker wie The Dark Side of the Moon, Wish You Were Here und The Wall. Sein Solo in „Comfortably Numb“ gilt bis heute als eines der größten aller Zeiten.

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David Gilmour solo: Projekte, Kollaborationen und seine Karriere außerhalb von Pink Floyd

Auch abseits von Pink Floyd zeigte sich David Gilmour stets als umtriebiger Musiker. Besonders bedeutend war seine Unterstützung der damals noch unbekannten Songwriterin Kate Bush: Gilmour finanzierte ihre ersten professionellen Demoaufnahmen, stellte den Kontakt zum Label EMI her und spielte später gelegentlich Gitarre auf ihren Aufnahmen. Ende der 1970er-Jahre hatte Gilmour allerdings zunehmend das Gefühl, seine musikalischen Ideen innerhalb von Pink Floyd nicht vollständig ausleben zu können. 1978 veröffentlichte er daher sein erstes, selbstbetiteltes Soloalbum, auf das noch weitere folgen sollten. In den 80ern arbeitete er darüber hinaus mit zahlreichen Künstlern zusammen – darunter Bryan Ferry, Pete Townshend, Grace Jones, Paul McCartney und Supertramp.

David Gilmour 1987
Credit: Alamy / Odile Noël

Pink Floyd ohne Roger Waters: David Gilmour übernimmt die Führung

Während der Arbeit an The Wall und The Final Cut verschlechterte sich das Verhältnis zwischen David Gilmour und Roger Waters zunehmend. 1985 erklärte Waters schließlich, Pink Floyd seien „kreativ erschöpft“, und versuchte, die Band aufzulösen. Gilmour und Nick Mason widersetzten sich jedoch – es folgte ein heftiger Rechtsstreit, an dessen Ende Waters die Gruppe verließ und Gilmour die kreative Führung übernahm. 1987 erschien mit A Momentary Lapse of Reasondas erste Pink-Floyd-Album ohne Waters. 1994 folgte The Division Bell, bevor die Band 2014 mit The Endless River ihr letztes Studioalbum veröffentlichte.

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Mehr als nur Musik: David Gilmours Engagement für Umwelt und Charity

Neben seiner musikalischen Karriere engagiert sich David Gilmour seit Jahrzehnten für soziale und ökologische Anliegen. Er unterstützt unter anderem Organisationen wie Oxfam, Greenpeace, Amnesty International, Nordoff-Robbins Music Therapy, Teenage Cancer Trust und PETA. 2003 verkaufte Gilmour sein Haus im Londoner Stadtteil Little Venice für rund 3,6 Millionen Pfund und spendete den gesamten Erlös an die Obdachlosenhilfsorganisation Crisis, die damit Wohnprojekte finanzierte.
Auch seine Instrumentensammlung stellte er in den Dienst eines guten Zwecks: Im Juni 2019 ließ Gilmour bei Christie’s in New York 120 Gitarren versteigern – darunter seine legendäre „Black Strat“, eine Les Paul aus dem Jahr 1955 sowie eine frühe Stratocaster von 1954. Allein die Black Strat erzielte 3,975 Millionen Dollar und stellte damit einen neuen Auktionsrekord für eine Gitarre auf. Insgesamt brachte die Versteigerung rund 21,5 Millionen Dollar ein, die an die Umweltorganisation ClientEarth gingen.

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David Gilmours Vermächtnis

Bis heute gilt Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour als einer der wichtigsten Gitarristen der Rockgeschichte. Sein Stil lebt weniger von technischer Virtuosität als von Ausdruckskraft und Atmosphäre: lange, singende Töne, ein Vibrato zum Darniederknien und sensibel geformte Klanglandschaften verleihen seinem Spiel eine unverwechselbare Handschrift. Vollkommen zu Recht sehen viele Gitarristen daher in ihm einen der wichtigsten Vertreter des Prinzips „Tone over Speed“. Mit seinem Sound hat Gilmour Generationen von Musikern beeinflusst, und seine Songs gehören längst zum festen Kanon der Pop- und Rockgeschichte. Wir gratulieren einem der großen Architekten der Rockmusik herzlich zum 80. Geburtstag!

David Gilmour zum 80. Geburtstag
Credit: D Legakis / Alamy Live News
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