Anzeige

15 Disstracks der Rock-Geschichte und ihre Hintergründe

Egal ob Streits, Ego oder Politik – Musikerinnen und Musiker haben ihre Emotionen schon immer in Songs verarbeitet. Dabei dienten die Lieder nicht selten auch als Werkzeug, um gezielt gegen andere Künstler zu schießen. Was später im Hip-Hop als “Disstrack” bekannt wurde, war bereits im Rock eine Tradition mit zahlreichen Beispielen. Dieser Artikel beleuchtet 15 solcher “Rock-Disstracks”, in denen bekannte Bands und Persönlichkeiten musikalisch austeilen.

© Wikimedia Commons: Roger Woolman – Bob Gruen – Carl Lender – Acroterion

Disstracks und Hip-Hop

Der Begriff “Disstrack”, der den musikalischen Angriff gegen einen anderen Künstler in Form eines Songs beschreibt, stammt eindeutig aus dem Hip-Hop. Bereits in den 80ern etablierte sich diese Art des verbalen Schlagabtausches und wurde besonders in Amerika populär.

Vor zwei Jahren erst veröffentlichte Kendrick Lamar den Disstrack “Not Like Us“, welcher die Charts dominierte, über eine Milliarde mal gestreamt wurde und dem Rapper mehrere Grammys einbrachte. Auch Künstler wie Eminem, Tupac Shakur und Jay-Z erreichten mit Disstracks weltweites Aufsehen. Bis heute gibt es “Battle-Rap”-Wettbewerbe, in welchen talentierte Rapper im lyrischen Schlagabtausch gegeneinander antreten. Der Disstrack scheint daher eine wichtige Kunstform und zentraler Bestandteil des Rap zu sein.

© Wikimedia Commons: Fuzheado

Doch das Konzept des Disstracks ist nicht exklusiv zum Hip-Hop. Sei es Rock, Punk, Soul oder Pop – in nahezu jedem Genre lassen sich gezielte Kritiken und Beleidigungen gegenüber anderen Künstlern und Personen finden. Wann genau diese Kunstform wirklich entstand lässt aber sich nur schwer festlegen.

Der womöglich erste “Disstrack”

Als besonders frühes Beispiel könnte man Claude Debussys “Golliwogg’s Cakewalk” anführen. Es ist das letzte Stück von seiner “Childrens Corner”-Komposition aus dem Jahr 1908 und gleichzeitig eine direkte Kritik an Komponist Richard Wagner. Debussy parodiert die Melodie aus der berühmten Oper “Tristan und Isolde”, wobei er die epische Struktur runterbricht und spielerisch vereinfacht. An anderer Stelle überspielt er die Tristan-Melodie, sodass es klingt, als ob das Klavier heiter lachen würde.

© Wikimedia Commons: Atelier Nadar

Es ist kein Wunder, dass Musiker und Musikerinnen die Sprache der Kunst nutzen, um ihre Gefühle, ihre Meinungen und teilweise ihre Argumente auszudrücken. Diese Angriffe entwickelten sich von der Klassik über den Jazz und fanden im Rock einen ganz eigenen Ausdruck. In dieser Liste soll es um eben jene Rocksongs gehen – viele davon sind weltbekannte Lieder. Hier sind 15 legendäre “Rock-Disstracks”, die bereits existierten, bevor der Disstrack als solcher definiert wurde.

15 Rock-Disstracks

Steely Dan – Only A Fool Would Say That (John Lennon)

Im Jahr 1972 veröffentlichten Steely Dan das Lied Only A Fool Would Say That. Der Up-Beat-Song entwickelte sich schnell zu einem Klassiker der US-Band. Tatsächlich entstand der Song als Antwort auf John Lennons Hit Imagine aus dem Vorjahr 1971. Walter Becker und Donald Fagen von Steely Dan kritisieren hierbei die idealistische Vorstellung Lennons einer utopischen Welt, in der es weder Besitz noch Geld gäbe.

I heard it was you, talking ’bout a world where all is free
It just couldn’t be and only a fool would say that.

Der Song ruft dazu auf, sich in die Lage eines gewöhnlichen Bürgers zu versetzen, der jeden Tag hart arbeiten geht, um sein Leben finanzieren zu können. Die Tatsache, dass Lennon als erfolgreicher, berühmter, wohlhabender Mann von einer Welt ohne Besitz und Wohlstand singt, erschien der Band als scheinheilig und heuchlerisch. Aus dieser Überzeugung entstand schließlich der Text zu Only A Fool Would Say That.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Paul McCartney – Too Many People (John Lennon & Yoko Ono)

Auch Lennons ehemaliger Bandkollege Paul McCartney äußerte Kritik an dessen moralisch-politischen Predigten. McCartney Song Too Many People aus dem Jahr 1971 klingt beim ersten Hören wie ein melodischer Pop-Song, doch der Text deutet eigentlich auf etwas anderes hin. Das Lied beginnt mit den Worten “Piss off”, von denen McCartney später zugab, sie seien an Lennon gerichtet.

“That was your first mistake
You took your lucky break and broke it in two
Now what can be done for you?
You broke it in two

Paul beschuldigt John Lennon hier indirekt, die Beatles aufgelöst bzw. zerteilt zu haben. An anderer Stelle kritisiert er den Drogenkonsum, sowie das regelmäßige Verschlafen von seinem ehemaligen Kollegen: “Too many people sharing party lines, Too many people never sleep-in late.” Lennon verstand schnell, dass der Song ihm und Yoko Ono gewidmet war, und ließ nicht lange auf eine Antwort warten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

John Lennon – How Do You Sleep? (Paul McCartney)

Während die Vorwürfe gegen Lennon in Too Many People eher impliziert waren, entschied sich dieser für eine deutlich direktere Antwort. Der Song How Do You Sleep? erschien auf dem 1971er Album Imagine und sorgte für viel Aufsehen in der Musikwelt. Lennon kontert persönlich, indem er McCartneys Ego, seine Solo-Musik und sogar seine Arbeit bei den Beatles beleidigt.

So Sgt. Pepper took you by surprise
You better see right through that mother’s eyes
Those freaks was right when they said you was dead
The one mistake you made was in your head

Ein klarer Schuss zeigt sich auch in der Zeile “The only thing you done was Yesterday, and since you’re gone you’re just another day.” Offensichtlich behauptet Lennon, dass sein ehemaliger Bandkollege lediglich mit einem einzigen Hit, Yesterday, zum Erfolg der Beatles beitrug und danach nur an Relevanz verlor.

Während die Angriffe von beiden Seiten sehr tief zu gehen scheinen, sollte aber erwähnt werden, dass sich die zwei Musiker deshalb nicht völlig zerstritten haben. Nach Aussage von Paul McCartney konnten sie später ihre Konflikte später beiseitelegen und über die harschen Texte hinwegblicken.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Nine Inch Nails – Starf*ckers, Inc. (Marilyn Manson)

Der Song Starfuckers, Inc. von Nine Inch Nails zählt zu den aggressivsten Songs auf ihrem 1999er Album The Frage. Im Zentrum des Liedes steht die Kritik an der oberflächlichen Seite der Musikindustrie und heuchlerischen Stars. Es wurde bereits viel spekuliert gegen wen sich das Lied richten könnte, wobei besonders Marilyn Manson als mögliche Zielperson diskutiert wurde.

My god sits in the back of the limousine
My god comes in a wrapper of cellophane
My god pouts on the cover of the magazine
My god’s a shallow little bitch trying to make the scene

© Wikimedia Commons: Patrick Whitaker

Tatsächlich erklärte Manson selbst, Reznor hätte den Song nach einem heftigen Streit gegen ihn geschrieben. Reznor bestätigte diese Annahme später in einem Interview. Trotz dieser Spannungen scheinen die beiden sich wieder vertragen zu haben, da sie zeitweise wieder zusammenarbeiten und Manson ironischerweise sogar im Musikvideo zu Starfuckers, Inc. auftrat.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Fleetwood Mac – Dreams & Go Your Own Way

Wenn man nach Rock-Disstracks sucht, braucht man sich eigentlich nur die Fleetwood Mac Alben Rumors und Tusk anzuhören, um zu sehen, wie weit persönliche Angriffe gehen können. Während der Entstehung dieser beiden Alben befand sich die Band in einer turbulenten Phase, die von Scheidungen, heftigem Streit und Trennungen geprägt war.

Ein Beispiel für diese angespannte Stimmung zeigt sich im Song Dreams. Nachdem Stevie Nicks und Lindsey Buckingham ihre achtjährige Beziehung beendet hatten, schrieb Stevie folgende Zeilen, die an ihren ehemaligen Partner gerichtet waren:

“Now, here you go again, you say you want your freedom
Well, who am I to keep you down?
It’s only right that you should play the way you feel it
But listen carefully to the sound Of your loneliness”

© Wikimedia Commons: Warner Bros. Records

Lindsey Buckinghams Song Go Your Own Way vom selben Album wird häufig als Gegenstück zu Dreams verstanden, da es die Trennung aus seiner Perspektive erzählt. Auch hier ist der Text persönlich und teilweise echt gemein. So beschreibt Lindsey mit der Zeile “Packing up, shacking up’s all you wanna do“, wie Nicks nur mit verschiedenen Männern schlafen wollen würde.

Besonders bemerkenswert ist auch, dass Lindsey und Stevie in den jeweiligen Refrains der Songs singen, die sich im Grunde gegen sie selbst richten, was den Liedern einen leicht ironischen Charakter verleiht.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Joan Baez – Diamonds and Rust (Bob Dylan)

Auch zwischen Joan Baez und Bob Dylan kam es nach ihrer musikalischen Zusammenarbeit zu einigen persönlichen Spannungen. In den 60er-Jahren unterstützte sie Dylans Karriere und förderte ihn auf Tourneen durch die Vereinigten Staaten. Doch nachdem Dylan selbst internationalen Erfolg erreichte, schien sich er sich von Baez abzuwenden, sie zu ignorieren und sich stärker um seinen Ruhm zu kümmern.

Ihren Frust äußerte Joan Baez in dem Lied Diamonds and Rust, in welchem sie in einem sehr emotionalen Ton über die vergangene Beziehung singt. Der Text beschreibt, wie sie den jungen Bob Dylan einst mit offenen Armen aufnahm, er jedoch jetzt nur wie ein distanter Geist wirkt. Auch kritisiert Baez die schlechte Kommunikation, die letztendlich zum Ende ihrer Beziehung führte. Diamonds and Rust erinnert durch diesen ehrlichen, direkten Ton mehr an einen persönlichen Brief als einen klassischen Disstrack.

“Well you burst on the scene, already a legend
The unwashed phenomenon, the original vagabond
You strayed into my arms and there you stayed
Temporarily lost at sea,t he Madonna was yours for free
Yes, the girl on the half-shell could keep you unharmed”

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Foo FIghters – I’ll Stick Around & Stacked Actors (Courtney Love)

Kurz nach dem tragischen Tod von Kurt Cobain entfachte ein langer Streit um die Rechte und Einnahmen von Nirvana. Im Zentrum dieser Debatte standen Nirvana-Mitglied Dave Grohl und ihm gegenüber Kurts Ehefrau Courtney Love. Im Laufe ihres rechtlichen Konflikts äußerte sich Love öffentlich sehr kritisch über Grohl, welcher in Form von Musik zurück schoss. Der Song I’ll Stick Around vom Foo Fighters-Debütalbum zeichnet dabei ein klares Bild:

© Wikimedia Commons: Andrea Fleming

“I still refused all the methods you abused
It’s alright if you’re confused, let me be
I’ve been around all the pawns you’ve gagged and bound
They’ll come back and knock you down and I’ll be free”

Insbesondere die Zeile des Chorus “I don’t owe you anything” verweist auf die Spannungen, die Grohl zu jener Zeit empfand. Auch wenn er die persönliche Motivation hinter dem Text lange bestritt, erklärte Grohl später, dass der Song tatsächlich an Courtney Love gerichtet war. Auch spätere Stücke wie beispielsweise Stacked Actors seien nach seiner Aussage mit ihr im Hinterkopf verfasst worden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Queen – Death on two Legs (Manager Norman Sheffield)

Wenn es eine Sache gibt, die alle professionellen Musiker und Musikerinnen hassen, dann sind es gierige Manager und korrupte Plattenfirmen. Auch Queen mussten diese frustrierende Erfahrung mit ihrem ehemaligen Manager erleben. Freddie Mercury entschloss sich dazu, seine Gefühle im ersten Song des Albums A Night at the Opera zu verarbeiten.

(Ah) You suck my blood like a leech, you break the law and you breach
Screw my brain till it hurts, you’ve taken all my money and you want more
Misguided old mule, with your pigheaded rules
With your narrow-minded cronies, who are fools of the first division

Obwohl keine konkreten Namen im Song erwähnt werden, ist das Ziel dieses “Disstracks” offensichtlich. Als Freddie den Text seinen Bandkollegen präsentierte reagierten sie zuerst geschockt und empfanden den Song als sehr riskant. Dennoch entschlossen sie sich dazu, den ungefilterten Text aufzunehmen und zu veröffentlichen. Norman Sheffield antwortete mit einem rechtlichen Gerichtsprozess gegen die Band, welcher aber nur noch mehr Aufmerksamkeit auf ihn zog.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Lynyrd Skynyrd – Sweet Home Alabama (Neil Young)

Der Southern Rock-Klassiker Sweet Home Alabama ist die wohl bekannteste Single von Lynyrd Skynyrd und verhalf der Band zu weltweitem Erfolg. Doch etwas unbekannter ist die Tatsache, dass der Song ein direkter Angriff gegen Country-Star Neil Young war. Sweet Home Alabama entstand als Antwort auf zwei Songs von Young, Southern Man und Alabama, welche Rassismus und soziale Ungerechtigkeit in den Südstaaten thematisieren.

Lynyrd Skynyrd empfanden den Text als zu oberflächlich – er würde alle Südstaaten eigenständig für die Sklaverei verantwortlich machen. Sänger der Band, Ronnie Van Zant erklärte: “Wir dachten, Neil schießt auf alle Enten, nur um ein oder zwei zu treffen.” Entsprechend schoss die Band zurück.

“Well, I heard Mister Young sing about her
Well, I heard ol’ Neil put her down
Well, I hope Neil Young will remember
A Southern man don’t need him around anyhow”

In seiner späteren Autobiographie gab Neil Young tatsächlich zu, dass die Kritik vollkommen gerechtfertigt wäre. Er sei mittlerweile selbst mit der Darstellung der Südstaaten in seinen Songs unzufrieden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Pavement – Range Life (The Smashing Pumpkins & Stone Temple Pilots)

Der Pavement-Song Range Life sorgte im Jahr 1994 wegen einer kontroversen Textpassage für viel Aufsehen. Grundsätzlich handelt der Text vom Erwachsenwerden und den Wunsch nach Stabilität. Doch im dritten Vers feuert Frontmann Stephen Malkmus einige klare Schüsse gegen die Smashing Pumpkins und Stone Temple Pilots.

Out on tour with The Smashing Pumpkins, Nature kids, I, they don’t have no function
I don’t understand what they mean and I could really give a fuck
The Stone Temple Pilots, they’re elegant bachelors, they’re foxy to me, are they foxy to you?
I will agree they deserve absolutely nothing, nothing more than me.

Der Angriff ist offensichtlich und die besagten Bands ließen nicht lange auf eine Reaktion warten. Insbesondere der Pumpkins-Frontmann Billy Corgan zeigte sich verärgert. Der daraus entstandene Streit sorgte sogar dafür, dass Pavement aus dem Line-up für das 1994er Lollapalooza Festival gestrichen wurden, da die Smashing Pumpkins als Headliner damit drohten, ihre Auftritte abzusagen. Einige Jahre später erklärte Malmus, dass er mit Range Life niemanden ernsthaft beleidigen wollte und seine Texte lediglich missverstanden wurden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

King Crimson – Happy Family (The Beatles)

Der Text von Happy Family von der Prog-Rock-Band King Crimson erzählt die Geschichte einer Familie von vier Geschwistern, die jedoch ihre eigenen Wege gingen und sich nie wieder sahen. Aufmerksame Fans erkannten schnell die Parallelen zu den Beatles, wobei jede Person im Song ein Bandmitglied darstellt. Der Song erschien im Jahr 1970, also noch im selben Jahr wie der Beatles-Breakup.

“Uncle Rufus (Ringo) grew his nose, threw away his circus clothes
Cousin Silas (Harrison) grew a beard, drew another flask of weird
Nasty Jonah (Lennon) grew a wife, Judas (McCartney) drew his pruning knife
Happy family, one hand clap, four went on but none came back.”

Mit Referenzen zu Harrisons und McCartneys Drogenkonsum sowie zu Lennons missbräuchlichem und aggressivem Verhalten in dessen erster Ehe gehen die Angriffe der Band ziemlich tief. Auch ironische Anspielungen auf die Kostüme und Frisuren der Beatles fehlen nicht, was Happy Family zu einem perfekten Beispiel eines Rock-Disstracks macht.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

David Bowie – Teenage Wildlife (Gary Numan)

Mit Teenage Wildlife vom Album Scary Monsters (And Super Creeps) nahm David Bowie im Jahr 1980 die aufkommende New-Wave-Generation ins Visier. In den provokativen Texten geht es besonders um die unerfahrene und stürmische Jugend, wobei Bowie auch seinen eigenen Platz als Musikikone in dieser Industrie behandelt.

“And you push your luck, still you push, still you push your luck
A broken nosed mogul, are you one of the New Wave boys?
Same old thing in brand new drag
Comes sweeping into view, oh-oh-oh, oh-oh-oh
As ugly as a teenage millionaire, pretending it’s a whizz kid world”

Viele verstanden Song als eine Abrechnung, die vor allem an Gary Numan gerichtet war und auch Numan selbst sah sich als Zielscheibe des Songs. Bowie erklärte später in einem Interview: “Was Gary Numan gemacht hat, war ausgezeichnet, aber in Wiederholung, immer wieder dieselben Ideen und Informationen. Wenn man ein Stück gehört hat, hat man im Grunde alles gehört.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sex Pistols – New York (New York Dolls)

Wenn es eine Band gibt, die kein Blatt vor den Mund nimmt, dann sind es die Sex Pistols. In dem Song New York von ihrem Debüt Never Mind the Bollocks rechnen die Pistols mit der US-Punkszene und insbesondere den New York Dolls ab.

Frontmann Johnny Rotten schießt dabei gezielt gegen das Image der US-Band. Sie seien überbewertet und außerdem zu pseudokünstlerisch, während die Sex Pistols den Punk und dessen Musik radikaler ausleben würden. In einem späteren Interview erklärte Rotten jedoch, dass die Angriffe nicht wirklich persönlich gemeint waren und er sich mit den New York Dolls eigentlich verstehen würde.

“Four years on, you still look the same
I think about time you changed your brain
You’re just a pile of shit, coming to this
You poor little faggot, you’re sealed with a kiss”

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Johnny Thunders – London Boys (Sex Pistols)

Der Gitarrist der New York Dolls, Johnny Thunders, ließ den Angriff der Sex Pistols aber nicht lange auf sich sitzen. Im Folgejahr veröffentlichte er den Solo-Track London Boys, in welchem Johnny Rotten in nahezu jeder Zeile attackiert und beleidigt wird. Thunders antwortet direkt auf die Texte von New York, unterstellt Rotten eine privilegierte Herkunft und behauptet, dass es ohne den Erfolg des US-Punk gar keine Sex Pistols geben würde.

“Well you’re telling me to shut my mouth, if I wasn’t kissing, you wouldn’t be around
You talk about faggots, you little mama’s boy, you sit at home, you got a chaperone
You need an escort to take a piss, he holds your hand and he shakes your dick
You’re so pretty, suburban kitty, you think you’re gonna change, rearrange my city?”

Ein spannender Fakt ist außerdem, dass die ehemaligen Pistols-Mitglieder Paul Cook und Steve Jones auf der Aufnahme mitspielen. Somit ist London Boys ist ein direkter Rückschlag und zugleich ein mutiges Statement über die Herkunft des “richtigen” Punk.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

The Smiths – Frankly Mr. Shankly (Geoff Travis)

Frankly, Mr. Shankly ist ein The-Smiths-Klassiker und zeichnet sich durch den Up-Beat Rhythmus, die heitere Melodie und die melanchonischen Texte aus. Doch der populäre Hit-Song von ihrem dritten Album The Queen is Dead trägt einen etwas ernsteren und wahren Hintergrund. Tatsächlich schrieb Morrissey den Text als Angriff gegen Geoff Travis, den damaligen Chef ihrer Plattenfirma Rough Trade.

“Frankly, Mr. Shankly, since you ask
You are a flatulent pain in the arse
I do not mean to be so rude
Still, I must speak frankly, Mr. Shankly
Oh, give us your money!”

Die Band beschreibt die schlechte Bezahlung, das Gefühl, zurückgehalten zu werden, und den Wunsch woanders erfolgreich zu werden. An einer Stelle singt Morrissey: “I didn’t realise you wrote such bloody awful poetry, Mr. Shankly.” Diese Zeile beruht auf einer wahren Unterhaltung, in welcher Travis dem Sänger eines seiner Gedichte zusteckte und nach konstruktiver Kritik fragte. Anscheinend war Morrissey nicht sehr begeistert.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Fallen euch noch weitere Rock-Disstracks ein, die auf dieser Liste nicht fehlen dürfen?

Hot or Not
?
Rock-Disstracks Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

Kommentieren
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bonedo YouTube
  • Genki Instruments Katla Synth - Demo and Interview
  • Empress Effects Bass ParaEQ - Sound Demo (no talking)
  • Innovative PA-Systems: RCF Evox Series