Mit dem Reloop PTB-2 haben wir einen äußerst kompakten DJ-Mixer in der Testredaktion zu Gast, der trotz seiner Bauform einige spannende Features vorzuweisen hat. Das beginnt mit umschaltbaren Phono/Line-Eingängen sowie einem AUX-Kanal für externe Zuspieler und dem speziellen Mischfeld mit Filter. Das geht weiter mit der Bluetooth-Funktion für Streaming-Music über euer Smartphone/Tablet und mündet in einem 4-Kanal-USB-C-Audio-Interface mit djay Pro DVS-Support – hardwareseitige Curve-Controls nebst Hamster-Switch inklusive. Und ihr braucht nicht mal ein Abo von Algoriddim djay Pro abzuschließen, um mit der Software aufzulegen. Dank USB-C-Power eliminiert das Pult zudem ein nicht seltenes Problem mobiler DJ-Setups oder Portablism-Anwendungen, da es sich auch mit einer Power-Bank versorgen lässt. Der perfekte (DVS) DJ-Mixer für das kleine Besteck unterwegs? Nicht nur, wie wir in diesem Artikel erläutern werden.

- kompakt und leicht
- Flexibilität dank 4/4-Interface, Phono/Line, Aux-In und Bluetooth-Kanal
- funktioniert auch mit iPad und iPhone
- schaltet Algoriddim djay mit DVS frei
- geringe DVS-Latenz möglich
- attraktiver Preis
- kein Gemischtbetrieb von Phono und Line oder USB
- Cue-Metering optimierbar und Verzögerung bei der Preview-Umschaltung
- Filter regelt nicht stufenlos

Reloop PTB-2 – das Wichtigste in Kürze
- kompakter DJ-Mixer mit USB-C-Stromversorgung
- integriertes 4×4-Audio-Interface
- DVS-Nutzung möglich
- Filter, Curve-Controls und Hamster-Switch
- Phono/Line, Bluetooth und Aux-Input für Player und mobile Endgeräte
- solides Metall-Chassis für unterwegs, aber leider nur Plastik-Potistifte
- auch für kleinere Bedroomer-Setups und iOS eine Option
Was ist im Lieferumfang des Reloop PTB-2?
Im Paket des USB-C-Mixers, der 105 x 200 x 60 mm misst und gerade einmal 700 g wiegt, befinden sich zwei Kabel als zusätzliche Dreingaben, außerdem ein Aufkleber sowie eine Danksagung an den Käufer.


Wie ist die Verarbeitungsqualität des Reloop PTB-2?
Rock-solid, was das Metallgehäuse angeht. Auch die Anschlussbuchsen wackeln nicht und beide USB-C-Buchsen nehmen die Kabel fest genug auf. Die Miniklinkenbuchsen sorgen ebenfalls für sicheren Halt der Kabel. Was den Gesamteindruck indes etwas trübt, sind die Plastikstifte bei den Drehreglern statt Metallachsen. Besorgt euch am besten ein kleines Transportcase für das Teil, statt es unachtsam mit weiteren Dingen in eine Tasche zu stopfen, damit es nicht zu Potibruch kommt!
Der Einschaltknopf sitzt – sobald gedrückt – etwas vertieft im Gehäuse gegen versehentliches Ausschalten. Mit dem Zeigefinger komme ich da grad noch so rein.

Ansonsten orientiert sich das Pult im Aufbau an seinen großen Vorbildern. Seitliche Lüftungsschlitze, ordentlich bemessene Gummifüße, die die auch bei Crossfader-Action noch für eine gewisse Standfestigkeit sorgen, sofern man nicht zu impulsiv ans Werk geht. Die Schrauben auf der Oberseite hätten gern noch einen Tacken tiefer versenkt werden können, aber wahrscheinlich war das Aufgrund der Materialstärke der Faceplate nicht möglich.
Welche Anschlüsse hat das Reloop PTB-2 DJ-Mischpult?
Vorn residiert der 3,5-mm-Kopfhörerausgang. An der Rückseite gibt es zweimal Cinch-In L/R mit der obligatorischen Rändelschraube für die Massekabel der Plattenspieler dazwischen sowie einen Master-Out Cinch L/R. Dazu kommen ein Aux-In und ein Record-Ausgang als Miniklinke. Praktisch, wenn man einen Session-Recorder wie Reloop Tape 2 im Gepäck hat. Dazu kommt ein Quellenumschalter.
Rechts unter dem Power-Button sind die beiden USB-C-Ports platziert, einmal für den Stromanschluss via Powerbank oder Adapterstecker, einmal für den Host, der zwischen Laptop und Smartphone umgeschaltet werden kann. Das Smartphone kann im Betrieb durch den PTB-2 geladen werden, das Laptop nicht.


Was bietet die Mixer-Oberfläche des Reloop PTB-2?
Auch wenn der Mixer kaum mehr Stellfläche benötigt als meine ausgestreckte Handfläche, so bietet er dem DJ doch grundlegende Features für Mixing und Klangregelung an. Es geht format-bedingt ein wenig beengter auf dem Bedienfeld zu, sodass „Riesenpranken“ hier möglicherweise mit den Fingerspitzen arbeiten werden.

Jeder der beiden Hauptkanäle ist mit Gain-Regelung und einem 2-Band-EQ sowie einem kombinierten Hoch/Tiefpassfilter ausgestattet. Linefader gibt es nicht. Es wird mit dem 5-mm-Ultra-Glide-Crossfader gemixt. Für diesen stehen an der Vorderseite des Chassis, wo auch das Kopfhörerlautstärkepoti nebst Anschlussbuchse für diesen zu finden ist, ein Umkehrschalter und die stufenlose Curve-Control via Drehregler bereit.
Zwischen den LED-Anzeigen in der oberen Mitte des Mischpults sitzen der Bluetooth-Button sowie die Regler für den BT-Aux-Pegel und die Master-Lautstärke. Daran schließen sich gut platziert der Cuemix-Regler und die Preview-Taste an.
Mit welcher DJ-Software und auf welchen Betriebssystemen und Plattformen kann ich das Reloop PTB-2 nutzen?
Reloop PTB-2 läuft mit iOS, Mac und Windows – hier stehen ASIO-Treiber zur Verfügung. Nutzen lässt sich auch jede Dongle-freie DJ-Software, die externes Audiorouting zulässt. Darunter fallen Programme wie VirtualDJ, Dex4, Traktor, etc. Serato bleibt aber bis auf Weiteres außen vor. Und dann wäre hier noch Algoriddim djay zu nennen, für das ihr im Zusammenspiel mit dem PTB-2 kein Abo abschließen müsst, um die App inklusive DVS-Modus zu nutzen. Also auf in den Praxistest.







