Der Name Millenium dürfte den meisten wohl ein Begriff sein. Für die wenigen, denen er nichts sagt: Millenium gehört zum Kreis der Thomann‑Hausmarken und hat sich vor allem auf Audio- und Instrumentenkomponenten spezialisiert. Seit Jahrzehnten bietet die Marke dabei kostengünstige Produkte für Musiker und Studios an. Dazu gehören natürlich auch DI-Boxen. Mit der DI300-P und der DI600-A bringt Millenium nun zwei besonders funktionsreiche Modelle auf den Markt. Die DI300-P ist die passive Variante und kostet gerade einmal 59,- Euro, während die DI600-A aktiv betrieben werden kann, zusätzlich den passiven Modus bietet und nur 10,- Euro mehr kostet.
Vor allem für Anfänger und Semi‑Profis dürften die beiden DI-Boxen interessant sein: Sie bieten nämlich unter anderem einen schaltbaren Input, Phasenumkehr und einen sehr geringen Klirrfaktor. Aber genug der Vorrede – schauen wir uns die Geräte im Detail an!

- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- umfangreiche Ausstattung
- sehr neidriger Klirrfaktor
- DI600-A zwischen aktiv und passiv schaltbar
- robuste Metallgehäuse
- breiter Frequenzgang Transport-Softcase im Lieferumfang
- Produktdokumentation noch ausbaufähig

Die Millenium DI300-P und DI600-A sind äußerlich und von der Grundausstattung her nahezu identisch und unterscheiden sich primär durch ihr passives bzw. aktives Schaltungskonzept. Beide DI-Boxen sind in einem robusten Metallgehäuse untergebracht und mit kompakten Abmessungen von 85 x 119 x 45 mm sowie einem Gewicht von jeweils 0,6 kg klar auf den mobilen Live- und Studioeinsatz ausgelegt.
Welche Features bieten Millenium DI300-P und DI600-A DI-Boxen
Auf der Eingangsseite stehen zwei symmetrische 6,3-mm-Klinkenbuchsen (In/Thru) zur Verfügung, sodass das Signal parallel weitergeführt werden kann. Der symmetrierte Ausgang erfolgt bei beiden Modellen klassisch über eine XLR-Buchse. Zur Vermeidung von Brummschleifen ist ein Ground-Lift-Schalter vorhanden.
Zur Anpassung an unterschiedliche Signalquellen verfügen beide DI-Boxen über einen PAD-Schalter mit 20 dB Absenkung, einen Phase-/Reverse-Schalter sowie einen Instrument/Amp-Schalter. Die DI600-A bietet zusätzlich einen Aktiv/Passiv-Schalter, der den Betriebsmodus der Box umschaltet.
Die Eingangsimpedanz beträgt bei beiden Modellen 1000 kOhm, während die Ausgangsimpedanz mit 600 Ohm angegeben wird. Der Frequenzgang reicht von 10 Hz bis 40 kHz und deckt damit den hörbaren Bereich und weit darüber hinaus deutlich ab. Die Gesamtklirrfaktor-Angabe (THD) liegt bei 0,002 % bei 1 kHz.
Sowohl die passive DI300-P als auch die aktive DI600-A arbeiten mit Übertragungsverhältnis, das mit 4:1 angegeben wird, recht laut also. Die DI300-P benötigt als passive DI-Box keine externe Stromversorgung, während die DI600-A über 48-V-Phantomspeisung betrieben wird.
Was ist im Lieferumfang der DI300-P und DI600-A enthalten?
Geliefert werden die Boxen in ebenfalls fast identischen schwarzen Kartons, die glänzen und nur mit dem Wesentlichen beschriftet sind: Herstellername und Produktbezeichnung.



Mitgeliefert wird ein Softcase mit Reissverschluss
Millenium liefert zwar nicht viel Zubehör mit, aber ehrlich gesagt braucht man für eine DI-Box auch nicht viel. Umso positiver ist, dass ein kleines Softcase beiliegt, in dem sich die Metallkiste relativ sicher transportieren lässt. Zusätzlich gibt es eine zweiseitige Kurzanleitung in deutscher und englischer Sprache, die die meisten Funktionen und Schalter erklärt.
Wie ist die Hardware Millenium DI300-P & DI600-A beschaffen?
Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass sich Millenium beim Design der neuen DI-Boxen optisch wahrscheinlich ein wenig von deutlich teureren Konkurrenzprodukten, etwa der J‑48 von Radial, haben inspirieren lassen. Sowohl die DI300‑P als auch die DI600‑A bestehen aus einem zentralen Gehäuseteil, das von einem C‑förmigen Schutzrahmen umgeben wird. Dieser überragt alle Anschlüsse und Bedienelemente und schützt sie so zuverlässig vor versehentlichem Verstellen oder Stößen.
Die Geräte präsentieren sich in einem tiefen Mattschwarz, das punktuell durch gelbe Schriftzüge und Markierungen aufgelockert wird. Auf der Oberseite finden sich Hersteller- und Produktname, ansonsten gibt es funktional an den Seiten keine nennenswerten Features. Die Unterseite ist mit einer rutschhemmenden Kunststoffschicht versehen, die für sicheren Stand sorgt.




Welche Schnittstellen und Bedienelemente bieten Vorderseite und Rückseite?
Auf der Vorderseite befinden sich die beiden Klinkenbuchsen (Input und Thru), die das Signal beispielsweise von einer Gitarre aufnehmen und weiterleiten können. Das Signal lässt sich per Kippschalter zwischen Instrument und Amp-Out umschalten, außerdem ist ein -20 dB-Pad per Schalter zuschaltbar.
Die Rückseite beherbergt den symmetrischen XLR-Ausgang sowie zwei weitere Kippschalter für Ground-Lift und Phasenumkehr. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Modellen besteht darin, dass die DI600‑A aktiv betrieben werden kann und dafür einen zusätzlichen Aktiv/Passiv‑Schalter besitzt.


Sind die DI-Boxen robust genug für Bühne und Studio?
Was die Robustheit betrifft, haben die beiden DI-Boxen im Vergleich zu älteren Millenium-Modellen deutlich zugelegt. Das dicke Metallgehäuse fühlt sich stabil an und verleiht den Geräten ein angenehmes Gewicht, das für sicheren Stand sorgt und den Boxen einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Auch Buchsen und Schalter wirken solide verbaut: Nichts wackelt, nichts rattert und die Kippschalter bieten einen präzisen, angenehm straffen Widerstand, der eine einfache und sichere Bedienung erlaubt.






















