Zur NAMM 2026 unterzieht Neural DSP sein Erfolgsmodell Quad Cortex einer konsequenten Schrumpfkur und stellt das Quad Cortex Mini vor. Trotz der kompakten Abmessungen von 22,8 × 11,8 cm fallen die Kompromisse überschaubar aus: Das Quad Cortex Mini übernimmt nahezu alle Features des großen Bruders und spart lediglich bei Bedienelementen und Anschlüssen. Damit sortiert sich der Neuzugang schlüssig zwischen dem Quad Cortex und dem Nano Cortex ein.


Neural DSP Quad Cortex Mini – Mini-Format, Maxi-Funktionen
Trotz seines kompakten Formats bietet das Neural DSP Quad Cortex Mini nahezu den kompletten Funktionsumfang des Quad Cortex. In Sachen Algorithmen, modellierte Amps und Effekte, Speicherplatz, Plug-in-Kompatibilität sowie Capturing-Optionen ist die Mini-Ausführung der Vollversion ebenbürtig. Sogar das 7″-Multi-Touch-Display, das fast die gesamte Oberfläche einnimmt, entspricht in seiner Größe dem des großen Bruders. Einschränkungen gibt es lediglich bei der Bedienung: Hier stehen nur vier der bewährten Fußschalter-Drehregler-Kombinationen in den Pedalecken zur Verfügung.

Neural DSP Quad Cortex Mini: Welche Abstriche gibt es bei den Anschlüssen?
Was Neural DSP beim Quad Cortex Mini an Anschlüssen bietet, ist gemessen am Formfaktor beeindruckend. Dennoch waren aus Platzgründen einige kleine, gut verschmerzbare Anpassungen notwendig. So gibt es beispielsweise statt der zwei Klinke/XLR-Combo-Inputs nur noch einen reinen Klinkeneingang sowie einen Klinke/XLR-Combo-Eingang. Auch die zwei TRS-Return-Buchsen des großen Quad Cortex wurden auf eine einzelne TRS-Return-Buchse reduziert. Der Kopfhörerausgang ist nun im Miniklinkenformat ausgeführt, und anstelle des USB-A-Anschlusses der Vollversion kommt ein moderner USB-C-Port zum Einsatz. Insgesamt also Änderungen, mit denen man gut leben kann.

Quad Cortex Mini im Vergleich: Wo steht es im Neural-DSP-Kosmos?
Gegenüber dem großen Quad Cortex zeigt sich das Quad Cortex Mini erwartungsgemäß vor allem kompakter und deutlich gig-bag-freundlicher – am grundlegenden Konzept ändert sich jedoch nichts. Man sollte sich jedoch der Reduktion auf lediglich vier Fußschalter bewusst sein – ebenso der Tatsache, dass man dem zwar robusten, aber großzügig ausgelegten Touchscreen beim Spielen auch einmal unbeabsichtigt zu nahe kommen kann.
Im Vergleich zum Nano Cortex bewegt sich das Quad Cortex Mini hingegen in einer völlig anderen Kategorie: Aufgrund seines umfangreichen Funktionsangebots rückt es deutlich näher an die Vollversion heran, während das Nano Cortex eher als reiner Profile-Player mit Effekten und Capture-Funktion konzipiert ist und entsprechend größere Abstriche macht.
Was kostet das Neural DSP Quad Cortex Mini?
Blickt man auf die Preisgestaltung, ergibt sich ein durchaus spannendes Bild: Während das große Quad Cortex mit 1.585 € gelistet ist und das Nano Cortex bereits für 505 € zu haben ist, wirkt der aufgerufene Preis von 1.299 € für das Quad Cortex Mini zunächst recht selbstbewusst. Angesichts des nahezu uneingeschränkten Funktionsumfangs lässt sich dieser Kurs jedoch durchaus nachvollziehen – zumal wir es hier mit einem Einführungspreis zu tun haben. Dennoch dürften sich nicht wenige User eine etwas deutlichere Positionierung zwischen Vollversion und Nano Cortex gewünscht haben.
Weitere Informationen: https://neuraldsp.com/
