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Line 6 Helix Stadium Test

Mit dem Line 6 Helix Stadium XL erhält die Helix-Familie des amerikanischen Herstellers, der seit 2014 Teil des japanischen Yamaha-Konzerns ist, ein neues Flaggschiff im Großformat. Fast zehn Jahre nach der ersten Helix-Ausgabe kommt nun mit dem Stadium XL die nächste Generation mit grundlegenden Verbesserungen in puncto Sound, Spielgefühl und Bedienkonzept. Schon auf den ersten Blick lässt das 8“-große Display auf tiefe Einblicke hoffen. Was es sonst noch alles zu bewundern gibt und wie die neue Agoura Amp Modeling Technologie klingt, erfahrt ihr im Test.  

Line 6 Helix Stadium Test
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • 8“ Touch-Display & Scribble-Strips
  • solide Verarbeitung, gute Bauteile, roadtauglich
  • ausgezeichnetes Bedienkonzept
  • Editieren über Focus View
  • Showcase Audio-Player
  • Soundqualität der neuen Agoura Amp-Modelle
  • riesiges Angebot an Amp-Modellen und Effekten
  • variable Signalführung inkl. dualer Signalkette (Vox & Gitarre separat)
  • Mic-Eingang
  • Anschlussmöglichkeiten
Contra
  • kurze Stille beim Umschalten der Presets
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Line 6 Helix Stadium Test
Für 2.299,00€ bei

Line 6 Helix Stadium XL – Das Wichtigste in Kürze

  • Multi-Effektgerät mit Amp-Modeling
  • Mehr als 130 Amp-Modelle und über 250 Effektmodelle
  • Integriertes Expression-Pedal
  • 8“-Touch-Display
  • 12 Fußtaster mit Scribble-Strips

Teuer, aber gerechtfertigt? Das leistet das Helix Stadium XL

Eins gleich vorweg: Der Preis des Helix Stadium XL ist eine echte Ansage, denn mit zurzeit knapp 2300 Euro ist er doppelt so hoch wie der aktuelle Preis des Vorgängers im Floorboard-Design. Und auch der bietet schon 12 Fußtaster mit Scribble-Strip-Anzeige und ein Expression-Pedal. Bei unserem Testkandidaten sorgt dagegen das bereits erwähnte 8“-Touch-Display für einen positiven Eindruck. Und das nicht nur beim Editieren, sondern auch als sehr großes Tuner-Display auf der Bühne. Statt sechs stehen hier acht Regler unter dem Display zum schnellen Editieren der angezeigten Parameter bereit. Die Anschlüsse sind identisch, zeigten sich aber auch beim „alten“ Helix mit unter anderem vier Send/Return-Anschlüssen für externe Effekte recht üppig. Neu ist das Herzstück des neuen Helix Stadium XL: In seinem Inneren verrichtet ein neu entwickelter und leistungsstarker Prozessor seine Arbeit.

Die Zahlen: Über 130 Amp-Modelle und mehr als 250 unterschiedliche Effektmodelle

Bei den Amp-Modellen gibt es drei unterschiedliche Kategorien: Agoura, HX und Legacy. Der Grund ist, dass das Line 6 Helix Stadium XL auch in der Lage ist, ältere Helix-Presets mit den HX und Legacy Amp-Modellen zu laden. Insofern ist das Amp-Lager bei unserem Testgerät mit 110 Gitarrenverstärkern und 23 Bass-Amps sehr voluminös ausgestattet. Im Detail sieht es folgendermaßen aus: 

  • 19 Agoura Guitar Amp-Modelle
  • 71 HX Guitar Amp-Modelle
  • 23 Legacy Guitar Amp-Modelle
  • 6  Agoura Bass Amp-Modelle
  • 11 HX Bass Amp-Modelle
  • 6 Legacy Bass Amp-Modelle
Fotostrecke: 6 Bilder Das Helix Stadium hat über 130 Amp-Modelle und mehr als 250 unterschiedliche Effektmodelle unter der Haube.

Auch bei den Effekten ist das Angebot opulent …

…und wie gewohnt übersichtlich in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Innerhalb dieser Gruppen folgt dann die Trennung zwischen Mono, Stereo und Legacy, wobei Mono- und Stereo-Modelle mehr oder weniger identisch sind. Allerdings sind hier meines Wissens bisher keine neuen Effekte im Vergleich zur letzten Helix-Version hinzugekommen. 

  • Distortion: 44 Mono – 44 Stereo – 17 Legacy-Modelle
  • Delay: 23 Mono – 27 Stereo – 17 Legacy-Modelle
  • Reverb: 13 Mono – 13 Stereo – 12 Legacy-Modelle
  • Modulation: 24 Mono – 29 Stereo – 26 Legacy-Modelle
  • Dynamics: 12 Mono – 11 Stereo – 7 Legacy
  • EQ: 5 Mono – 5 Stereo-Modelle
  • Pitch/Synth: 11 Mono – 8 Stereo – 17 Legacy-Modelle
  • Wah/Filter: 15 Mono – 15 Stereo – 11 Legacy-Modelle
  • Volume/Pan: 2 Mono – 5 Stereo-Modelle

Laut Papierform bietet die Signalkette mit bis zu 48 gleichzeitig nutzbaren Effektmodulen ebenfalls mehr als ausreichend Kapazität. Allerdings hängt das Ganze bekanntermaßen auch davon ab, wie stark die Amp-Modelle oder Effekte den Prozessor beanspruchen. Dual-Amping ist ebenfalls möglich, allerdings kann die Auswahl sehr eingeschränkt sein, wenn man zum Beispiel zwei Agoura Amp-Modelle inklusive Cabs einsetzt.

Touch-Display, acht Encoder und schnelles Einstellen der Amp-Modelle und Effekte mit der Focus-View

Allzu eilig sollte man es nicht haben, denn das Line 6 Helix Stadium XL benötigt beim Booten ca. eine Minute, bis es spielbereit ist. Aus meiner Sicht ist das allerdings kein Drama, denn ein Röhrenamp beansprucht bekanntlich auch eine gewisse Aufwärmzeit. 

Im Mittelpunkt der Bedienoberfläche lacht uns das Display-Prachtstück in voller Farbe entgegen: Das 8“-LCD-Touch-Display ist einerseits als Anzeige beim Bühneneinsatz erstklassig, aber auch das Editieren am Gerät gestaltet sich sehr komfortabel, übersichtlich und intuitiv. Man tippt auf ein Modul in der Signalkette und kann es mit den acht Parameterreglern für Amps/Cabs und Effekte sehr genau einstellen. Neben dem Justieren einzelner Parameter über die acht Encoder gibt es auch das Editieren per Focus-View: Man tippt auf das Focus-View-Icon in der unteren Leiste und ändert mehrere Parameter für Amp-, Preamp- und die meisten Effektmodelle mit einem runden Cursor auf dem XY-Touchscreen gleichzeitig. Dabei handelt es sich um eine ausgezeichnete Art des schnellen Editierens, vor allem für diejenigen, die nicht sehr oft bestimmte Effekte bearbeiten. Für Funktionen wie Save oder zur direkten Anwahl von Amp-Einstellungen warten rechts neben dem Display spezielle Tasten. 

Das 8“-LCD-Touch-Display ist einerseits als Anzeige beim Bühneneinsatz erstklassig, aber auch das Editieren am Gerät gestaltet sich sehr komfortabel, übersichtlich und intuitiv.
Das 8“-LCD-Touch-Display ist einerseits als Anzeige beim Bühneneinsatz erstklassig, aber auch das Editieren am Gerät gestaltet sich sehr komfortabel, übersichtlich und intuitiv.

Das Bedienkonzept zum Einstellen der Sounds ist perfekt …

… und auch ohne Editorprogramm ist man schnell am Ziel. In der unteren Reihe finden sich 12 Fußtaster mit Touch-Funktion, LED-Kranz und die davor liegenden Scribble-Strips, in denen die Funktion des Tasters dargestellt wird. Eine clevere Hilfe, wenn sich die Parameter eines Tasters je nach Preset ändern können. So behält man auch dann den kompletten Überblick, wenn man zum Beispiel einen neuen Effekt in ein Modul lädt. Sofern noch ein Fußtaster frei ist, wird der Effekt diesem sofort zugewiesen. Auch das spart Zeit beim Programmieren. Ganz rechts befindet sich ein solides Expression-Pedal, das zwei Funktionen steuern kann. Ab Werk ist es als Volume-Pedal vorprogrammiert. Drückt man es etwas fester in die Toe-Position, wird die zweite Funktion aktiviert, zum Beispiel ein Wah-Effekt.

Welche Anschlussmöglichkeiten bietet das Line 6 Helix Stadium XL?

An der Rückseite sind sämtliche Anschlüsse aufgereiht. Links geht es los mit zwei TRS-Buchsen für zusätzliche Expression-Pedale oder Fußtaster. Es folgen zwei Instrumententeingänge (Klinke) und der XLR-Anschluss für ein Mikrofon. Das Helix Stadium ist in der Lage, zwei separate Signalwege zu verwalten. Wer zum Beispiel allein mit Stimme und Gitarre unterwegs ist, kann seine kompletten Sounds im Helix Stadium vorbereiten. Daneben warten die TRS-Anschlüsse der vier Effektloops auf externe Effektpedale oder die bekannte Vier-Kabel-Methode in Verbindung mit einem Gitarrenamp.

Line 6 Helix Stadium Inputs & Outputs
Der Blick auf die Rückseite mit sämtlichen Anschlüssen.

Die nächste Sektion beheimatet die Ausgänge in Form von zweimal Klinke, zweimal XLR und einem 6,3-mm-Klinke-Kopfhöreranschluss. Ganz rechts findet man einen Netzwerk-Anschluss für Variax-Gitarren, MIDI In & Out (5-Pol), S/PDIF In & Out sowie zweimal USB (A & C) zur Verbindung mit einem Computer. Einen SD-Card-Slot gibt es auch, bei dem die eingelegten Speichermedien für Audiodateien benutzt werden können, denn mit der gerade veröffentlichten OS-Version 1.2 ist der Showcase-Player am Start. 

Was kann der Showcase Player des Helix Stadium?

Wer auf der Bühne mit Backing-Tracks arbeitet, kann sich nun einen separaten Player sparen, denn das Helix Stadium kann diesen Part übernehmen. Der Showcase Player kann pro Song mit bis zu 8 Stereospuren beladen und das Signal an einen separaten Ausgang geroutet werden. Bei Bedarf lässt sich sogar der Drummer mit einem separaten Clicktrack über den Phones-Out einbinden. Mit einer großen SD-Karte ist man für einen langen Gig auf jeden Fall gewappnet. Die Spuren werden über die HX Stadium App an das Helix Stadium XL übertragen und sind dann am Gerät abspielbar. Dabei können die wichtigsten Funktionen für die Backing-Tracks vorgenommen werden: Volume der einzelnen Tracks, Solo, Mute, Marker setzen, Loop setzen und auch Songlisten können angelegt werden. Über die Transport-Funktion lässt sich der Showcase-Player dann mit den Fußschaltern bedienen (Start, Stop, Loop etc.).  

WLAN und HX Stadium App

Das Helix Stadium XL ist WLAN-fähig, was die USB-Verkabelung mit einem Computer erspart. Befinden sich Computer und Helix Stadium XL im selben Netzwerk, kann sich die HX Stadium App über WLAN mit dem Gerät verbinden und das Editieren geschieht über den Computer. Eine feine Sache, die bei mir am Mac problemlos und ohne Treiberinstallation oder Ähnliches funktioniert. Natürlich muss die kostenlose HX Stadium-App vorher von der Line 6 Website heruntergeladen und installiert werden.

Fotostrecke: 3 Bilder Das Editieren selbst gestaltet sich…

Ein weiterer Vorteil der Verbindung des Helix Stadium XL per WLAN mit einem Router und dadurch auch mit dem Internet ist der, dass man Software-Updates direkt auf das Gerät herunterladen und installieren kann. Auch das spart Zeit und manchmal auch Stress. Das Editieren selbst gestaltet sich mit der HX Stadium App wie gewohnt sehr übersichtlich, wobei die Darstellung der Parameter wahlweise als Balken oder Regler gewählt werden kann. 

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Das Line 6 Helix Stadium im Praxis-Check

Für die Aufnahmen im Praxisteil habe ich das Line 6 Helix Stadium XL direkt an das Audio-Interface angeschlossen. Es werden ausschließlich die internen Amp- und Cab-Modelle benutzt.

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Mehr Informationen

Wie klingen die neuen Agoura Amp-Modelle?

In den Factory-Presets ist bereits eine Menge an vorgefertigten Sounds mit passendem Effektsortiment angelegt, wie gewohnt bei Line 6 fertig für den Praxiseinsatz. Aber für die erste Runde wird erst einmal abgespeckt und ihr hört in den folgenden Beispielen eine Auswahl aus den neuen Agoura Amp-Modellen. Alle sind ohne Effekte, lediglich ein dezenter Room-Reverb ist dabei am Start. Die 19 neuen Amp-Modelle, an denen es absolut nichts auszusetzen gibt, bilden die typischen Klassiker von Low-Gain bis High-Gain ab, je nach Amp-Modell mit der entsprechenden dynamischen Ansprache und dem typischen Klangcharakter. Im Vergleich zu den „alten“ Modellen aus der HX- und Legacy-Reihe haben vor allem die traditionellen Amp-Modelle (Marshall, Fender, Vox, etc.) einen etwas volleren Sound und sprechen sensibler auf die Aktionen an der Gitarre an. Die Folge ist ein authentischerer Klang und ein realistischeres Spielgefühl.

Die Einstellmöglichkeiten am jeweiligen Amp-Modell entsprechen in der Regel den Originalen. Das gilt auch für die Schaltmöglichkeiten und andere Features wie zum Beispiel den Graphic-EQ des Mesa Boogie MK 2C+ (Cali 2C+). Hier ist das Modeling wirklich sehr kleinteilig und originalgetreu gelungen. Auch das Cab-Modul mit einer Auswahl von unterschiedlichen Mikrofontypen und Positionierungen hilft zusätzlich bei der Feinabstimmung. Dazu kann man per dualem Signalweg zwei Cabs (mit unterschiedlicher Mikrofonierung) an einen Amp hängen und die Cabs im Panorama leicht auf die Seiten legen, was einen schönen und etwas dreidimensionaleren Sound ergibt. Und wer es ganz breit haben möchte, nimmt zwei Amps und legt die beiden hart links und rechts ins Panorama. 

Audio Samples
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WhoWatt 103 (Les Paul Melody Maker) US Luxe Black (Stratocaster) EV Panama Red (Les Paul) Brit Plexi – Mic Check (Les Paul) US 5W Tweed (Les Paul) Essex TB30 CC (Telecaster) German Xtra Red (ES-335) US Tweedman (Stratocaster) Solid 100 (Les Paul) Brit 2203 (Les Paul) Brit Jujube (Telecaster) US Super Black (Stratocaster) Cali 2C+ – mit zwei Cabs (SG) Dual Amp: Brit 2203 & Solid 100 (Les Paul)

Flexible Bedienung über Stomp-Mode und Snapshot – Sounds mit Effekten 

Die Struktur des Helix Stadium XL ist prinzipiell nichts Neues. Man baut sich ein Preset zusammen und wählt aus bis zu 48 Effektmodulen, die man (geradlinig, parallel etc.) verschaltet. Auch externe Effekte können über die verschiedenen Send/Returns in den Signalweg eingebaut werden. Insgesamt lassen sich 512 User-Presets speichern. 

Ein kleines Manko ist die kurze Signalpause beim Umschalten der Presets, was ich persönlich aber absolut nicht als Showstopper ansehe. In der Regel wechselt man ja nicht innerhalb eines Songs das Preset. Meist hat man ein Amp-Modell (oder zwei), die man auf die Module platziert, fügt Effekte hinzu und kann dann im Pedalboard-Style einzelne Effekte ein- und ausschalten (Stomp-Mode). Oder man wählt den Snapshot-Mode an, wenn man keine Lust auf Stepptanz hat. Dort wird dann zum Beispiel das Effektarsenal für das Intro gespeichert und im Snapshot 2 dann die Zusammenstellung für den Verse, etc. Und weil man sich innerhalb eines Presets bewegt, gibt es auch keine Umschaltpausen und Reverb oder Delay klingen natürlich aus.

Wer seine Sounds akkurat und etwas aufwendiger bedienen möchte, der baut sich pro Song ein Preset und schaltet dann für die einzelnen Parts per Snapshot um. Acht Snapshots sollten auch bei längeren Songs mit unterschiedlichen Parts ausreichend sein. Und dann hat man ja immer noch den Stomp-Mode zum intuitivem Wechsel.

Das Expression-Pedal kann zwei Funktionen steuern. Ab Werk ist es als Volume-Pedal vorprogrammiert. Drückt man es etwas fester in die Toe-Position, wird die zweite Funktion aktiviert, zum Beispiel ein Wah-Effekt.
Das Expression-Pedal kann zwei Funktionen steuern. Ab Werk ist es als Volume-Pedal vorprogrammiert. Drückt man es etwas fester in die Toe-Position, wird die zweite Funktion aktiviert, zum Beispiel ein Wah-Effekt.

So klingen die Presets

In den folgenden Beispielen hört ihr zwei unterschiedliche Presets. Einmal mit Brot-und-Butter-Effekten und einem Deluxe Reverb Amp-Modell, wofür ich den Stomp-Mode aktiviert habe und einzelne Effekte ein- und ausschalte. Hier sind zwei Boost-Effekte und ein Overdrive am Start und das Stacken von Drive-Pedalen funktioniert ausgezeichnet, der Sound wird auch bei drei Drive-Pedalen nicht matschig. Die Voraussetzung ist dabei natürlich, dass man es mit der Gain-Einstellung nicht drastisch übertreibt. Im letzten Beispiel habe ich mir das Preset Dreambient vorgeknöpft und einige vorgefertigte Snapshots mit unterschiedlichen Effektkombinationen gespielt. Auch das funktioniert erstklassig, wobei hier auch etwas üppigere Effektsounds zu hören sind. An der Auswahl der Effekte gibt es ebenfalls nichts auszusetzen: Von den gemodelten Klassikern (Elephant Man, Arbitrator Fuzz etc.) bis zu Eigenkreationen wie den Glitz oder Ganymede Reverbs ist wirklich sehr viel im Angebot. Und alles in sehr guter Klangqualität, selbst bei hoher Anzahl von Effekten wird der Sound nicht undifferenziert. 

Audio Samples
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Pedalboard: Tape Slap (SG) Pedalboard: Overdrive & Boost (SG) Pedalboard: Arbitrator Fuzz (SG) Pedalboard: Tremolo – Chorus/Vibrato (SG) Pedalboard: Analog Delay – Elephant Man (SG) Preset Dreambient mit versch. Snapshots (Starplayer TV)

Das Line 6 Helix Stadium XL im Band-Arrangement

Zum Abschluss hört ihr das Line 6 Helix Stadium XL im Band-Arrangement mit einigen von den neuen Agoura Amp-Modellen. Alle Gitarren-Tracks und der Bass wurden mit dem Gerät direkt in das Audio-Interface aufgenommen. 

Audio Samples
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Line 6 Helix Stadium XL im Band-Arrangement
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Fazit

Das Line 6 Helix Stadium XL ist ein konsequent weiterentwickeltes Flaggschiff der  Helix-Serie. Die neue Agoura-Amp-Modeling-Technologie liefert gegenüber den bisherigen HX- und Legacy-Modellen ein hör- und spürbares Plus an Dynamik, Ansprache und Authentizität, insbesondere bei klassischen Amp-Typen. Die große Auswahl an Amp- und Effektmodellen, die große Routing-Flexibilität sowie die Bedienmöglichkeiten im Stomp-Mode oder mit den acht Snapshots machen das Gerät zu einer sehr leistungsfähigen All-in-One-Lösung für Bühne und Studio.

Das neue 8“-Touch-Display und die klar strukturierte Bedienoberfläche sorgen für eine komfortable und schnelle Programmierung direkt am Gerät. Dazu erweitern WLAN-Anbindung, HX Stadium App und der integrierte Showcase-Player den Funktionsumfang deutlich. Allerdings hat diese gehobene Ausstattung auch ihren Preis und der ist mit rund 2300 Euro recht stattlich. Aber das muss natürlich immer jeder selbst abwägen. Insgesamt richtet sich das Helix Stadium XL klar an Anwender, die maximale Flexibilität, moderne Features und ein hohes Maß an Klangqualität suchen und bereit sind, dafür auch entsprechend zu investieren.

Saftiger Preis, aber überzeugend: Das neue All-in-One-Flaggschiff mit großer Soundvielfalt und modernem Bedienkonzept.
Saftiger Preis, aber überzeugend: Das neue All-in-One-Flaggschiff mit großer Soundvielfalt und modernem Bedienkonzept.
  • Hersteller: Line 6
  • Modell: Helix Stadium XL
  • Typ: Multi-Effektgerät mit Amp Modeling
  • Regler und Schalter: 12 frei zuweisbare Fußschalter, 8 Endlos-Encoder zur Parametereinstellung, Expression-Pedal mit Schalter
  • Anschlüsse: XLR-Mikro, Instrument 6,3 mm Klinke, 8 x Effektschleife 6,3 mm Klinke,
  • Steuerung 6,3 mm Klinke, Ausgang: 2x XLR, Line-Ausgang: 6,3 mm Klinke, Kopfhörer 6,3
  • mm Stereoklinke, S/PDIF-Ein-/Ausgang, MIDI (Ein, Aus/Thru): Dual 5-polig DIN,USB A,
  • USB C
  • Amp Modelle: 134
  • Effekt Modelle: 274
  • Effekt Module gleichzeitig: max. 48 (prozessorabhängig)
  • Display: 8“ LCD
  • Firmware: Helix Stadium 1.2
  • Speicher: 64 Factory Presets, 512 User Presets
  • Maße: 492 x 262 x 110 mm (B x T x H)
  • Gewicht: 5,3 kg
  • Verkaufspreis: 2.299,00 Euro (Dezember 2025)

Herstellerseite: https://line6.com

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Profilbild von skinner

skinner sagt:

#1 - 26.12.2025 um 02:45 Uhr

1

Ich finde, dass die Verbindung nur noch über WLan geht, eine Frechheit. Ich hatte nie Problemem damit die Updates runterzuladen und zu installieren. Das WLan kann beim Update mal unterbrechen, was dann? Außerdem, wie geschütz ist das Stadium gegen Angriffe über das WLan? Das ich den Helix nicht mehr über USB an den Helix zum Editieren verbinden kann, ist auch eine Frechheit. Ich brauche Touchscreen nicht. Ich mache alles über den Rechner, Das geht am Besten! Das ist für mich kein Zugewinn. Im Fazit ist zu lesen: "...Dynamik, Ansprache und Authentizität, insbesondere bei klassischen Amp-Typen. " Das ist doch ein echter Voodoo-Spruch. Was sind denn "klassische Amp-Typen"? Was heißt denn "Authenzität, Dynamik und Ansprache?" Wie vergleicht man dann das oder hat der Tester das alles für alle Amps im Kopf? "Authenzität" also wirklich, wenn einem nichts mehr einfällt, schreibt man das. So was von schwammig aber auch und ohne jeglichen Wert. Das ist Lyric! Ich habe hier eher den Eindruck, dass Marketing geschwaffelt reproduziert wurde. Die Soundbeispiele sind eh für die Katz, wenn sie nicht endlich mal standartsiert werden. Hier produzieren sich nur Gitarristen. Der Wert der Aussagen ist dagegen ist ebenfalls Null. Was ist "Ansprache"? Lese ich ständig und konnte es nie nachvollziehen. Worthülsen! Das Fazit ist einfach nur Blech! Zumal das erste Helix schon komplexe Routings beherrschte usw. Zwischen den Alten und dem neuen Helix liegen satte 1500 Euro Differenz. Da die Anbindung für die Variax noch absurd teuer zugekauft werden muss und extern rumliegt. Vorher konnte man die Variax noch komfortabel ins Setting einbinden. Das ist jetzt weg. Zwischen der grandiosen ersten Vorstellung bis zum tatsächlichen Erscheinen des Stadium sind viele Monate vergangen, Monate, die Zeit boten zu überlegen. Der hohe Preis und auch die hohe Differenz zum alten Helix hat bei mir dazu geführt, das Gerät nicht zu kaufen. Es lässt mich völlig kalt. Die 1500 Aufpreis stellen sich mir gegenüber dem gebotenen nicht dar. Das Helix Floor macht mir immer noch Spaß und klingt super. Das Helix Stadium ist lediglich nur ein Aufguß - in Teilen zudem auch noch ein schlechter - und dafür eben ein völlig durchgeknallt im Preis. Das ist reine Gewinnabschöpfung Zumal in den USA das Gerät viel billige ist. Ich habs auch nicht mit dem Geltungskonsum. Wenn ich was überlege, ist es eher ein Kemper. Ich habe absolut keine Lust mehr auf USA. Die können ihren Krams behalten.

    Profilbild von Rainer

    Rainer sagt:

    #1.1 - 05.01.2026 um 09:41 Uhr

    0

    Im Manual steht, dass man den Editor wahlweise über WLAN oder USB nutzen kann . Diese sogenannte „Frechheit“ trifft daher nicht zu😉

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skinner sagt:

#2 - 26.12.2025 um 02:59 Uhr

1

Noch vergessen: "solide Verarbeitung, gute Bauteile, roadtauglich" Wie testet man denn "solide Verarbeitung") Was sind denn "gute Bauteile"? Alles auseinandergebaut und getestet? Das ominöse immer wieder zulesene "roadtauglich" kann ich schon nicht mehr hören. Fronteinsatz wäre ja mal eine nicht minder Aussage ohne Kraft. Wie ist den das Spezifiziert? 10x an die Wand geworfen oder Kompanie drübergelaufen? Was bedeutet das? ich kann nur sagen, dass ein, zudem auch so großes und ungeschütztes, Display nicht im Geringsten "roadtauglich" ist. Fällt was drauf, dann war es das. Dann ist der Helix für die Tonne. Das kann auch zu Hause passieren und damit nicht on the road. Ungeschützte Displays haben eigentlich auf dem Boden nichts zu suchen. 2300 Euro und die bekommen es nicht hin das Display zu schützen. und hier wird was von "roadtauglich" erzählt. Passt für mich nicht.

Profilbild von Rainer

Rainer sagt:

#3 - 26.12.2025 um 14:49 Uhr

0

Das Teil wirkt auf mich wie der letzte Versuch eines Dinos vor dem Aussterben. Ich habe mir die Agora Beispiele im Kopfhörer angehört. Das haut mich alles nicht vom Hocker .. und auch bei anderen nicht. Hier wird eine „ Lichtorgel“ mit funktional Overload über einen Influencer Tsunami vermarktet … und wenn man dahinter schaut macht es Soundmäßig … BLUBB … Nimm den alten Helix … gib ihm den Touchscreen und erfinde ein neues Wort namens Agora … und dann lass zahlen … Ich bin deshalb so irritiert weil das Teil von der Klangqaulität auf den ersten Blick nix besser macht .

Profilbild von Rainer

Rainer sagt:

#4 - 26.12.2025 um 14:58 Uhr

0

Ich habe mir jetzt noch das 20 min YouTube Video angeschaut Das ist wesentlich detaillierter und aussagefähiger .. und auch besser!

Profilbild von Bernhard

Bernhard sagt:

#5 - 29.12.2025 um 23:19 Uhr

1

… bei solch qualifizierten Kommentaren fühlt man sich fast genötigt, auch was zu schreiben. Ich bin vom Kemper auf Helix umgestiegen, weil mir das Handling besser gefallen hat. Die aktuellen Geräte sind bei allen Herstellern mittlerweile so gut, dass hier jeder seine Sounds finden kann und das am Ende einfach jeder für sich entscheiden muss. Insofern bin ich da völlig leidenschaftslos. Ich bin jetzt seit Jahren glücklich mit dem Helix unterwegs und mit jedem Update und zunehmender Erfahrung wurden auch meine Sounds wirklich gut und ich habe mich gefragt, was soll besser werden? Seit Weihnachten ist der neue Helix zuhause, ich habe mir meine alten Sounds rübergespielt und mit den neuen Amp-Models gepimpt. Wenn man den Unterschied mal gehört hat, kann man darüber urteilen. Allerdings bevorzuge ich IR‘s. Mein erster Eindruck ist, dass hier doch noch ein spürbarer Sprung nach vorne gelungen ist und gefühlt klangen meine bisher geliebten Sounds vom alten Helix im A/B-Vergleich plötzlich deutlich schlechter. Die Bedienung ist deutlich besser und auch das WLAN ist viel komfortabler. Über den Preis kann man diskutieren, aber bei Markteinführung ist ja fast alles etwas grenzwertig bepreist. Auch das muss am Ende jeder für sich entscheiden. Bevor man aber etwas schlecht redet, sollte man so ein Gerät mal ausgiebig getestet haben.

    Profilbild von Rainer

    Rainer sagt:

    #5.1 - 01.01.2026 um 22:59 Uhr

    0

    Also wütend ist hier niemand. Aber …. Ich habe mir die Amps von der FW 1.2 in einem Video angehört und bin mir nicht zu schade, meine Sicht ein wenig zu revidieren. Diese Amps klingen klasse! Ich muss mich also noch etwas mehr mit dem Teil befassen

    Antwort auf #5 von Bernhard

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Doomsday sagt:

#6 - 30.12.2025 um 10:48 Uhr

0

Die wütenden Kommentare hier dürften von frustierten (und kindischen) Helix-1-Besitzern stammen, deren Hardware nun obsolet geworden ist. Digital altert halt meistens schlecht. Kann man aber auch ignorieren, ich benutze ab und zu immer noch meinen POD 2.0. Ich habe mir übrigens nach einer eher enttäuschenden Erfahrung mit dem Boss GX 10 (zum Üben prima, aber fast alles klingt zu sauber und studiolike) einen JTM 20 Head samt 2x12 Box ins Wohnzimmer gestellt, der wird auch noch gut klingen, wenn der Helix Arena Geschichte sein wird. Das Review ist allerdings wirklich oberflächlich geschrieben und ist faktisch Werbung.

    Profilbild von skinner

    skinner sagt:

    #6.1 - 30.12.2025 um 20:06 Uhr

    0

    Ich sehe hier nicht, wo Wut in den Kommentaren zu finden. Eher Kritik und persönliche Meinung. Menschen, die Kritik üben, als "frustriert" zu bezeichen, ist einfach nur langweilig standartisierter Reflex…gähn. Der genannte Begriff "kindisch" erschließt sich mir hier nicht. Auch die Logik, dass Helix 1 Besitzer, die den neuen Helix ,vorallem wegen des Preises, nicht prickelnd finden (zumal der in den USA wesentlich niedriger ist), das nur tun, weil sie von ihrem Helix 1 frustriert sind, kann ich nicht recht nachvollziehen. Eher sollten doch die das Upgrade fantastisch finden.Wer angeblich von seinem Gerät frsustriert ist, freud sich doch auf Abhilfe und ist nicht angeblich "wütend" darüber. Sie fanden die Klänge ihrer Modeller zu "Studio like". Was immer das bedeutet. Aber alle Aufnahmen, die wir hören, kommen aus dem Studio. Auch die vom JTM 20. Dann ist das alles also Mist? Wenn man ein Eigenheim hat, kann man sich ja so ein Half Stack hinstellen aber im Mehrfamilienhaus wohl nicht. Es sei denn, die Mitmeschen sind einem völlig egal. Außerdem stelle ich mir nicht so ein schwarzes Monstrum ins Zimmer. Sieht für mich furchtbar aus. Da ist doch ein Pod Go viel handlicher und unauffälliger. Aber das kann jeder machen wie er möchte aber ich würde so jemand nicht als "kindisch" oder anderweitig beleidigend bezeichnen, wie sie auf andere Bedürfnisse reagieren. Beleidigung ist nicht Meinung und diese zu respektieren, sondern schlechter Stil, wie ich finde. Außerdem ist der Stromverbrauch und das enorme Gewicht dieser Technikfossile gewaltig. Wo gibt es denn den "Helix Arena"? Was bdeutet "Geschichte ist"? Wenn der Helix 1 nicht mehr gebaut wird, werde ich den auch so lange erklingen lassen bis er kaputt ist. Niemand wird auf der Bühne, im Bandkontext oder in der Aufnahme einen JTM von einem Helix, Kemper, Cortex unterscheiden können. Ohne Zweifel hat so ein Half Stack was fürs Auge zu bieten.

    Antwort auf #6 von Doomsday

    Antworten Melden Empfehlen
Profilbild von Rainer

Rainer sagt:

#7 - 14.01.2026 um 10:39 Uhr

0

Hallo Thomas, Wie hast Du denn den Helix an das Interface angeschlossen? Mein RME erkennt die S/PDIF nicht und schaltet automatisch auf interne Wordclock , obwohl die Abtastrate identisch ist. Laut Helix Manual soll dieser ja als Master fungieren…, klappt aber nicht. Mein OXAMP wird z.B. sofort erkannt …

    Profilbild von Thomas Dill

    Thomas Dill sagt:

    #7.1 - 14.01.2026 um 11:51 Uhr

    0

    Hallo Rainer, ich habe das Helix über den Main Out an das Audio Interface angeschlossen.

    Profilbild von Thomas Dill

    Thomas Dill sagt:

    #7.2 - 14.01.2026 um 12:02 Uhr

    0

    Kleiner Nachtrag. Manchmal hilft das...auch heutzutage noch: Alles ausschalten, Kabel verbinden, Helix zuerst einschalten, dann Audio Interface und Computer.

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