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01.11.2012
Test

Millenium MPS 500 E-Drum Set Test

E-Drum Set

Günstig und gut?

Mittlerweile sind einige "billige" E-Drumsets von verschiedensten Herstellern auf dem Markt. Das Millenium MPS-500 ist ein preisgünstiges Set des Musikversandgiganten Thomann. 

Ist das eher ein Gummispielzeug oder doch ein Musikinstrument? Das ist wohl die grundsätzliche Frage, die man sich beantworten sollte, bevor man in die Welt der elektronischen Schlagzeuge eintaucht. Natürlich gibt es mittlerweile E-Drum Kits von renommierten Herstellern, die nur noch wenig Wünsche in Sachen Spielgefühl, Soundqualtiät der Samples und der generellen Verarbeitung offen lassen. Nur wenn man nicht gerade kürzlich geerbt hat oder einen Gewinn im Lotto aufweisen kann, wird es wohl schwierig werden, das nötige Kleingeld für so ein "Flaggschiff" aufzutreiben. Da stellt sich doch die Frage: Geht das nicht einfach etwas günstiger?
Was das preisgünstige Millenium MPS-500 von Thomann kann, erfahrt ihr hier, denn wir haben es getestet!

Details

Ich empfange das MPS 500 perfekt verpackt in einem 1x1x0,4 m großen Karton. Nach dem Auspacken - gefühlt sind das in etwa die gleichen Emotionen wie am heiligen Abend unterm Weihnachtsbaum - stecke ich die beiden Beine in das schon fertig zusammengeschraubte Aluminiumrack. Das ist selbst für mich als Technikniete kein Problem. Trotzdem will ich zur Sicherheit in die Bedienungsanleitung gucken, um nicht wieder ähnliche Fehler wie bei der letzten IKEA- Schrankmontage zu begehen und mich somit einer mittleren Katastrophe zu entziehen. In der mitgelieferten Bedienungsanleitung wird auf eine extra Set-Aufbauanleitung hingewiesen, die ich leider trotz langer Suchphase kurz vor der Verzweiflung stehend nicht finden kann. Scheinbar ist sie in dieser Lieferung nicht enthalten. Prinzipiell ist der Zusammenbau kein Problem, trotzdem könnte der ungeübete E-Set-Mechaniker durchaus auf ein paar Fragezeichen stoßen...

Im Lieferumfang enthalten ist das schwarz lackierte Aluminiumrack, drei Tom-Pads, das Snare-Pad, Ride-, Crash- und Hi-Hat-Pad plus Controlpedal für die Hats sowie ein Bassdrum-Pad samt Pedal. Das Herz des Sets bildet das Millenium MPS-500 Soundmodul. Zusätzlich komplettiert den Lieferumfang die Verkabelung, welche die einzelnen Pads mit dem Soundmodul verbindet.

Die Tompads und das Basspad sind Monotrigger, während die beiden Becken und die Hi-Hat eine Stereotriggerversion darstellen. Die Besonderheit ist unumstritten das Snarepad. Es ist als Stereotrigger ausgewiesen, wobei der Rahmen des Pads nochmals in zwei Zonen unterteilt ist. Somit lassen sich zwei verschiedene Rimsounds realisieren! Obendrein weist das Snarepad im Vergleich zu den Toms eine andere Oberfläche auf, wodurch das Spielgefühl deutlich verbessert wird. Die Unterteilung des Rimtriggers ist mit einer grauen Markierung gekennzeichnet.

Beim MPS-500 ist ein einfaches Single-Bassdrumpedal enthalten. Das Soundmodul ist in seiner Ausführung kompakt und findet ebenfalls am Rack seinen Platz. Es ist mit einem Kopfhöreranschluss, einem Line-In und einem Line-Out Anschluss ausgestattet. Die einzelnen Kabel der Triggerpads sind auf einem SUB-D Stecker zusammengefasst Dies vereinfacht die Verkabelung enorm.

Zusätzlich ist das Soundmodul mit einer USB-Buchse ausgestattet, mit der die Verbindung zu MAC oder PC problemslos hergestellt werden kann und somit auch das Zugreifen auf externe Samples und Plugins möglich gemacht wird. Ein herkömmlicher MIDI-Anschluss ist nicht vorhanden. Insgesamt beinhaltet das MPS-500 Soundmodul 418 Sounds, die in 50 vorgefertigten Preset-Drumkits Anwendung finden. Zusätzlich können 30 individuelle Benutzer-Drumkits konfiguriert und gespeichert werden. 52 Preset-Songs machen es möglich, von der ersten Minute an mit Band zu trommeln. Zusätzlich bietet das Soundmodul 10 Benutzerspeicherpätze, in denen das eigene Schlagzeugspiel aufgenommen werden kann. Das beleuchtete, übersichtliche Display und die ebenfalls beleuchteten Buttons machen die Bedienung selbst in der dunkelsten Probekammer möglich. Ein Dreh-Button macht das Navigieren leicht und bequem. Zusätzlich ist jeder Trigger als eigener Button am Modul ausgeführt, wodurch ganz schnell auf den jeweiligen Sound des Pads zugegriffen werden kann. Beim integrierten Metronom lässt sich auch die Taktart blitzschnell verändern. Durch den Line In kann zu externen Audioquellen gespielt werden.

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