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Zoom Q8n-4K Test

Fazit

Die Firma Zoom bietet mit dem Q8n-4K einen gut händelbaren und kompakt gebauten portablen 4K-Videorecorder. Die Audioaufzeichnung war, wie von den Field Recordern aus dem Hause Zoom zu erwarten, von sehr guter Qualität. Hier bietet das Modell den gewohnten Standard und einen üppigen Funktionsumfang. Leider konnte die Firma Zoom meiner Meinung nach mit dem Q8n-4K nicht an ihre Erfolge, die in der Vergangenheit mit den diversen Audio-Field-Recordern geleistet wurden, anknüpfen. Die Videoqualität hat mich beim praktischen Test nicht wirklich zufriedengestellt. Bei schlecht ausgeleuchteten Motiven bzw. Szenarien neigte der Zoom Q8n-4K zum Bildrauschen. Für den aufgerufenen Preis von 399 Euro könnte man diesbezüglich durchaus eine bessere Qualität erwarten. Das Display ist für meinen Geschmack ein wenig zu klein geraten und ich finde es schade, dass sich der Screen lediglich um 180° nach vorne Klappen lässt. Das ist in der Praxis in einigen Situationen unvorteilhaft. Bei gut ausgeleuchteten Szenarien allerdings lieferte der Recorder durchaus brauchbares Material.

Streamer oder Video-Podcaster sollten den Zoom Q8n-4K mal antesten, da er auf diesen Einsatzbereich zugeschnitten ist. Positiv stellt sich zudem die kompakte Bauform dar, denn somit ist das Gerät ein idealer Begleiter für Tour-Tagebücher von Bands, DJs etc. Alles in allem reicht es so am Ende für 3,5 Sterne.

*Features & Spezifikationen Zoom Q8n 4K

  • Handy Video Recorder
  • 4K-Video- und 4-Spur-Audiorecorder
  • auswechselbare Mikrofonkapsel
  • XY Stereo-Mikrofon XYQ-8 (120° Aufnahmewinkel, 120 dB max. SPL)
  • 2 Mikrofon/Line-Eingänge (XLR, +48 V Phantomspeisung zuschaltbar)
  • High Dynamic Range (HDR)-Aufnahmen zur Reduzierung von Schwarz-Weiß-Unschärfe
  • Objektiv mit Lichtstärke 2.8 und 150° Weitwinkel für hellere, breitere Bilder
  • 5 Szeneneinstellungen (Auto / Innen / Außen / Nacht / Konzertlicht) und 3 Helligkeitseinstellungen
  • 2″-Farb-LCD-Monitor, drehbar um 180°
  • 5 Effekte zur Verbesserung der Aufnahmequalität (Limiter / Compressor / Leveler / DeEsser / NoiseGate) und zuschaltbarer Low-Cut-Filter
  • USB-Anschluss zur Verwendung als PC/Mac-Webcam für Live-Streaming (HD1080p-Qualität, 16 Bit/48 kHz Audioqualität)
  • HDMI-Ausgang (kompatibel mit NTSC und PAL)
  • Video-Auflösung: 4K, HD1080p, HD720p
  • Video-Format: MPEG-4 AVC / H.264 (MOV)
  • Audioformat: WAV, max. 24 Bit/96 kHz
  • Line/Kopfhörer Stereo-Ausgang: 3,5-mm-Klinke
  • USB-C Port
  • eingebauter Lautsprecher mit 300 mW
  • Stromversorgung über wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku (Zoom BT-03) oder Netzteil (Zoom AD-17, nicht im Lieferumfang enthalten)
  • unterstützt microSD- / microSDHC- / microSDXC-Karte (max. 512 GB)
  • Fernsteuerung über iOS-App “Q8n Control” (erfordert Zoom BTA-1 Bluetooth-Adapter, nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Abmessungen (L x B x H, eingeklappter Mikrofonarm): 159 x 68 x 65 mm
  • Gewicht (inkl. Akku): 367 g
  • inkl. Akku, Windschutz, Objektivschutzkappe, Blendschutzhaube und USB-Kabel (Typ A auf C)
  • Preis: 399 Euro (UVP)
Unser Fazit:
3,5 / 5
Pro
  • Audioqualität
  • Gewicht
  • wechselbare Mikrofonkapsel
Contra
  • Display und Videoqualität
  • kein manueller digitaler Zoom
  • Verarbeitung
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Zoom Q8n-4K Test
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getoba sagt:

#1 - 04.01.2023 um 19:24 Uhr

1

Ich kann die Einschätzung hier weitestgehend bestätigen - allerdings mit einer kleinen aber gewichtigen Ausnahme: Für die Aufnahme von Konzerten ist die Q8n4K leider schlechter geeignet als ihre direkte Vorgängerin Q8. Die konnte noch mit einem Grenzschalldruck von satten 140 dB glänzen, während die "große" Q8n4K schon ab 120 dB anfängt zu verzerren. Dieser Wert wird aber bei Rockkonzerten durchaus schon mal erreicht. Zwar kann man im Audiomenü einen Limiter hinzuschalten, was aber die Dynamik der Aufnahme insgesamt einengt. Bei den beiden Zoom Q8 Modellen muss man sich also zwischen Videoleistung (die zumindest für den OpenAir-Bereich garnicht übel ist) und Laustärkefestigkeit entscheiden. Es besteht zwar die Möglichkeit die Q8n4K mit einem anderen - standfesteren - Mikrofonset (z.B. XYH-5) auszustatten, dabei geht aber zum einem der Schutzkäfig verloren (den man gerade bei Aufnahmen im Zuschauerraum zu schätzen wissen dürfte) und zum anderen erhöht sich dadurch der Kostenfaktor um weitere ca. 90 Euro, so daß man dann bei ungefähr 480 € ankommt. Daher mein Fazit: wer in erster Linie gute Tonaufnahmen haben möchte und wem 30 fps bei FHD-Auflösung reichen, der ist mit der einfachen Q8 (die es bereits für etwas unter 200 € gibt) vermutlich besser bedient. Für die Erstellung YouTube-Videos reicht die allemal. Warum man der Q8n4K ein schlechteres Mikrofon als der deutlich preiswerteren Q8 verpasst hat, wird wohl ein ewiges Geheimnis von Zoom bleiben.

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