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Welches ist das Beste Led Zeppelin Album? Alle Led Zeppelin Alben im Ranking

Über Led Zeppelin zu schreiben heißt, über eine Band zu schreiben, die praktisch ohne Aufwärmphase auf die Bühne kam und sofort alles in Brand setzte. Andere Gruppen mussten sich finden. Led Zeppelin klangen vom ersten Album an, als hätten sie das Stadion bereits gekauft. Natürlich ist selbst bei einer so beeindruckenden Diskographie nicht alles gleich monumental. Manche Alben sind nahezu makellos. Andere sind sehr gut. Und ein paar sind interessant, aber nicht ganz auf dem Gipfel. Hier also ein Ranking der Studioalben von „Led Zeppelin“ bis „In Through the Out Door“, ohne Denkmalpflege, aber mit Respekt.

Shutterstock / Bruce Alan Bennett

8. War „In Through the Out Door“ seiner Zeit voraus?

„In Through the Out Door“ klingt spürbar anders als die früheren Led Zeppelin Alben. Synthesizer treten deutlich stärker in den Vordergrund, das Klangbild wirkt glatter und stellenweise fast popnah. Für eine Band, die den Hard Rock mitdefiniert hat, war das ein überraschender Schritt.

„In the Evening“ verbindet noch klassische Wucht mit neuen Klangfarben, während Songs wie „Fool in the Rain“ eine ungewohnte Leichtigkeit zeigen. Die großen, monumentalen Riffs früherer Jahre stehen hier nicht mehr im Mittelpunkt. Stattdessen experimentiert die Band mit Struktur und Atmosphäre. Nicht jedes Experiment überzeugt, doch man hört eine Gruppe, die sich weiterentwickeln wollte. Gerade deshalb bleibt dieses Album interessant, auch wenn es im direkten Vergleich nicht die Wucht der großen Klassiker erreicht.

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7. „Presence“ (1976)

„Presence“ entstand unter schwierigen Umständen. Robert Plant hatte kurz zuvor einen schweren Autounfall erlitten und nahm Teile des Albums im Rollstuhl auf. Diese Situation hört man dem Album an. Seine Stimme wirkt stellenweise weniger kraftvoll, manchmal etwas zurückgenommen, und steht nicht immer so präsent im Vordergrund wie auf früheren Veröffentlichungen. Musikalisch wirkt das Album konzentrierter und weniger experimentell als „Physical Graffiti“ oder „Houses of the Holy“. Die Band setzt stärker auf geradlinige Riffs und klassische Hard-Rock-Strukturen. Große stilistische Ausflüge bleiben aus. Gleichzeitig ist die Instrumentalarbeit weiterhin auf hohem Niveau. Das Schlagzeug klingt druckvoll, die Gitarrenarbeit präzise und wuchtig.

„Presence“ ist kein kreativer Höhepunkt, aber ein solides Album einer Band, die trotz schwieriger Umstände professionell und fokussiert arbeitet. Im Vergleich zu den monumentalen Vorgängern wirkt es kleiner, doch es bleibt ein respektabler Teil der Led-Zeppelin-Diskographie.

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6. „Houses of the Holy“ (1973)

„Houses of the Holy“ gehört zu den Alben, über die Fans bis heute streiten. Für manche ist es eines der besten Werke der Band, für andere fehlt der durchgehende Zug früherer Veröffentlichungen. Beides ist nachvollziehbar. Mit „No Quarter“, „The Song Remains the Same“ und „The Ocean“ enthält das Album einige echte Highlights. Gleichzeitig wagt die Band stilistische Ausflüge in Funk und Reggae, die nicht jeden überzeugen. Diese Experimente zeigen Mut, wirken aber nicht durchgehend zwingend.

Im Vergleich zu „Led Zeppelin IV“ oder „Physical Graffiti“ fehlt hier ein Stück Geschlossenheit. „Houses of the Holy“ ist kreativ und abwechslungsreich, aber nicht jede Idee zündet auf dem gleichen Niveau. Deshalb landet es im Mittelfeld dieses Rankings, respektabel, aber nicht monumental.

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5. Wie revolutionär war das Debütalbum „Led Zeppelin“ (1969) wirklich?

Das Debüt von Led Zeppelin klingt, als wäre die Band bereits vollständig geformt auf die Welt losgelassen worden. Kaum eine andere Gruppe startete mit einer derart selbstbewussten Mischung aus Härte, Dynamik und Blues-Intensität. „Dazed and Confused“ und „Communication Breakdown“ setzen sofort Maßstäbe.

Trotzdem hört man hier noch eine gewisse Unfertigkeit. Die Produktion ist roh, nicht makellos, die Performances nicht immer ganz sauber. Manche Songs wirken stärker als andere, und der Blues-Einfluss ist teilweise sehr direkt übernommen. Es ist ein kraftvoller Auftakt, aber im Vergleich zu späteren Alben fehlt noch die klangliche Präzision und kompositorische Geschlossenheit. Für ein Debüt ist „Led Zeppelin“ beeindruckend. Innerhalb dieser außergewöhnlich starken Diskographie reicht es dennoch nicht ganz für die oberen Plätze.

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4. „Led Zeppelin II“ (1969)

„Led Zeppelin II“ wirkt wie das selbstbewusstere Geschwisteralbum des Debüts. Noch immer rau, noch immer nicht perfekt produziert, aber spürbar entschlossener. Der Bass klingt stellenweise fast übersteuert, Gitarrensoli sind nicht immer geschniegelt, und Robert Plant singt mit einer Intensität, die manchmal an die Grenze geht. Diese Ungebremstheit macht jedoch einen großen Teil des Reizes aus. „Whole Lotta Love“ ist nicht nur ein Hit, sondern ein Statement. „Heartbreaker“ lebt von seinem rohen Mittelteil, der kaum poliert wirkt und gerade deshalb hängen bleibt. Im Vergleich zum ersten Album ist das Songwriting eigenständiger und weniger stark an klassische Blues-Vorlagen angelehnt.

„Led Zeppelin II“ ist noch nicht fehlerfrei, aber es zeigt eine Band, die ihre Identität schärft. Mehr Druck, mehr Selbstvertrauen, weniger Zurückhaltung. Innerhalb der Diskographie bleibt es ein sehr starkes Frühwerk, auch wenn die absolute Perfektion erst später erreicht wird.

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3. „Led Zeppelin III“ (1970)

Mit „Led Zeppelin III“ wird deutlich, wie schnell sich diese Band entwickelt hat. Zwischen dem rohen Debüt, dem noch immer ungeschliffenen zweiten Album und diesem dritten Werk liegt hörbar ein Qualitätssprung. Die Produktion ist wesentlich sauberer und luftiger, die Songs klingen dynamischer, klarer, präziser. Wo auf den ersten beiden Alben noch kleinere Unsauberkeiten oder produktionstechnische Rauheiten zu hören waren, wirkt hier vieles ausgereift.

„Immigrant Song“ ist das offensichtlichste Beispiel für diese neue Präzision. Das Riff ist explosiv, fast schon bombastisch, und bleibt trotzdem klar strukturiert. Die Wucht entsteht nicht aus Chaos, sondern aus Kontrolle. Genau das unterscheidet „Led Zeppelin III“ von seinen Vorgängern. Die Energie bleibt erhalten, aber sie wird gebündelt. Gleichzeitig schließt sich auf diesem Album die Lücke zwischen den harten Rockstücken und den ruhigeren Momenten. Die akustischen Passagen wirken nicht mehr wie Kontrastprogramm, sondern wie gleichwertige Bestandteile des Gesamtsounds. Auch im Songwriting ist eine stärkere Eigenständigkeit zu hören. Der Einfluss des Blues ist weiterhin präsent, aber weniger offensichtlich übernommen und stärker in eine eigene Klangsprache integriert.

„Led Zeppelin III“ ist nicht das ambitionierteste Album der Band und nicht das monumentalste. Aber es ist das erste Werk, auf dem alles wirklich zusammenfindet. Produktion, Performance und Komposition greifen hier so selbstverständlich ineinander, dass dieses Album einen entscheidenden Entwicklungsschritt markiert. Deswegen landet es in diesem Ranking auf einem starken dritten Platz.

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2. „Led Zeppelin IV“ (1971)

„Led Zeppelin IV“ ist der Moment, in dem Led Zeppelin ihre klassische Hard-Rock-Formel endgültig perfektionieren. Nach dem Entwicklungsschritt auf „III“ wirkt hier alles fokussiert, kontrolliert und gleichzeitig kraftvoller denn je. Die Produktion ist klar, druckvoll und räumlich, jede Instrumentenspur sitzt genau dort, wo sie hingehört.

„Black Dog“ eröffnet mit einer Selbstverständlichkeit, die fast einschüchternd wirkt. „Rock and Roll“ ist pure Energie in kompakter Form. Und „When the Levee Breaks“ zeigt, wie monumental Schlagzeug und Raumklang wirken können, wenn alles stimmt. Selbst wer „Stairway to Heaven“ schon tausendmal gehört hat, kommt schwer an der Tatsache vorbei, dass dieser Song handwerklich nahezu perfekt aufgebaut ist.

Was dieses Album so stark macht, ist seine Konsequenz. Es bleibt geradlinig, bleibt im Hard Rock verankert und reizt dieses Format bis an die Grenze aus. Im Vergleich zu späteren Alben ist es weniger exzessiv, weniger experimentell, aber genau deswegen funktioniert es so gut. Als kompaktes, direktes Rockalbum ist „Led Zeppelin IV“ nahezu unangreifbar. Dass die Band danach stilistisch weiterging und experimenteller wurde, spricht nicht gegen dieses Album, sondern zeigt vielmehr, dass sie wussten, wann eine Formel perfektioniert war. In diesem Ranking landet es knapp hinter „Physical Graffiti“, weil es weniger ambitioniert ist, aber in seiner eigenen Disziplin gehört es zu den besten Rockalben aller Zeiten.

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1. Warum wird „Physical Graffiti“ (1975) oft als das beste Led Zeppelin Album bezeichnet?

Wenn man in der Led Zeppelin Diskographie nach dem Punkt sucht, an dem alles zusammenkommt, landet man fast zwangsläufig bei „Physical Graffiti“. Dieses Album ist nicht nur lang, es ist ambitioniert im besten Sinne. Über 80 Minuten Musik, und trotzdem entsteht kaum das Gefühl von Überladung. Vielmehr wirkt es wie ein Panorama dessen, was die Band bis dahin gelernt und perfektioniert hat.

Schon der Opener „Custard Pie“ macht klar, dass hier Groove und Druck Hand in Hand gehen. Und dann „Kashmir“. Kaum ein Rocksong verbindet orchestrale Wucht, hypnotischen Rhythmus und monumentale Atmosphäre so selbstverständlich. Die Streicher sind nicht Nebensache, sondern integraler Bestandteil. Der Song klingt groß, ohne aufgeblasen zu wirken. Genau diese Balance ist es, die das Album auszeichnet.

Bemerkenswert ist auch, wie vielseitig „Physical Graffiti“ klingt. Härte, Blues, ausladende Songstrukturen, verspielte Effekte, gelegentliche klangliche Experimente, alles findet hier Platz. Die Band nutzt Studioeffekte und Klangfarben kreativer als zuvor, ohne den Kern aus Riff, Rhythmus und Dynamik zu verlieren. Es ist ein Album, das sich Zeit nimmt und daraus Stärke zieht. Manche sehen in dieser Ausdehnung ein gewisses Maß an Überfluss. Durch diese Offenheit kann die Band stilistisch weiter ausholen, als es im traditionellen Hard Rock üblich ist. Im Vergleich zum Debüt, das noch roh und stellenweise ungeschliffen klang, wirkt „Physical Graffiti“ wie das Werk einer Band, die vollständig weiß, was sie tut.

Für viele Fans ist es das letzte wirklich überragende Led Zeppelin Album. Und selbst wenn man diese Einschätzung nicht teilt, bleibt die Feststellung, dass hier kaum ein Song abfällt und kaum ein Moment verschenkt wirkt. „Physical Graffiti“ ist kein kompaktes Statement, sondern eine Reise. Deshalb steht es in diesem Ranking an erster Stelle.

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Fazit

Led Zeppelin haben in weniger als einem Jahrzehnt eine Diskographie geschaffen, über die andere Bands eine ganze Karriere lang diskutieren würden. Vom rohen Debüt über die nahezu perfekte Hard-Rock-Formel von „Led Zeppelin IV“ bis hin zur ausladenden Größe von „Physical Graffiti“ zeigt sich eine Band, die sich ständig weiterentwickelt hat.

Nicht jedes Album ist monumental, nicht jede Phase gleich stark. Doch selbst die vermeintlich schwächeren Werke enthalten Momente, die andere Gruppen als Karrierehöhepunkt verbuchen würden. Am Ende bleibt die angenehm komplizierte Frage: Welches Led Zeppelin Album ist wirklich das beste? Die Antwort wird vermutlich bei jedem ein wenig anders ausfallen. Und das ist vielleicht das schönste Kompliment, das man einer Band machen kann.

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