Die zwei Instrumente aus der Thomann Tongue Drum EQ-Serie reihen sich in die beliebte und stetig wachsende Zungentrommel-Familie ein. Wer eine Tongue Drum sucht, die man sowohl traditionell spielen als auch für ein paar moderne klangliche Experimente nutzen kann, sollte sich diesen Test auf jeden Fall anschauen. Denn die EQ-Serie ist mit einem Tonabnehmer ausgestattet, der ganz neue Möglichkeiten eröffnet.





Kompaktes Paket
Die Tongue Drums kommen in klassischen Kartons an und sind in ein spezielles Case gehüllt, beide Modelle sind 14” groß. Das Zubehör liegt in einem separaten Umschlag bei.
Metall und Holz verbinden sich zu einem Klang
Beide Modelle sind in 14” erhältlich und verfügen über eine Stoffumrandung zum Schutz der Kanten. Die metallene Oberseite weist je 15 Tonfelder (2 in der Mitte und 13 in Kreisform entlang des Randes) auf. Die Unterseite ist aus Holz gefertigt. Hier ist auch die Klinkenbuchse für den Pick-Up eingebaut. Eine Öffnung, die sich mit einer Kappe verschließen lässt, eröffnet den Blick auf den Tonabnehmer. Durch das Einsetzen der Verschlusskappe wird der Ton gleichzeitig deutlich voller. Das Pick-Up-System ermöglicht nicht nur das einfache Verstärken des Sounds, sondern auch interessante Experimente im Effekt- und Recordingbereich. Dazu gleich mehr im Praxispart.
So klingt die Tongue Drums der EQ-Serie
Ein Durchspielen der Skalen zeigt den vollen Klang der EQ-Serie, der auch in den Höhen nicht zu stark abnimmt. Häufige Probleme von störenden Vibrationen der Tonfelder sind hier erfreulicherweise nicht zu verzeichnen. Die Intonation ist sauber, und auch in der Kombination mischen sich die Klänge gut. Sowohl mithilfe der mitgelieferten Sticks als auch mit den Händen lassen sich den Tongue Drums angenehme Sounds entlocken.
Während meiner Jamsession nutze ich die Tongue Drums auch mit Effektpedalen und stelle vor allem hier einen großen Mehrwert fest, denn der meditative und volle Sound bietet die optimale Grundlage für die Bearbeitung durch Delay & Co.
Der Soundcheck zeigt, dass die Pick-Ups zwar ihren Dienst tun, das volle Spektrum des Klangs aber nicht ganz ausschöpfen können. Hier führt eine externe Mikrofonierung zu noch besseren Ergebnissen. Vielleicht gibt es hier in Zukunft die Möglichkeit, das Pick-Up-System qualitativ noch aufzuwerten.
Welche Alternativen gibt es?
Der Markt der Tongue Drums ist zwar groß, allerdings wagen sich nur wenige Hersteller an die Pick-Up-Systeme heran. Dieser Markt bietet also noch einige Möglichkeiten, denn ein Einsatz in der modernen Popmusik und auf größeren Bühnen ohne aufwendige Mikrofonierung scheint absolut sinnig. Es gibt lediglich einige Anbieter, die separate Pick-Ups herstellen, die man dann nachträglich ankleben kann.