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the t.mix 402-USB Play Test

Praxis

Musik von USB-Stick mit dem Mediaplayer

Der the t.mix 402-USB versteht sich mit USB-Sticks, die nicht größer als 32 GB sind und als FAT16 oder FAT32 formatiert sind. Der Mediaplayer ist genügsam in Bezug auf die Formate – insofern diese als WAV in 16 Bit, WMA oder MP3 vorliegen.   Ich habe ein paar Musikdateien auf einen USB-Stick kopiert und stecke diesen in den dafür vorgesehenen Port am Mischer. Der Stick wird sofort erkannt und die Musik startet direkt mit der ersten MP3.
Nervig sind die typischerweise vom Mac erzeugten unsichtbaren Dateinamen, die mit einem „._“ beginnen. Diese werden nämlich als ein nicht unterstütztes Format angezeigt. Danach wird dann zwar einfach die nächste Datei gespielt, beim Navigieren ist das allerdings störend, weil es ständig Fehlermeldungen gibt.
Wie viel Sinn oder Unsinn das automatische Erzeugen dieser Dateien von MacOS macht, möchte ich gar nicht diskutieren. Die Software des Players könnte aber so programmiert werden, dass diese einfach nicht beachtet werden, bei vielen anderen Playern geschieht das schließlich auch. Hier ist eine Korrektur mit einem Update der Firmware wünschenswert.
Durch das kleine Display kommt die Übersichtlichkeit einen Ticken zu kurz, geht aber noch in Ordnung. Von den laufenden Titeln wird die Spielzeit angezeigt sowie das Format und auch die Bit-Tiefe. Titelnamen, Künstler und Album sind auch erkennbar, allerdings nur auf ein paar Zeichen beschränkt und in einer Zeile untergebracht. Zusätzlich gibt es Info über den Abspielmodus, also ob zum Beispiel gerade der Zufall die Titelreihenfolge bestimmt oder der Inhalt eines Ordners spielt. Mit dem Druck auf den Menü-Knopf öffnet sich ein Untermenü, in dem unter anderem diese Parameter verstellt werden. „Cycle Mode“ ändert den Abspielmodus (Normal, Repeat One, Folder, Repeat Folder, Repeat All, Random), „EQ Settings“ bietet acht verschiedene Presets für einen Software-Equalizer. Die dadurch erzielte Klangfärbung ist nicht spektakulär, aber wahrnehmbar.
In den Optionen stellen Benutzer weitere Einstellungen wie die Sprache (Englisch und Chinesisch!) oder den Kontrast des Displays ein.

Fotostrecke: 3 Bilder Viel Information trotz kleinem Display
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Aufnehmen mit dem Mediaplayer

Als nächstes möchte ich mal eine Aufnahme direkt auf den USB-Stick machen. Dafür muss ich zuerst die „Rec“-Taste betätigen. Theoretisch startet die Aufnahme, sobald ich ein weiteres Mal auf den gerade genannten Knopf drücke oder den Play-Button betätige. Auch hier ist ein Untermenü verfügbar. Dort kann bestimmt werden, ob die Aufnahme als WAV im PCM- oder ADPCM-Format ausgeführt wird, der Aufnahmepegel kann ebenfalls justiert werden. Die Aufnahme zeichnet Bewegungen der Fader oder Veränderungen des EQs auf. Das Digitalisieren von Schallplatten, der Mitschnitt einer Mix-Session oder die Aufzeichnung einer Moderation sind denkbar.
Wenn die Aufnahme mit der „Play/Pause“-Taste gestoppt ist, schließt ein erneuter Fingerdruck auf „Rec“ diese ab und speichert das Ergebnis. Dieses kann dann theoretisch wieder am Computer gelesen und weiterbearbeitet werden. Die Unterkategorien des Menüs in dem Recording-Bereich des Mediaplayers reagieren etwas träge, speziell hier kann man sich das etwas komfortabler vorstellen. Aus meiner Sicht ist dieser Teil eher als eine nette Zugabe zu verstehen. Wer professioneller und bequemer arbeiten möchte, wird vermutlich den Computer bevorzugen und einfach einen der zwei Master-Ausgänge aufnehmen.

Fotostrecke: 2 Bilder Aufnahme läuft – je nach Auflösung passt einiges auf den USB-Stick
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Aufnahme Mediaplayer

Mal eben einen Computer dranklemmen

Auf der Rückseite gibt es ja wie bereits erwähnt USB-Anschlüsse, die für die Verbindung mit einem oder sogar zwei Computern gedacht sind. Ich fasse mich kurz: Das funktionierte bei meinem Versuch tadellos. Wenn ein Computer mit dem Mixer verbunden ist, muss im Audio-Setup des Rechners das Mischpult als Audioausgang ausgewählt werden. Bei mir wird das Pult nicht direkt mit dem Namen gekennzeichnet, sondern lediglich als „USB Audio Codec“ dargestellt. Die Wandler arbeiten laut Info des Audio-Setups mit 16 Bit und 48 kHz. 

Im Audio-Setup erscheint der Mischer in Form von zwei Audiogeräten
Im Audio-Setup erscheint der Mischer in Form von zwei Audiogeräten

Mikrofon-Check und Mic O‘Ride (Talkover)

Für die ersten beiden Mikrofoneingänge werden ja einige schöne Features angeboten, wie ich bereits in den Details ausgeführt habe. Klanglich gibt es hier nichts zu bemängeln, in den Audioaufnahmen könnt ihr euch selbst ein „Bild“ machen. Die Panorama-Regelung ist eine sehr schöne Zugabe und auch das Freischalten des Mikrofonsignals mittels der „On Air“-Taste gefällt mir. Wer beispielsweise einen Podcast aufnehmen möchte, profitiert von diesen Optionen. Bei einem Interview mit zwei Mikros könnte man die Stimmen im Panorama verteilen und mit dem Send/Return diese zusätzlich durch einen externen Effekt wie ein Reverb schicken.
Die „Mic O’Ride“-Funktion bietet ein umfangreiches Talkover. Mit den zwei dafür bestimmten Potis stellen Anwender einen schönen „Sweet Spot“ ein, bei dem die Musik automatisch genau so weit durch die Sprache leiser gestellt wird, wie es den Vorstellungen entspricht. Als früherer Macher einer Bürgerradiosendung sehe ich da absolute Praxistauglichkeit. 

Talkover ist aktiviert und mit den zwei Reglern links feinjustiert
Talkover ist aktiviert und mit den zwei Reglern links feinjustiert
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Testaufnahme mit Mikrofon Testaufnahme Mic O‘Ride (Talkover)

Sound

Klanglich bin ich mit dem t.mix durchaus zufrieden. Die direkt an den Phono-Eingängen angeschlossenen Plattenspieler klingen gut, Line-, CD- und Mikrofonsignale genauso. Auch die Musik aus dem Mediaplayer kann sich hören lassen. Das Kopfhörersignal verzerrt nicht, wenn es laut wird. Hier gibt es nichts zu beanstanden. Die EQs erledigen ihren Auftrag, sind aber nicht aufsehenerregend, beim Linksanschlag ziehen sie die Frequenzen nicht vollständig raus. Dieser Mischer ist ein günstiger Allrounder und nicht primär an mixende Club-DJs gerichtet, da kann ich mit diesen Abstrichen sehr gut leben. 

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Test des Phono-Eingang und EQ-Sweep Equalizer Lo Equalizer Mid Equalizer Hi
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