Rickenbacker 4030S MG Test

Als Rickenbacker gegen Ende 2025 die ersten Bilder des neuen Shortscale-Modells 4030S in den sozialen Medien veröffentlichte, war die Resonanz in der Bass-Community groß. Wirklich brandneu ist der 4030s allerdings nicht, basiert er doch auf einem Projekt, das bereits 2018 als individuelle Zusammenarbeit mit Jesse F. Keeler von Death From Above 1979 (kanadisches Rock-Duo) begann und über einzelne Custom- und Boutique-Aufträge in den Jahren 2022 und 2024 reifte, bis es schließlich im Herbst 2025 in die Serienproduktion übernommen wurde. Der exotische Rick-Shorty basiert auf dem bekannten 4003-Modell. Durch die Verlagerung der Brücke in Richtung Korpusmitte wird aus dem klassischen Longscale-Bass eine 30,5-Zoll-Shortscale-Version, ohne dass das grundsätzliche Korpus- und Halsdesign verändert werden muss. Als „S“-Variante kommt der 4030S mit reduzierter Ausstattung ohne Binding, schlichten Dot-Inlays und Mono-Ausgang. Für diesen Test stand uns ein Exemplar in Mapleglo zur Verfügung, das wir durch den bonedo-Testparcours schicken werden.

Rickenbacker 4030S
Der Rickenbacker 4030S im Test

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Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • eigenständiger, warmer und voller Rick-Sound
  • klassische Optik
  • 24 Bünde
  • tadellose Verarbeitung
  • ausgezeichnetes Setup
  • inklusive Hardcase
Contra
  • etwas kopflastig
  • ungewohnte Position der Anschlagshand aufgrund der nach innen versetzten Brücke
  • stattlicher Preis
Artikelbild
Rickenbacker 4030S MG Test
Für 3.499,00€ bei

Rickenbacker 4030S MG – das Wichtigste in Kürze

  • “Shortscale”-Bass mit herkömmlicher Rickenbacker-Mensur (774-mm / 30.5“)
  • Viele tonale Möglichkeiten aufgrund von 24 Bünden
  • zwei Hot Toaster Top-Humbucker für vollen Sound
  • passive Elektronik (Mono), Volume/Volume/Tone/Tone
  • Schaller M4 Mechaniken
  • Ric V2 Bridge
  • etwas gewöhnungsbedürftiges Handling durch veränderte Bridge-Position

Rickenbacker 4030S: Erster Eindruck

Ich war nach der Lieferung des Rickenbacker 4030S ziemlich überrascht, dass anstelle eines handlichen Kartons ein stattliches Paket von rund 1,40 m Länge vor der Tür stand – ein erster Hinweis darauf, dass dieser Shorty konzeptionell anders tickt als viele seiner Artgenossen.

Beim Auspacken bestätigt sich dieser Eindruck schnell: Der 4030S ist kein verkleinerter Rick, sondern tatsächlich ein vollformatiger Rickenbacker-Bass, dessen verkürzte Mensur ausschließlich durch die nach innen versetzte Brücke realisiert wird. Damit verzichtet Rickenbacker verblüffenderweise bewusst auf einen DER Vorteile vieler Shortscale-Konstruktionen: eine kompaktere Bauweise, wie man sie etwa beim Fender Musicmaster sehen kann. Der Rickenbacker 4030S verfolgt hingegen einen anderen Ansatz und bleibt bzgl. seiner Maße und des Erscheinungsbildes ein „echter“ Rick – nur eben mit einer Mensur von 30,5 Zoll!

Folgerichtig wird das Instrument in einem herkömmlichen robusten Kunststoff-Hardcase ausgeliefert. Dieses ist mit vier stabilen Schnappverschlüssen, großzügigem Stauraum für Zubehör und einer exakt angepassten Innenform ausgestattet, welche den Bass sicher fixiert. Im Koffer findet sich zudem eine kleine Plastiktüte mit Poliertuch sowie einer knappen Rickenbacker-Bedienungsanleitung.

Rickenbacker 4030S
Fotostrecke: 6 Bilder Ausgeliefert wird das Objekt der Begierde …

Aus welchen Hölzern wird der Rickenbacker 4030S gebaut?

Optisch bewegt sich der Rickenbacker 4030S klar im bekannten Ricky-Kosmos und erinnert auf den ersten Blick stark an den 4003S – also die etwas vereinfachte Ausführung des 4003. Es fehlt allerdings die verchromte Pickup-Abdeckung am Steg-Tonabnehmer und die Brücke wurde (wie schon erwähnt) weiter in Richtung Hals gerückt, was gleichzeitig das zentrale konstruktive Merkmal der Shortscale-Version darstellt.

In der hier getesteten Mapleglo-Version bestehen die charakteristischen flachen Korpusflügel aus Ahorn, welches unter einer hochglänzend transparenten Lackierung wunderbar sichtbar bleibt. Der klassische Look wird durch ein weißes Pickguard ergänzt, das sich bis zum Reglerfeld erstreckt und dem Instrument die typische Rickenbacker-Anmutung verleiht.

Der Hals unseres Testbasses ist dreiteilig aufgebaut und setzt sich aus zwei Ahornstreifen und einem schmalen Walnussmittelstreifen zusammen; Walnuss kommt zudem an den seitlichen Flanken der Kopfplatte zum Einsatz. Aufgeleimt ist ein Palisandergriffbrett mit 24 Bünden und schlichten runden Dot-Inlays zur Orientierung. Die komplette Halskonstruktion – wohlgemerkt inklusive des Griffbretts – ist ebenfalls hochglänzend transparent lackiert.

Rickenbacker 4030S
Fotostrecke: 4 Bilder Durch das Mapleglo-Finish sind das …

Über welche Hardware verfügt der Rickenbacker 4030S?

Natürlich kommt auch der 4030S mit der Rickenbacker-typischen asymmetrischen Kopfplatte, auf der eine spitz zulaufende weiße Kunststoffplatte mit dem markanten Rickenbacker-Schriftzug prangt. Die auffällige Kunststoffabdeckung ist natürlich nicht nur Deko, sondern dient gleichzeitig als Abdeckung für den Zugang zum Halsspannstab. Auf der Kopfplatte sitzen fünf Deluxe-Mechaniken aus dem Hause Schaller, die qualitativ über jeden Zweifel erhaben sind und ihren Dienst komfortabel und zuverlässig verrichten.

Als Steg kommt die sogenannte RIC V2 Chrome-Bridge zum Einsatz. Sie fällt ähnlich massiv aus wie die klassische dreiteilige Rickenbacker-Brücke, zeigt sich in der Praxis jedoch deutlich komfortabler in der Handhabung. Die Saitenreiter lassen sich sowohl horizontal als auch vertikal justieren und ermöglichen darüber hinaus eine individuelle Anpassung der Saitenabstände. Ab Werk ist der Stringspacing auf 18 mm eingestellt; größere Abstände sind konstruktionsbedingt nicht vorgesehen, bei Bedarf lassen sich die Reiter jedoch über kleine Justierschrauben etwas enger zusammenrücken.

Vor den Saitenreitern befindet sich ein massiver Saitendämpfer mit Schaumstoffeinlage, ein weiteres klassisches Rickenbacker-Feature. Dessen Höhe – und damit die Intensität der Dämpfung – lässt sich über zwei groß dimensionierte Rändelschrauben einstellen.

Rickenbacker 4030S
Fotostrecke: 5 Bilder Der Headstock verfügt über …

Welche Pickups und Elektronik besitzt der Rickenbacker 4030S?

Damit sind wir bei den Pickups und der Elektronik des neuen Rickenbacker 4030S angekommen. Rickenbacker setzt hier auf zwei Hot Toaster Top Humbucker, deren Bezeichnung bereits auf einen vergleichsweise hohen Output schließen lässt. Die Tonabnehmer lassen sich jeweils über zwei seitliche Schrauben in der Höhe justieren: Eine Drehung im Uhrzeigersinn bringt den Pickup näher an die Saiten heran, in die entgegengesetzte Richtung wird der Abstand entsprechend vergrößert.

Das Signal der beiden Humbucker wird nach der Tonabnahme an eine übersichtlich aufgebaute passive Elektronik weitergeleitet. Zum Einsatz kommen hier ein Dreiweg-Tonabnehmerwahlschalter sowie insgesamt vier Regler, die allesamt auf dem weißen Pickguard untergebracht sind. Die Bedienlogik ist selbsterklärend: Jeder Tonabnehmer verfügt über einen eigenen Lautstärkeregler und eine Tonblende, während der Schalter die Pickup-Kombinationen „Steg“, „beide Tonabnehmer“ oder „Hals“ anwählt.

Die Verarbeitung und Qualitätsanmutung des Rickenbacker 4030S bewegen sich auf sehr hohem Niveau. Der Bass wirkt insgesamt ausgesprochen robust und hochwertig. An der Holzkonstruktion finden sich keinerlei Ungenauigkeiten; sowohl die Lackierung als auch die Bundierung wurden fehlerfrei ausgeführt. Bei einem Verkaufspreis von rund 3.500,- Euro ist dieses Qualitätsniveau allerdings auch definitiv eine Voraussetzung – umso erfreulicher, dass der 4030S diese Erwartung auch ohne Einschränkungen erfüllt!

Rickenbacker 4030S
Fotostrecke: 6 Bilder Ein Blick auf die verbauten Humbucker aus der Ferne …

Erster Eindruck: Kaum anders als andere Rickenbacker-Bässe

Beim Erstkontakt fühlt sich der Rickenbacker 4030S zunächst nicht wesentlich anders an als ein klassischer 4003 oder 4003S. Am Gurt zeigt sich die für Rickenbacker-Bässe typische leichte Kopflastigkeit, und die Erreichbarkeit der tiefen Lagen profitiert nicht wirklich von der verkürzten Mensur. Das überrascht wenig, denn der 4030S besitzt ja schließlich dieselbe Gesamtlänge und die identische groß dimensionierte Kopfplatte wie ein Rickenbacker mit 33,25″-Mensur.

Entsprechend ergeben sich auch beim Gesamtgewicht leider keine Vorteile gegenüber den Longscale-Modellen: Unser Testexemplar brachte knapp 4,2 kg auf die Waage und liegt damit auf dem Niveau eines vollwertigen Longscale-Viersaiters.

Rickenbacker 4030S
Die Firma Rickenbacker wurde im Jahr 1931 von Adolph Rickenbacher und George Beauchamp in Los Angeles unter dem Namen Ro-Pat-In Corporation (später Electro String Instrument Corporation) gegründet. Sie gilt als der erste Hersteller von elektrisch verstärkten Gitarren.

Wie ist der Rickenbacker 4030S zu bespielen?

Die Unterschiede zum normalen Modell werden jedoch schnell deutlich, sobald man in die Saiten greift und tatsächlich Musik macht. Für die linke Hand erweist sich die kurze Mensur naturgemäß als klarer Vorteil: Durch die eng beieinander liegenden Bünde lassen sich schnelle oder komplexere Grooves sehr entspannt umsetzen. Auch beim Spielen von Akkorden in höheren Lagen profitiert man spürbar von der verkürzten Mensur. Hinzu kommt ein weiterer Pluspunkt: Der 4030S verfügt über 24 Bünde, die bis ganz nach oben uneingeschränkt erreichbar sind!

Deutlich spürbar – und leider nicht in jeder Situation unproblematisch – sind die Auswirkungen der Konstruktion auf die rechte Hand: Durch die nach innen versetzte Brücke verschiebt sich die natürliche Position der Anschlagshand zwangsläufig. Da der Bass ansonsten die gewohnte Rickenbacker-Architektur beibehält, landet man bei klassischer Spielhaltung mit Unterarmauflage schnell ungewollt in unmittelbarer Nähe der Bridge. Um die Saiten komfortabel zu erreichen, muss die Anschlagshand deutlich weiter nach links verlagert werden. In der Praxis führte das bei mir immer wieder dazu, dass ich unbewusst nach rechts zurückgerutscht bin und dabei die recht scharfkantige Bridge berührt habe – Begegnungen, die durchaus unangenehm ausfallen können.

Der 4030S verlangt aufgrund seiner ungewöhnlichen Umsetzung der Shortscale-Idee somit eine gewisse Anpassung der Spieltechnik. Nicht ohne Grund passen andere Hersteller ihre Shortscale-Modelle konstruktiv an die veränderten Parameter – insbesondere an die verkürzte Mensur – an. Warum Rickenbacker bewusst bei der klassischen Bauform bleibt, werden wir vermutlich nie erfahren.

Unproblematisch zeigt sich dagegen das Halsprofil: Mit einer Sattelbreite von 42,9 mm und dem typischen flachen Profil stellt sich sofort die vertraute Rickeny-Haptik ein. Auch das Werks-Setup war einwandfrei, sodass keinerlei Nachjustierungen meinerseits notwendig waren. Und sollte dennoch einmal Bedarf bestehen, gestaltet sich die Einstellung dank komfortabler RIC V2 Bridge und (im Gegensatz zum 4003!) nur einem Halsspannstab vergleichsweise unkompliziert.

Rickenbacker 4030S
Ein wenig Umgewöhnung ist bei diesem Ricky schon vonnöten.

Wie klingt der Shortscale-Rickenbacker?

So viel erst einmal zur Handhabung und Bespielbarkeit des neuen Modells aus der amerikanischen Bassschmiede – im nächsten Schritt widmen wir uns anhand einiger Audiobeispiele der Frage, wie sich kurze Mensur und Humbucker-Bestückung klanglich bemerkbar machen.

Wir starten mit beiden Tonabnehmern auf gleicher Lautstärke. Im ersten Beispiel sind beide Tonblenden komplett offen, im zweiten habe ich die Tonblende des Hals-Pickups zugedreht. Klanglich passiert hier ziemlich genau das, was ich erwartet habe: Die kurze Mensur schiebt die Tiefmitten spürbar nach vorne und verleiht dem Sound eine angenehme Wärme und Fülle.

Die Humbucker verstärken diesen Eindruck zusätzlich, denn sie klingen im unteren Frequenzbereich grundsätzlich runder und etwas komplexer als die üblichen Singlecoils – allerdings auf Kosten der Ricky-typischen Luftigkeit in den Höhen. Unterm Strich ergibt sich auf diese Weise eine sehr stimmige, wenn auch eigenständige Variante des bekannten Rickenbacker-Sounds: Vertraut im Grundcharakter, aber hörbar kompakter, wärmer und mittiger als bei den klassischen Modellen. Positiv zu erwähnen ist außerdem die Ausgewogenheit über den gesamten Tonumfang – der Bass spricht in jeder Lage gleich schnell an und verfügt über keinerlei Sustainschwächen oder stumpfe Töne.

Audio Samples
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Beide PU, Tone: full Beide PU, Neck-Tone: closed, Bridge-Tone: full
Rickenbacker 4030S
Rickenbacker 4030S

Mein persönlicher Favorit am Rickenbacker 4030S ist der Solosound des Hals-Tonabnehmers. Der Sound besitzt wirklich Druck und schmatzt ganz wunderbar! Mit voll offener Tonblende ergibt sich ein toller Sound für klassische Rockbands. Dreht man die Tonblende zurück, so wandert der Charakter deutlich in eine vintage-orientierte Richtung, ohne dass die Kontur oder Definition übermäßig darunter leiden würden.

Audio Samples
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Neck-PU, Tone: full Neck-PU, Tone: closed
Rickenbacker 4030S
Rickenbacker 4030S

Der Stegtonabnehmer-Sound im Solobetrieb ist beim 4030S deutlich praxistauglicher als bei den normalem Ricks. Die kurze Mensur und der Humbucker sorgen für ein knackiges aber durchaus tragfähiges Fundament, sodass man den Sound ohne Anpassungen am Amp einsetzen kann.

Audio Samples
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Bridge-PU, Tone: full Bridge-PU, Tone: 80%
Rickenbacker 4030S
Weiß klanglich sehr zu überzeugen: Rickenbacker 4030S

Ein echter Rick muss natürlich auch mit dem Plektrum überzeugen, und auch hier leistet sich der Rickenbacker 4030S keinerlei Schwächen. Das direkte und knackige Attack steht dem Shorty wirklich ausgesprochen gut, wie ich finde!

Audio Samples
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Beide PU, Tone: 100%, Pick Neck-PU, Tone: full, Pick + Distortion

Rickenbacker 4030S MG – das sind die Alternativen

FeaturesRickenbacker 4030S MGSandberg California TT Short PF CRE SAVincent Pony 4 Metal
Mensur30,5 Zoll30 Zoll30 Zoll
Elektronikpassiv, Volume/Volume/Tone/Tonepassiv, Volume/Volume/Tonepassiv, Volume/Tone
Tonabehmer2 x Hot Toaster Top Humbucker2 x Sandberg SingelcoilsHäussel Mustang Bass Custom Split Coil
KorpusAhornErleErle
Halsdurchgehend, Ahorn / Walnussgeschraubt, Ahorn, Pao Ferro Griffbrettgerösteter Ahorn geschraubt, Ahorngriffbrett
inklusive Koffer/GigbagKuststoff-Hardcase  GigbagGigbag
Preis3.499,- Euro2.149,- Euro3.249,- Euro
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Rickenbacker 4030S
Schicke Holzoptik!

Rickenbacker 4030S: Fazit

Der Rickenbacker 4030S ist ein Bass, der ohne Frage polarisiert – und genau darin liegt seine Stärke, aber auch seine Schwäche: Auf der einen Seite steht ein klanglich sehr eigenständiges Instrument, das mit seiner kurzen Mensur und der Humbucker-Bestückung eine fett-warme und mittige Variation des klassischen Rick-Sounds liefert.

Auf der anderen Seite bleibt der Spielkomfort etwas hinter den Erwartungen zurück, die man normalerweise an einen Shortscale-Bass stellt. Durch die konsequente Beibehaltung der klassischen 4003-Bauform ergeben sich leider weder Gewichts- noch Ergonomievorteile gegenüber den normalen Modellen. Die ungewohnte Position der Anschlagshand durch die nach innen versetzte Brücke erfordert zudem eine Umstellung der Spieltechnik. Hier stellt sich unweigerlich die Frage, warum Rickenbacker nicht den Schritt zu einem konsequent neu entwickelten Rick-Shorty gegangen ist – kompakter, leichter und stärker auf die kurze Mensur abgestimmt. Ein solches Instrument hätte aus meiner Sicht ungleich mehr das Potenzial, viele Bassleute abzuholen.

Aber wie auch immer: Unbestritten ist die tadellose Verarbeitung – Materialqualität, Lackierung, Bundierung und Gesamteindruck bewegen sich allesamt auf sehr hohem Niveau. Der Preis von rund 3.500,- Euro fällt jedoch deutlich höher aus als bei einem 4003, der je nach Ausführung aktuell zwischen etwa 2.700,- und 3.000,- Euro liegt – ein Punkt, der natürlich immer mit in die Kaufentscheidung einfließen wird.

Unterm Strich ist der Rickenbacker 4030S kein gewöhnlicher Shortscale-Bass, sondern ein spezielles Instrument für alle, die exakt diesen kompakten und warmen Rick-Sound suchen und bereit sind, sich auf die etwas eigenwillige Ergonomie einzulassen. Wer dieses Unterfangen auf sich nimmt, bekommt hier definitiv einen charakterstarken Bass mit klarer Identität – typisch Rickenbacker eben!

Rickenbacker 4030S
Rickenbacker 4030S
  • Technische Spezifikationen:
  • Hersteller: Rickenbacker
  • Modell: 4030S Mapleglo
  • Herstellungsland: USA
  • Mensur: 774 mm (30.5“)
  • Korpus: Ahorn, Farbe Natur, weißes Pickguard
  • Hals: durchgehend, Ahorn/Walnuss, Palisander-Griffbrett, 24 Bünde,
  • Hardware: Schaller M4-Mechaniken, RIC V2 Chrom Bridge
  • Tonabnehmer: 2 x Hot Toaster Top Humbucker
  • Regler/Schalter: 2 x Tone, 2 x Volume, 3-Wege-Wahlschalter
  • Zubehör: Standard Hardshell-Case
  • Gewicht: 4175g
  • Ladenpreis: 3499,- Euro (Ladenpreis im Januar 2026)
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Rickenbacker 4030S

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