Keine Frage – mit kompakten Aktiv-Lautsprechern kennt Proel sich aus, doch mit der V-PRO Serie haben die Italiener gleich vier unterschiedlich große PA-Lautsprecher im Portfolio. Die Ausstattung der vier Aktivboxen setzt auf Effizienz und Praktikabilität. Bis auf die Größe und Treiberbestückung sind die vier Boxen weitestgehend identisch. Ich notiere einen leistungsstarken DSP mit fünf Presets, Class-D-Verstärkertechnik, Wireless-USB-Input für Proel-Mikrofonsysteme, verbaut in leichten Polypropylen-Gehäusen. Mit einer Spitzenleistung von 600 W möchten die kompakten Italiener um die Gunst des Publikums buhlen.

- guter Klang für die Preisklasse
- Gewicht
- 5x EQ-Presets
- Wireless-USB-Anschluss für Proel-U24-Systeme
- Multifunktionsgehäuse
- attraktiver Preis
- Class-D-Verstärkertechnik
- 4x M8/10 Montagepunkte
- moderater Maximalpegel

- Proel V-PRO Serie – das Wichtigste in Kürze
- Was befindet sich im Lieferumfang?
- Welche Unterschiede gibt es zwischen den Proel V-Pro Modellen?
- Gewicht und Abmessungen
- Je größer, desto mehr Bass
- Gehäuse der Proel V12PRO
- Das benutzerfreundliche Aktivmodul
- Was bietet der DSP für DJs, Monitor und Musik und Sprachanwendungen?
- Wireless USB-Schnittstelle für Mikrofone
- Welche Ein- und Ausgänge bieten die PROEL Pro Speaker?
- Proel V12Pro V-PRO Serie im Praxischeck
- Wie sind die Klangeigenschaften der Proel V-PRO?
- Proel V12PRO – mögliche Alternativen
- Proel V-PRO Serie Testfazit
- Proel V12PRO Features
- Mehr von Proel auf bonedo.de
- Proel – Produktseite des Herstellers
Proel V-PRO Serie – das Wichtigste in Kürze
- aktive 2-Wege-Lautsprecher mit DSP
- 600 W Peak, 300 W RMS-Leistung
- 5 Klang-Presets (Music, Live, DJ, Monitor, Speech)
- Wireless USB Eingang für Proel U24-Systeme
- leichtes Gehäuse
- Class-D-Verstärkertechnik
Was befindet sich im Lieferumfang?
Geliefert werden die kompakten Aktivboxen in stabilen Kartons. Die Transportsicherheit wird durch fette Styropor-Inlays sichergestellt. Der Lieferumfang ist bewusst schlank gehalten und beschränkt sich auf das Notwendigste. Neben der Box selbst notiere ich die üblichen Papiere in Form eines Handbuchs (englisch & italienisch) sowie das obligatorische Kaltgerätekabel. Proel verzichtet hier auf überflüssiges Zubehör und konzentriert sich auf das Wesentliche – ein pragmatischer Ansatz, der sich auch im attraktiven Preis widerspiegelt.
Welche Unterschiede gibt es zwischen den Proel V-Pro Modellen?
Die V Pro Serie von Proel umfasst vier Aktivlautsprecher, die sich hauptsächlich in ihrer Größe und den daraus resultierenden akustischen Eigenschaften unterscheiden. Alle vier Modelle – V8Pro, V10Pro, V12Pro und V15Pro – verfügen über identisch aufgebautes Verstärkermodul, das robuste 600 W Peak-Leistung an die Wandler liefert. Dank der SMPS-Technologie (Switch Mode Power Supply) wird diese Leistung in einem ultraleichten Gehäuse bereitgestellt, was die V-Pro Serie zu den tragbarsten Proel Lautsprechern überhaupt macht.
Gewicht und Abmessungen
Das kleinste Modell V8Pro ist mit einem 8-Zoll-Woofer mit 1,5-Zoll-Schwingspule und einem 1-Zoll-Neodym-Hochtöner ausgestattet. Mit seinen kompakten Abmessungen von etwa 280 x 430 x 280 mm und einem Gewicht von rund 8,5 kg bietet es hervorragende Portabilität für den mobilen Einsatz.
Der V10Pro-Speaker verfügt über einen 10-Zoll-Woofer mit 2-Zoll-Schwingspule und einen 1-Zoll-Neodym-Hochtöner bei Abmessungen von 330 x 500 x 330 mm und einem Gewicht von etwa 11 kg.
Der V12Pro mit seinem 12-Zoll-Woofer mit 2,5-Zoll-Schwingspule und ebenfalls einem 1-Zoll-Neodym-Hochtöner misst 380 x 580 x 380 mm und wiegt rund 14,5 kg.
Das Flaggschiff der Serie ist die V15Pro. Dieser Lautsprecher wartet mit einem 15-Zoll-Woofer mit 2,5-Zoll-Schwingspule und einem 1-Zoll-Neodym-Hochtöner auf und bringt bei Abmessungen von etwa 450 x 670 x 450 mm ein Gewicht von rund 19 kg auf die Waage.
Je größer, desto mehr Bass
Alle Modelle sind als 2-Wege-Aktivlautsprecher konzipiert und verfügen über einen integrierten DSP, der verschiedene EQ-Presets und Optimierungen für unterschiedliche Einsatzbereiche ermöglicht.
Die größeren Modelle bieten naturgemäß eine tiefere Basswiedergabe und höhere Schalldruckpegel, während die kleineren Versionen durch ihre Portabilität und einfache Handhabung punkten, ohne dabei Kompromisse bei der Klangqualität einzugehen. Stellvertretend für die Serie, haben wir die Proel V12Pro genauer unter die Lupe genommen.

Gehäuse der Proel V12PRO
Das Gehäuse besteht aus mattschwarzem Polypropylen und ist solide verarbeitet. Für eine 12/1-Box ist das Gehäuse kompakt dimensioniert. Besonders beeindruckend ist das geringe Gewicht von nur 12,8 kg – ein Wert, der dank moderne Class-D-Verstärkertechnik samt Schaltnetzteil umsetzbar ist.
Die Unterseite ist mit einem 36-mm-Hochständerflansch samt Schraubfixierung ausgestattet. Das Gehäuse verfügt über eine ausgeprägte Monitorschräge von 44 Grad, sodass sich die V12PRO problemlos als Bühnenmonitor oder Instrumentenverstärker verwenden lässt.
Auf der Oberseite ist ein komfortabler Tragegriff im „Koffer-Style“ eingelassen, der sicher in der Hand liegt und den Transport erleichtert.
Ein Lautsprechergitter mit hinterlegendem Akustikflies schützt die verbauten Treiber. Der 12-Zoll-Tieftöner verfügt über eine 2,5-Zoll-Schwingspule, während der 1-Zoll-Neodym-Kompressionstreiber für die hohen Frequenzen zuständig ist.
Die Abstrahlcharakteristik beträgt 90 x 60 Grad. Den maximalen Schalldruck gibt Proel mit 124 dB Peak an. Für Installationsanwendungen sind vier M10-Flugpunkte an Ober- und Unterseite vorhanden.



Das benutzerfreundliche Aktivmodul
Das rückseitige Aktivmodul der Proel V12PRO zeigt sich reduziert und benutzerfreundlich. Drei Hauptbedienelemente prägen die Optik: Ein Combo-XLR/Klinken-Eingang mit MIC/LINE-Umschaltung, ein fünfstufiger DSP-Wahlschalter für die Klang-Presets und ein Lautstärkeregler (Level). Diese minimalistische Herangehensweise macht die Bedienung auch für Einsteiger intuitiv verständlich.
Was bietet der DSP für DJs, Monitor und Musik und Sprachanwendungen?
Der DSP-Wahlschalter bietet fünf verschiedene Klangeinstellungen: „Music“ für allgemeine Musikwiedergabe, „Live“ für Live-Auftritte, „DJ“ für DJ-Sets, „Monitor“ für den Wedge-Betrieb und „Speech“ für Sprachanwendungen. Jedes Preset ist auf die jeweilige Anwendung optimiert und verändert sowohl die EQ-Kurve als auch die Dynamikbearbeitung entsprechend.


Wireless USB-Schnittstelle für Mikrofone
Die digitale Ausstattung der V12PRO konzentriert sich auf das Wesentliche. Besonders interessant ist der Wireless-USB-Input, der speziell für die Proel U24-Mikrofonsysteme entwickelt wurde. Damit lassen sich die drahtlosen Mikrofonsysteme des Herstellers direkt anschließen. Eine praktische Lösung für mobile Anwendungen.
Das Aktivmodul verfügt zudem über einen XLR-Link-Ausgang, der das Weiterreichen des Signals an weitere Aktivboxen erlaubt. So lassen sich problemlos Stereo-Setups oder größere PA-Systeme aufbauen. Die integrierte Class-D-Verstärkertechnik mit Schaltnetzteil sorgt für eine effiziente Leistungsausbeute bei minimaler Wärmeentwicklung.
Welche Ein- und Ausgänge bieten die PROEL Pro Speaker?
Die Anschlusssektion der V12PRO ist bewusst einfach gehalten. Der Haupteingang ist als Combo-Buchse (XLR/Klinke) ausgeführt und kann sowohl Mikrofon- als auch Line-Signale verarbeiten.
Die Eingangsempfindlichkeit beträgt -30 dBu für Mikrofonsignale und +4 dBu für Line-Signale bei einer Eingangsimpedanz von 30 kOhm (symmetrisch) bzw. 15 kOhm (unsymmetrisch). Es lassen sich allerdings nur dynamische Mikrofone direkt andocken, da das Modul keine Phantompower bereitstellt.























