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Palmer Monicon XL Test

Praxis

Alles im Blick

Der Palmer Monicon XL ist ein solider Monitor-Controller mit einem durchdachten Aufbau und solider Konstruktion. Ein besonders gut gelungener Aspekt des Monicon XL ist jedoch noch nicht zur Sprache gekommen und das ist das Metering. Für den linken und rechten Signalanteil des Main-Kanals gibt es je eine 8-Segment-LED-Anzeige, welche ihr Signal vor dem Lautstärkeregler abgreift. Die untersten sechs LEDs sind grün während es oben erst gelb und ganz oben dann rot wird, um zu zeigen, dass hier Schluss ist. Der Pegel, an dem das Ende der Fahnenstange gemessen wird, kann ebenfalls gewählt werden. Hält man beim Einschalten des Gerätes einen Cue-Source-Button gedrückt, wählt man einen Referenzpegel aus +4, +10 und +18 dBu. Und nun folgt etwas, das mich doch sehr überrascht hat: Der Palmer Monicon XL hat zwischen den Pegelanzeigen einen Korrelationsgradmesser. Dieser nützliche Helfer besteht ebenfalls aus acht LEDs und zeigt an, wie monokompatibel das aktuelle Signal ist. Das funktioniert etwa wie folgt: Ein Leuchtpunkt zeigt den Korrelationsgrad der linken und rechten Seite des Signals zwischen 1, 0 und -1 an. 1 bedeutet maximale Übereinstimmung, beide Signale sind gleich, also ist das Signal mono. 0 bedeutet, dass links und rechts sehr unterschiedlich sind. -1 zeigt an, dass die Signale zwar gleich aber gegensätzlich gepolt sind, sodass sie sich mono auslöschen würden. Für einen Stereomix sollte man sich im unteren drittel zwischen 1 und 0 befinden. Palmer empfiehlt im Handbuch die untersten drei LEDs nicht zu verlassen.

Palmer Monicon XL im Einsatz
Palmer Monicon XL im Einsatz

Wie klingt der Palmer Monicon XL?

Die Frage wie ein Monitorcontroller klingt, ist im Prinzip eine rhetorische, denn im Idealfall sollte die Antwort sein: gar nicht. Also zur Tat mit meinen Referenz-Tracks, Noise und einem Analyzer bewaffnet. Zunächst einmal fällt auf, dass der Monicon XL bei allen Einstellungen des Lautstärkereglers ein gleichmäßiges Lautstärkeverhältnis zwischen links und rechts hat. Günstige Monitorcontroller ziehen hier besonders bei niedrigen Levels gern zu einer Seite. Beim Monicon XL bleibt alles in der Mitte. Im Metering ist zu sehen, dass der Monicon lediglich im Sub-Bass-Bereich leicht färbt. Bei knapp unter 30 Hz beginnt ein leichter Roll-Off der in der Praxis wohl niemanden ernsthaft stören dürfte. Das Signal wird unverändert weitergeleitet und der Monicon XL nimmt meinen Referenz-Tracks nichts an Punch oder Auflösung. Palmer gibt den Rauschabstand mit 102 dB(A) an und verzeichnet einen Klirrfaktor (THD) von 0,002 %. Damit kann der Monicon XL durchaus auch mit teureren Controllern mithalten. Ein Rauschen ist im Normalbetrieb nicht zu hören. Lediglich beim Umschalten der Inputkanäle und beim aktivieren der Mutefunktion sind leichte Knackser zu hören. Außerdem gibt es einen Knackser beim Ausschalten des Monicons, also vorher besser die Monitore ausschalten. Die Bedienung geht angenehm von der Hand und der Monicon XL hat sich innerhalb weniger Stunden als intuitives Element in mein Setup eingegliedert. Das Talkback-Mikrofon klingt wirklich gut, verglichen mit den quäkigen Ansagemikrofonen manch alter Controller. Ist das Talkback-Mikro aktiviert, schaltet sich auch der Dim zu, welcher den ausgewählten Monitor wahlweise zwischen 6 und 30 dB leiser stellt, um ein Übersprechen in das Mikrofon zu vermeiden. Die Kopfhörerverstärker sind kräftig ausgelegt und bringen auch hochohmige Kopfhörer leicht auf angemessene Lautstärken.

Fotostrecke: 2 Bilder Wird das Talkback-Mikrofon aktiviert, schaltet sich auch der Dim-Modus zu und verringert das Lautsprechersignal.

Zubehör

Palmer legt dem Monicon XL das passende Netzteil mit vorbildlich langen Kabeln bei sowie eine umfangreiche Bedienungsanleitung, die in sechs Sprachen und sehr detailreich alle Funktionen des Monitorcontrollers erläutert.

Die Kopfhörerverstärker des Monicon XL haben einiges an Leistung.
Die Kopfhörerverstärker des Monicon XL haben einiges an Leistung.
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