Test: Hughes & Kettner Triamp Mark 3 – Wie schlägt sich der Mega-Röhrenbolide nach all den Jahren?  

Der Hughes & Kettner Triamp Mark 3 ist mittlerweile zehn Jahre auf dem Markt und präsentiert sich auch zu seinem Geburtstag in originaler Frische, ohne Facelift und Verjüngungskur. Wir haben die Aufnahme von Hughes & Kettner in die Thomann-Markenfamilie zum Anlass genommen, uns das Amp-Portfolio einmal näher anzuschauen und auf Alltagstauglichkeit im aktuellen Jahr zu prüfen. Dazu gehört auch der Triamp Mark 3, der bei seiner Vorstellung als hochmoderner und flexibler Alleskönner galt.

Hughes & Kettner Triamp Mark 3 Test
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • tolle Sounds & große Soundvielfalt
  • 6 komplett getrennt regelbare Kanäle
  • Noise-Gate (pro Kanal schaltbar)
  • Stomp-Boost (pro Kanal schaltbar)
  • FX-Loop, Master-Insert
  • MIDI
  • Power-Tube-Switching (pro Kanal schaltbar)
Contra
  • keins
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Test: Hughes & Kettner Triamp Mark 3 – Wie schlägt sich der Mega-Röhrenbolide nach all den Jahren?  
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Hughes & Kettner Triamp Mark 3 – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist der Hughes & Kettner Triamp Mark 3? Der Triamp Mark 3 ist ein Röhrenverstärker-Topteil mit 84 bis 145 Watt Leistung, vielen weiteren Features und nahezu endlosen Einstellmöglichkeiten.
  • Wieviele Kanäle, Vorstufen und Endstufen hat das Topteil? Der Triamp Mark 3 verfügt über 3 Vorstufen mit je 2 unabhängigen Kanälen, dazu 3 unabhängige Endstufen.
  • Was ist das Besondere am Hughes & Kettner Triamp Mark 3? Drei Vorstufen mit jeweils zwei Kanälen und drei unabhängige Endstufen, dazu konfigurierbare 9 Vorstufen- und 6 Endstufenröhren, separate Klangregelungen pro Kanal, Red Box AE, Noise-Gate, FX-Loop und vieles mehr. 
  • Was sagt der Test?  Wer auf der Suche nach einem flexiblen Röhrenamp ist, kommt am Hughes & Kettner Triamp Mark 3 nicht vorbei. Aktuell wie eh und je, kompromissloser Röhrensound, britisch und amerikanisch, von kristallklar bis Mega-Rockbrett, endlose Einstellmöglichkeiten, und das zum unschlagbar günstigen Preis.

Was unterscheidet den Hughes & Kettner Triamp Mark 3 von anderen Röhrenamps?

Die erste Version des Hughes & Kettner Triamps kam 1995 auf den Markt und hatte den Anspruch, drei komplett unterschiedliche Amp-Typen in einem Topteil anzubieten: einen Clean-Amp, einen klassisch-britischen Mid-Gain-Amp und einen etwas moderneren, sustainreichen High-Gain-Amp. Jeder dieser Amps verfügte über zwei Kanäle mit einer gemeinsamen Klangregelung. Diese Architektur setzt sich auch beim Triamp Mark 3 fort, allerdings noch kompromissloser und aufwändiger. Bei ihm hat jeder Kanal eine eigene Klangregelung plus Gain- und Master-Poti, die das Frontpanel zur Heimat von insgesamt 33 Reglern machen. 

Über die Plexiglas-Front erhält man einen Blick auf das Innenleben mit 15 (!) Röhren.
Über die Plexiglas-Front erhält man einen Blick auf das Innenleben mit 15 (!) Röhren.

Und auch bei der Endstufe ist man flexibel: Vier 6L6- und zwei EL34-Röhren bieten die Möglichkeit, die Endstufenbestückung per Schalter paarweise auszuwählen und für jeden Kanal zu speichern. Das bedeutet, dass sowohl Vor- als auch Endstufe extrem variabel sind und alle Möglichkeiten für die Suche nach dem optimalen Röhrensound bieten.

Unverwechselbar: Plexiglas-Front mit Durchblick und blauer Beleuchtung

Der Triamp Mark 3 kommt in einem mit schwarzem Tolex überzogenen Holzgehäuse, dazu Eckenschoner aus Metall und Gummifüße für stabilen Halt. Über die Plexiglas-Front erhält man einen Blick auf das Innenleben mit 15 (!) Röhren. Denn neben den bereits erwähnten sechs Endstufenröhren sind acht ECC 83 (Input, Preamp) am Start, dazu kommt eine selektierte 12AX7A-C. In dieser Hinsicht wird ein Röhrenwechsel bei diesem Amp naturgemäß etwas kostspieliger ausfallen. 

Das folgende Bild zeigt die genauen Einsatzbereiche.

Der Röhren-Plan des Triamp Mark 3
Der Röhren-Plan des Triamp Mark 3

Mittlerweile ist die blaue Beleuchtung des Amps das Erkennungszeichen von Hughes & Kettner. Beim Flaggschiff lässt sie sich sogar per Regler an der Rückseite dimmen. 

Der Triamp Mark 3 hat die Maße 740 x 393 x 254 mm (B x H x T) und mit seinem Gewicht von 22 kg kämpft er definitiv nicht mehr in der Leichtgewichtsklasse. Gemessen am aktuellen Trend zum Downsizing gehört er deshalb eher in die SUV-Kategorie. 

Aber wer es kompakter möchte, der findet mit Grandmeister und Tubemeister in Sachen Größe und Gewicht auch etwas zurückhaltendere Familienmitglieder im Portfolio. Auf jeden Fall lässt sich unser Kandidat trotzdem am Kunststoffgriff auf der Oberseite gut ausbalanciert tragen. 

Wer bietet mehr? Das Bedienfeld beherbergt 33 Regler!

Die bereits erwähnten 33 Regler sind in zwei Reihen angeordnet. Trotz dieser Zahl ist das Ganze absolut übersichtlich organisiert. Jeder Kanal verfügt über fünf Potis. Gain und Master sind jeweils außen positioniert und etwas größer, die Klangregelung mit Bass, Middle und Treble befindet sich dazwischen. Die Markierungen der Regler sind allerdings bei direktem Licht nur schlecht zu erkennen. Die Anwahl eines Kanals direkt am Amp erfolgt neben den jeweiligen Gain-Reglern mit Tastern, die beleuchtet sind, wenn der Kanal aktiv ist. 

Über der Eingangsbuchse auf der rechten Seite findet man einen weiteren Taster mit der Bezeichnung Stomp-Boost. Bei ihm handelt es sich um eine Boost-Funktion, die noch vor dem Preamp des jeweils aktiven Kanals ihre Wirkung entfaltet und diesen etwas heißer anfährt. Das erhöht die Flexibilität in puncto Zerrgrad. Sehr vorteilhaft ist, dass sich jeder Kanal das letzte aufgerufene Setting (Boost, Power Amp Tubes) merkt, sodass beim nächsten Aufrufen die gleichen Komponenten zusammenarbeiten wie vorher. Mit angeschlossenem MIDI-Floorboard wird die Bedienung noch komfortabler, doch dazu später mehr. 

Fotostrecke: 6 Bilder Das Bedienfeld auf der Vorderseite beherbergt 33 Regler.

6 Kanäle und 7 Endstufen-Settings = 42 unterschiedliche Röhrenamps

Ganz links warten die Regelmöglichkeiten für die Master-Sektion. Neben Master-Volume, Resonance für den Low-End-Bereich und Presence für die hohen Frequenzen stehen einige Schalter zur Verfügung. Der FX-Loop-Schalter aktiviert den Effekt-Einschleifweg und der Noise-Gate-Schalter ist für die Rauschunterdrückung zuständig. Beide Features verfügen außerdem über Regelmöglichkeiten auf der Rückseite.

Über die Power-Amp-Tubes-Schalter können Endstufenröhren-Pärchen kombiniert werden. Mit den Schaltern 1/2, 3/4 und 5/6 werden die entsprechenden Röhren aktiviert, wobei die hauseigene Threedom-Amp-Technologie für die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Kombinationen sorgt. Die Leistung des Amps richtet sich nach der Auswahl der Endstufenröhren. Bei voller Kraft mit sechs auf einen Streich schickt der Triamp Mark 3 bis zu 145 Watt Leistung zu den Lautsprechern. Im Datenblatt des Herstellers wird die Leistung bei 8 Ohm folgendermaßen angegeben:

  • 2x EL34: 84 Watt
  • 2x 6L6:   72 Watt
  • 4x 6L6: 126 Watt
  • 2x 6L6, 2x EL34: 132 Watt
  • 4x 6L6, 2x EL34: 145 Watt

Flexibler Sound-Lieferant: diverse Speaker-Kombinationen plus Red Box AE Out

Die Rückseite ist komplett geschlossen, sodass auch die Röhren vor unbedarften Kontakten geschützt sind. Hier bieten die vier Lautsprecheranschlüsse diverse weitere Möglichkeiten, Lautsprecherboxen zwischen 4 Ohm und 16 Ohm zu kombinieren. Es folgt der Red Box AE-Ausgang mit der Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Cabs, dazu ein Low-Cut-Schalter.

Vier Lautsprecheranschlüsse bieten diverse weitere Möglichkeiten.
Vier Lautsprecheranschlüsse bieten diverse weitere Möglichkeiten.

Was macht die Hughes & Kettner TSC (Tube Safety Control)?

Die Anzeigen für die Kontrolle der Endstufenröhren, eine Technologie mit der Abkürzung TSC (Tube Safety Control) aus dem Hause Hughes & Kettner, findet man an dritter Position. Diese Technologie misst fortlaufend die Kennlinie der Röhren, passt den Ruhestrom entsprechend an und sorgt so für eine optimale Sound-Ausbeute und eine längere Lebensdauer der Röhren. Dabei können auch problemlos Röhren miteinander kombiniert werden. Unterstützt werden die folgenden Typen: EL34, 6L6, KT66, KT77, KT88, 7581, 6CA7, 6550 und 5881. Der Status der Röhren wird von sechs LEDs angezeigt, sodass frühzeitig zu erkennen ist, ob eine Röhre defekt ist und ausgetauscht werden muss. Zudem erlaubt die TSC das manuelle Auslesen der Kennlinien, will man erfahren, ob die verwendeten Röhrenpaare tatsächlich optimal zueinander passen.

Um einen Messvorgang zu starten, muss lediglich das Pick in den Schlitz neben den LEDs gesteckt werden. Ein separates Kapitel in der Bedienungsanleitung informiert über die Bedeutung der verschiedenen LED-Anzeigen und wie man im Falle eines Röhrenwechsels vorgehen sollte.

Welche externen Schalt- und Regelmöglichkeiten bietet der Triamp Mark 3?

Auch in Sachen Fußschalter und MIDI wird nicht gegeizt. Es gibt einen MIDI-In- und einen Out/Thru-Anschluss, wobei der Triamp Mark 3 die TSM-432 MIDI-Fußleiste schon mitbringt. Diese Schaltleiste kommt im stabilen Metallgehäuse mit sieben Schaltern und einem 2-Ziffern-Display. Am MIDI-In angeschlossen, wird sie auch von dort mit Strom versorgt. Betreiben lässt sich der Amp in zwei Modi, zum einen im herkömmlichen Stomp-Mode, in dem die Kanäle über die Schalter angewählt werden und die Stomp-Boost-Funktion einzeln aktiviert wird. Zum anderen im Preset-Mode, in dem 128 Plätze zur Verfügung stehen und folgende Features pro Preset abspeicherbar sind: Kanal, Boost On/Off, Noise-Gate-On/Off, Endstufenröhren-Kombination, FX-Loop und die Helligkeit der Frontblende in 128 Stufen. Über die Fußleiste werden die Presets mit den A-, B-, C- und D-Schaltern aufgerufen und die Bänke per Bank Up/Down gewechselt.

Diese TSM-432 MIDI-Fußleiste kommt im stabilen Metallgehäuse mit sieben Schaltern und einem 2-Ziffern-Display.
Diese TSM-432 MIDI-Fußleiste kommt im stabilen Metallgehäuse mit sieben Schaltern und einem 2-Ziffern-Display.

Mit diesen Möglichkeiten ist man extrem flexibel, vor allem dann, wenn man auch noch ein MIDI-fähiges Effektgerät benutzt, sodass alle Sounds mit einem Fußtritt am Start sind. Das Fußboard verfügt zusätzlich über zwei Anschlüsse für weitere Schalter oder Expression-Pedale, um einzelne Funktionen per MIDI steuern zu können. Auch die Helligkeit der Frontblende lässt sich bei Bedarf stufenlos per Expression-Pedal dimmen.

Noise-Gate

Zur Rauschunterdrückung ist ein Noise-Gate integriert, das auf der Rückseite bequem mit einem Regler einstellbar ist. Je weiter man den Regler nach links dreht, desto härter greift das Gate ein.

FX-Loop und Master-Insert für kreatives Sound-Tuning

Der Triamp Mark 3 ist mit einem Effektloop ausgestattet, der entweder seriell oder parallel genutzt werden kann. Für parallele Verwendung steht ein Regler (FX-Level) zum Einstellen des Mischverhältnisses zur Verfügung, außerdem gibt es einen Schalter zur Pegelabsenkung (-10 dB). Darüber hinaus steht mit dem Master-Insert ein zweiter (serieller) Loop bereit, bei dem das Signal zwischen Vor- und Endstufe abgegriffen wird (Preamp Out, Power Amp In). Hier könnte man sozusagen als Master-Volume ein einfaches Volume-Pedal anschließen, während man den Effekt-Loop parallel nutzt. Wer es noch etwas weiter treiben möchte und den Vorstufensound des Triamp Mark 3 an eine zusätzliche Endstufe schicken will, hat die Möglichkeit, dies über den Preamp-Out zu tun. Als letzte Einstellmöglichkeit auf der Rückseite bleibt der Panel-Regler, der für die Helligkeit der Beleuchtung der Frontblende zuständig ist.


So klingt der Hughes & Kettner Triamp Mark 3 in der Praxis

Für die Aufnahmen ist der Hughes & Kettner Triamp Mark 3 an ein Marshall 4×12 Cab angeschlossen, das mit einem Royer R-10 und einem Shure SM-57 abgenommen wird. In der DAW habe ich per Plug-In noch etwas Reverb hinzugefügt und bei manchen Audiobeispielen kommen Modulation und Delay aus dem Eventide H90. Die genauen Infos könnt ihr im Video sehen.

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Mehr Informationen

Amp 1 – Der Spezialist für Cleansounds

Wir starten unseren Rundgang mit den beiden Channels des Amp 1: Channel 1A wird als California Clean beschrieben, während der Channel 1B sich dem britisch gefärbten Cleansound á la Vox widmet. Das funktioniert auch bestens: Im Channel 1A erhält man hohe Cleanreserven mit einem schönen glockigen Ton, perfekt für unverzerrte Stratsounds. Mit der Stomp-Boost-Funktion gibt es bei Bedarf einen noch etwas dreckigeren Ton. Aber dafür kann man auch gerne auf den Channel 1B umschalten, denn der zerrt schon etwas früher und liefert kantigere Sounds mit brillanten Höhen. Hier ist von Stones-Crunch bis zum Rockbrett mit Humbucker-Gitarren einiges im Angebot. 

Audio Samples
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Channel 1A: Basic Clean (Stratocaster) Channel 1A: Reggae Clean (Telecaster) Channel 1A: 80s Clean (Stratocaster) Channel 1A: Clean Twang (Telecaster) Channel 1B: Power Amp Tubes Check (Stratocaster) Channel 1B: Dynamic Drive (SG) Channel 1B: Stones Crunch (Telecaster) Channel 1B: Low Atmosphere (Jet Baritone)

Amp 2 – Crunch bis Mid-Gain mit britischer Klangfarbe 

Jetzt kommt der klassische Rocksound mit britischer Prägung. Klar, die Marshall-Amp-Sounds standen für den A- und B-Kanal Pate. Im Channel 2B gibt es etwas mehr Gain, hier stehen die 80er-Zerrsounds im Vordergrund. Der Channel 2A kümmert sich dagegen um die zahmere Zerre aus den 70ern. Das alles passiert mit viel Dynamik und einem sehr schneidigen und durchsetzungsfähigen Ton, der vor allem in gezähmter Lautstärke genießbar ist – verglichen mit dem 100-Watt-Plexi. Channel 2B liefert dann das satte Rockbrett mit guter Saitentrennung und Klangauflösung auch bei hohen Zerrgraden. Hier Auch das Entzerren über das Volume-Poti an der Gitarre funktioniert gut. 

Audio Samples
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Channel 2A: Mid Gain (LP Melody Maker) Channel 2A: Dynamic Lead (Les Paul) Channel 2A: Breakup (Stratocaster) Channel 2B: Brown Rhythm (Les Paul) Channel 2B: Dynamic Mid Gain (Stratocaster) Channel 2B: Mid Gain & Boost (Les Paul)

Amp 3 – Moderne High-Gain-Sounds mit Druck und Transparenz

Das Zerrgewitter erhält man bei Amp 3. Der Channel 3A ist den High-Gain-Amp-Sounds aus den 90ern gewidmet und Channel 3B geht noch eine Ecke weiter. Bei hohen Gain-Settings macht der Einsatz des Noise-Gates auf jeden Fall Sinn, was auch prima funktioniert. Schon bei niedrigen Werten wird viel Rauschen unterdrückt und es bleibt trotzdem noch Spielraum für Dynamik-Aktionen. So lässt sich das Volume-Poti zur Regelung des Zerrgrades zurückdrehen, ohne dass etwas abgeschnitten wird. Auch dieser Kanal punktet mit druckvollem Sound und Klarheit bei hohen Zerrgraden. 

Audio Samples
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Channel 3A: High Gain & Guitar Volume (Les Paul) Channel 3A: Low Riff (Jet Baritone) Channel 3B: Mid Scoop (Les Paul) Channel 3B: High Gain Low (PRS Holcomb)
Hughes & Kettner Triamp Mark 3 Test

Wie überzeugend schlägt sich die Red Box AE bei der Direktabnahme? 

Über den Red Box AE-Ausgang kann der Ampsound direkt an das Mischpult/Audio-Interface geschickt werden. Wichtig zu wissen ist, dass beim Triamp keine Loadbox oder Silent-Recording-Funktion integriert ist. Deshalb benötigt man für den Betrieb ohne Lautsprecherbox einen entsprechenden Lastwiderstand (Loadbox). Der Sound mit den beiden Cab-Simulationen ist o. k., im Vergleich mit der abgenommenen Lautsprecherbox oder mit aktuellen Speaker-Simulatoren mit IRs aber etwas schwächer. 

Audio Samples
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Red Box AE: Cab 1 Red Box AE: Cab 2

Der Hughes & Kettner Triamp Mark 3 im Band-Arrangement

Zum Abschluss hört ihr den Amp im Band-Arrangement. Dabei sind alle drei Amps jeweils mit den A-Channels im Einsatz. 

Audio Samples
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Hughes & Kettner Triamp Mark 3 im Band-Arrangement

Fazit

Der Hughes & Kettner Triamp Mark 3 ist ein äußerst flexibler Röhrenverstärker. Die sechs verschiedenen Kanäle liefern die typischen, klassischen Ampsounds und decken einen großen Bereich an Musikstilen ab. Der Amp bleibt in seinem Frequenz- und Soundbild durchgängig stimmig, sodass man nicht das Gefühl hat, jedes Mal einen komplett anderen Amp zu spielen, wenn man den Kanal wechselt. Das Spielgefühl und die dynamische Ansprache sind ebenfalls top, insbesondere bei niedrigem und mittlerem Zerrgrad (Amp 1, Amp 2). Die zusätzlichen Funktionen wie Noise-Gate, MIDI (inklusive Fußboard), Boost-Funktion und FX-Loop arbeiten einwandfrei und machen den Amp komplett. Dies ist ein Punkt, vor allem für Gitarristen, die auf der Bühne oder im Studio viele verschiedene Sounds anbieten möchten und auf kompromisslosen Röhrensound setzen.

Allerdings hat der Amp eine stattliche Größe und wiegt über 20 kg. Dazu kann der Austausch der insgesamt 15 Röhren etwas teurer werden. Wen das nicht stört, der erhält auch nach 10 Jahren mit dem Hughes & Kettner Triamp Mark 3 einen immer noch großartig klingenden und flexiblen Röhrenverstärker mit vielen nützlichen Funktionen zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

Sechs Kanäle, ein Charakter – der Triamp Mark 3 bleibt immer unverkennbar.
  • Hersteller: Hughes & Kettner
  • Modell: Triamp Mark 3
  • Typ: Röhrenverstärker-Topteil für Gitarre
  • Ausgangsleistung: bis zu 145 Watt (8 Ohm – alle Power-Amp-Tubes aktiv)
  • Röhrenbestückung Preamp: 7 x ECC83, ECC83 High Grade, 12AX7A-C
  • Röhrenbestückung Power-
  • Amp: 4 x 6L6, 2 x EL34
  • Bedienfeld: Gain, Treble, Middle, Bass, Master (pro Kanal), Master-Volume, Presence, Resonance
  • Bedienfeld-Schalter: Power, Standby, Noise-Gate, FX-Loop, Power-Amp-Tubes 1/2, 3/4, 5/6, Channel (6x), Stomp-Boost
  • Rückseite Anschlüsse: Speaker-Out (4 x), Red Box-Out, MIDI-In, MIDI-Thru/Out, FX-Loop-Send, FX-Loop-Return, Power-Amp-In, Preamp-Out
  • Rückseite Regler: Noise-Gate, FX-Level, Panel
  • Abmessungen: 740 x 393 x 254 mm (B x H x T)
  • Gewicht: 22 kg
  • Lieferumfang: Fußschalter (TSM-432 MIDI Board), Schutzhülle
  • Verkaufspreis: 1798,00 Euro (Januar 2026)

Herstellerseite: https://hughes-and-kettner.com

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J.Neuss sagt:

#1 - 17.03.2015 um 14:58 Uhr

1

Welcher normalsterbliche Kneipenschrammler braucht sowas? Damit kann ich ja die Frankfurter Festhalle beschallen. Bevor die Röhren in der Sättigung sind hat die Polizei mich schon verhaftet.GrußJürgen :)

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Stefan sagt:

#2 - 15.01.2026 um 07:54 Uhr

0

Ich hatte mal die erste Generation des TriAmp und fand die Sounds, die man selbst im heimischen Rahmen abrufen konnte, ziemlich gut. Endstufensättigung nein, aber trotzdem gute Sounds. Würde ich in einer Top-40 Coverband der 1960er bis 2020er Jahre spielen, würde ich diesen Amp jedenfalls mit in die engere Wahl nehmen.

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