Heavyocity Convergence Test

Convergence erweitert Heavyocity´s Portfolio um ein KONTAKT-Instrument, das analoge Klangquellen mit modernen Hybrid-Scoring kombiniert. Im Fokus stehen 130 analoge Soundquellen, über 480 Presets sowie die klare Ausrichtung auf rhythmisch bewegte Cinematic-Texturen.

Heavyocity Convergence versteht sich damit als Schnittstelle zwischen Vintage-Charakter und moderner Score-Produktion.
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • sofort einsetzbare Sounds, klanglich starke analoge Basis
  • lebendiger Sound dank Macro Sequencer und Motion-Sektion   
  • praxisnahe Cue-Strukturen für schnelle Produktionen
  • klare Ausrichtung auf modernes Hybrid-Scoring
Contra
  • kein Contra
Artikelbild
Heavyocity Convergence Test

Highlights Convergence:

  • 130 analoge Soundquellen als Basis, Mehr als 480 Presets, darunter „Cue Creators“
  • Drei Layer, Macro Sequncer und Macro LFO
  • Hybrid-Arps, rhythmische und lebendige Texturen
  • Analoge Grundwellenformen bis modern verarbeitetet Hybrid-Sounds
  • Nutzung ab Kontakt 7 (Full oder Player)

Details & Praxis

Analoge Soundquellen als Fundament

Convergence basiert laut Hersteller auf über 130 analogen Soundquellen. Dazu zählen klassische Grundwellenformen, Retro-Klangcharaktere, Analog-Synths sowie nicht-tonale Texturen.

Bedienoberfläche von Convergence
Die vertraute Bedienoberfläche erleichtert den Einstieg.

Der Schwerpunkt liegt klar auf der organisch-analogen Basis, welche im Anschluss durch zeitgemäße Bearbeitung in Richtung Hybrid-Scoring weiterentwickelt wird.

480+ Presets inklusive „Cue Creators“

Mit über 480 Presets liefert Convergence eine große Auswahl sofort einsetzbaren Sounds. Neben Pads, Leads und Bässen bekommt ihr auch rhythmische Klänge, Hybrid-Arps sowie sogenannte „Cue Creators“.

Letztere sind darauf ausgelegt, komplette Score-Strukturen innerhalb eines Patches bereitzustellen. Dieses Konzept ist aus bisherigen Heavyocity-Produkten bekannt, wird hier jedoch konsequent mit analogem Klangmaterial kombiniert.

Hybrid-Arps und rhythmische Motion

Pulsierende Patterns, tempo-synchrone Bewegungen und moderne Hybrid-Arpeggios gehören zum Kern des Instruments. Die rhythmische Architektur ist allerdings nichts neues – vergleichbare Motion-Engines finden sich bereits den bisherigen Hybrid-/Motion-Instrumenten von Heavyocity.

Macro Sequencer und Macro LFO
Macro Sequencer und Macro LFO sorgen für den beweglichen Klang der Library.

Installation

Da es sich bei Heavyocity Convergence um eine KONTAK-Library handelt, braucht ihr die Lizenz nur noch in Native Instruments Native Access einfügen. Der rund 9 Gigabyte große Download und die Installation laufen automatisch, anschließend ist die Library ohne weiteres in KONTAKT bzw. KOMPLETE in eurer DAW einsatzbereit. 

Heavyocity Convergence Installation
Die Installation läuft über Native Access – so spart ihr euch die App „Heavyocity Portal“ mittlerweile vollständig.

Wie klingt Heavyocity Convergence?

Die Sounds sind satt, sofort einsetzbar und eignen sich meiner Meinung nach bestens für Scorings von Retro-Wave bis Cyberpunk. Nahezu jedes Preset klingt so lebendig, sodass es mir bei durchskippen etwas schwer viel, mich für einen Sound zu entscheiden.

Die Presets sind dynamisch und reich an Texturen. Bereits vier Spuren in der DAW erzeugen ein volles Arrangement! In wenigen Minuten entstehen kleine Scorings, die klangcharakterlich an Filme wie TRON Legacy oder auch Games wie Cyberpunk 2077 erinnern.

Alle Spuren meiner Beispiele sind unbearbeitet und kommen direkt aus der Library – ohne das ich zusätzliche Parmeterfahrten oder weitere Plugins genutzt habe. Hört euch das am besten selbst mal an:

Audio Samples
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Beautiful Sun Station Berlinmatics Cosmological Constant Convergence Designer (Default Preset) Mix

Musikalisch Cineastisch, statt Cyber-Industrial

Die Sounds wirken satt und druckvoll, haben aber oft einen metallischen Charakter. Für moderne Trailer-Musik liefern die Presets eine solide Grundlage, ohne dass ihr großartige Nachbearbeitung vornehmen müsstet.

Was Convergence allerdings nicht primär liefert, sind extrem harte Industrial- oder Noise-Elemente. Das versucht die Library aber auch gar nicht. Vielmehr bleibt sie musikalisch kontrolliert und cineastisch, nicht radikal experimentell oder random-artig. Drums oder perkussive Elemente sind hier ebenfalls nicht dabei.

Oder anders ausgedrückt: Für „Blade-Runner-meets-Stranger-Things“-Ästhetik passt sie gut, für einen harten Cyber-Industrial-Sound mit Bitcrusher-Noise-Gerödel bräuchtet ihr zusätzliche Tools.

Einsatz als NI KONTAKT- oder KOMPLETE-Instrument

Ich bin Fan der NI Komplete Kontrol Keyboards, da sich dank NKS die Library-Parameter direkt am Keyboard steuern lassen. Schade ist, dass im Komplete-Browser „nur” 101 der über 480 Presets verfügbar sind – allerdings reicht das für viele Anwendungen. Diese sind in Leads, Pads und Synth Misc sortiert. Wer alle Presets nutzen will, lädt die Library direkt in KONTAKT.

Preset-Banks von Heavyocity Convergence
Die Patches sind sauber in 11 Preset-Banks unterteilt. 

Presets und Cue Creators

Die „Cue Creators“ in Convergence sind mehrschichtige Presets, die bereits komplette, score-taugliche Klangstrukturen mit Rhythmus und Atmosphäre liefern. 

Mit wenigen Noten oder Akkorden erhaltet ihr sofort einen funktionierenden Underscore-Ansatz. Sie sind optimal für schnelle Skizzen – quasi als Ausgangspunkt, den ihr über Macros und Co. weiter anpassen könnt.

Eigenes Sounddesign, viele Möglichkeiten!

Natürlich könnt ihr das Ruder selbst in die Hand nehmen und die 130 Soundsources aus den Kategorien Core, Retro, Modern, Prozesse und Textures auf 3 Sound-Slots selbst zusammenstellen – ganz einfach via Drag and Drop. 

Soundsources
Eigenes Sounddesign ist einfach gelöst via Drag and Drop

Neben Key-Splits und Layern stehen ein rudimentärer Mixer, Envelopes, Filter, 2-Band-EQ, eine Drive-Sektion (Tube und zwei Tape-Saturations) sowie Delay und Reverb bereit. Unter „Motion“ lassen sich Gate und Pitch per Step-Sequencer programmieren – das sorgt auch nochmal ordentlich für Bewegung und Lebendigkeit!

In der Master-Sektion veredelt ihr den Sound zusätzlich mit „Punish“ (Distortion mit drei Modi) und weiteren üblichen verdächtigen Effekten (wie von modernen Heavyocity-Libraries gewohnt), inklusive frei anpassbarem Signalfluss. Klanglich sind die Effekte wirklich amtlich. Für direktes Sounddesign innerhalb des Plugins finde ich sie auch wirklich brauchbar!

Lebendigkeit dank Macro Sequencer und Macro LFO

Zum Macro Sequencer und dem dazugehörigen LFO muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Diesen gab es bereits in Heavyocity Gravity 2 oder Oblivion in ähnlicher Form. Dennoch ist er maßgeblich für den lebendigen Sound dieser Library verantwortlich.

Screenshot

Ihr könnt die Envelopes, Tone (EQ und Filter), Drive-Sektion, Motion (Gate und Pitch) und Space (Delay und Reverb) steuern.  Dadurch entstehen sehr dynamische Klangfahrten, die den beweglichen Sound von Convergence ausmachen!

FAZIT: Convergence

Convergence überzeugt vor allem durch seine klare klangliche Ausrichtung: Die starke Fokussierung auf analoge Soundquellen verleiht dem Instrument eine musikalische Direktheit. Dank der umfangreichen Preset-Bibliothek, der Cue-Creator-Struktur und den wirklich sehr lebendigen Presets, ermöglicht Convergence schnelle Produktionen, die amtlich klingen, trotz wenig aufwand. Die KONTAKT-Library eignet sich also vor allem dann, wenn es mal schnell gehen muss oder ihr eigenes Sounddesign umgehen möchtet. Technisch bleibt vieles vertraut. Weder die Engine noch die Motion-Architektur stellen einen Bruch mit den gewohnten Heavyocity-Konzepten dar. Convergence ist eine konsequente Weiterentwicklung bisheriger Libraries. Für Neulinge bietet es aber auch einen zugänglichen Einstieg in modernes Cinematic-Sound. Ein schönes Soundpaket für schnelle Scorings mit analogen Synthsounds.

Features

  • Cinematic-Synth-Library für Native Instruments KONTAKT 
  • Über 130 analoge Klangquellen als Basis
  • Mehr als 480 Presets inklusive „Cue Creators“
  • Drei Layer pro Patch mit unabhängiger Steuerung
  • Hybrid-Arps, rhythmische Patterns und Motion-Sequenzen
  • Macro-Steuerung für Envelope, Tone, Drive, Motion und Space
  • Step-Sequencer für Gate und Pitch
  • Effekte: Fiter, 2-Band-EQ, Drive (Tube & Tape Saturation), Delay, Reverb sowie Master-Effekte inklusive 3fach „Punish“-Distortion
  • NKS-Unterstützung für Komplete Kontrol Keyboards, ab KONTAKT 7 bzw. KONTAKT Player
  • PREISE: 119,- Euro (Straßenpreis am 20.02.26)
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