Mit der Fender John Osborne Telecaster bietet der US-amerikanische Hersteller ein Instrument, das exakt auf das Country-, Bluegrass- und Americana-Genre zugeschnitten ist. Die Brothers Osborne aus Maryland, bestehend aus Sänger TJ und Gitarrist John, sind aus der Szene kaum wegzudenken. Sie haben für ihre Musik 2022 einen Grammy als „Best Country Duo/Group Performance“ mit dem Titel „Younger Me“ eingeheimst und insgesamt 13 Nominierungen nach Hause geholt. Neben Country-Licks, Twang und Slides ist es vor allem der sogenannte B-Bender, der hier für Aufmerksamkeit sorgen dürfte. Er soll der neuen Signature-Gitarre Fähigkeiten verleihen, die einzigartig klingen. Die aufwendige Modifikation ist ab Werk direkt in diesem Instrument verbaut.

Was ist ein B-Bender?
Zweifellos ist die Telecaster fest im Country-Genre etabliert. Ein B-Bender sorgt dabei für die typischen Bends, bei denen die B-Saite stufenlos um einen Ganzton nach oben gezogen wird. Statt hierfür den Finger zu nutzen, sorgt eine mechanische Konstruktion dafür, dass die entsprechende Saite durch das Herunterdrücken der Gitarre an der oberen Gurtbefestigung einen Bend auslöst, der durchaus an Pedal-Steel-Sounds erinnert. Genial und einzigartig.
Der B-Bender wurde in den Fünfzigern von Clarence White und Gene Parsons entwickelt und in Form einer Modifikation angeboten, ehe Fender die Idee lizenzierte und 1996 in der American Standard B-Bender Telecaster verbaute. Inzwischen ist es allerdings schon viele Jahre her, dass Fender ein Serienmodell mit B-Bender anbot. Bis jetzt …

Konstruktion
Die Fender John Osborne Telecaster setzt auf einen Korpus aus Erle mit geöltem Schraubhals aus Ahorn, der über ein individuelles Profil nach den Vorgaben des Künstlers verfügt und auf dem C-Profil seines eigenen Instruments von 1968 basiert. Das Ahorngriffbrett trägt 21 Jumbobünde und schwarze Dot-Inlays.
Bei der Optik hat Fender zum Klassiker Olympic White gegriffen, dem Instrument aber per Road-Worn-Aging eine schmucke Vintage-Optik verpasst. Fast so, als wäre man mit dieser Gitarre bereits auf Tour gewesen! Für Kontrast sorgt das schwarze Schlagbrett.
Die Hardware kommt in Nickel und besteht aus einer Vintage-Brücke mit drei kompensierten Messingsätteln und Saitenführung durch den Korpus. An die H-Saite ist der B-Bender angekoppelt, der rückwärtig durch den Korpus in Richtung oberer Gurtbefestigung führt. Für die richtige Stimmung sorgen hauseigene Vintage-Mechaniken mit Vintage-F-Logo.

Abgestimmte Tonabnehmer
Bei der Elektronik gibt es keine Experimente. Die Fender-John-Osborne-Signature ist laut Hersteller durch das bevorzugte Instrument des Künstlers von 1968 inspiriert. Verbaut sind zwei John-Osborne-Signature-Single-Coils, die per 3-Wege-Klingenschalter selektiert werden. Sie sollen gleichermaßen bei unverzerrten und Overdrive-Sounds überzeugen. Die weitere Steuerung erfolgt über einen Lautstärke- und Tonregler. Klassisch Telecaster – und eben so, wie es Künstler und Genre verlangen!
Preis und Verfügbarkeit der Fender John Osborne Telecaster
Die Fender Telecaster von John Osborne ist Teil der Veröffentlichungen anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Telecaster. Die Gitarre ist mit einer Lieferzeit von drei bis vier Wochen im Musikhaus Thomann erhältlich. Der Preis des Instruments aus mexikanischer Fertigung liegt bei 2.069 Euro inklusive eines Vintage-Hardshell-Koffers. Wie so oft bleiben Linkshänder leider außen vor.

Weitere Informationen unter: https://intl.fender.com/products/john-osborne-telecaster






