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Test
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06.03.2017

Yamaha HS8 Test

Aktiver Nahfeldmonitor

Weiß, weißer, HS8 White

Yamaha ist weltbekannt. Unter Studio-Freunden dürften vor allem die NS10 berühmt sein, ein Klassiker unter den Monitoren, in dessen Fahrwasser der Hersteller aber auch gern andere Speaker verkaufen möchte.

Das war natürlich etwas provokant, denn die neuen Speaker sind ganz eigenständig zu betrachten. Und zwar wie folgt: Die HS-Serie bietet ziemlich ordentliche Speaker für relativ kleines Geld an. Nicht mehr und nicht weniger.

Details

Neue Serie

Der Yamaha HS8 ist ein aktiver Zwei-Wege Nahfeldmonitor und der Nachfolger der erfolgreichen HS80. Nun gibt es auch gleich zwei kleinere Varianten, HS7 und HS5. Alle Lautsprecher der Serie sind als weiße oder schwarze Modelle erhältlich, der passende Subwoofer aber nur in Schwarz . Außerdem gibt es die Modelle mit zusätzlichen Mounting Points, um die Speaker besser an Wandhalterungen oder Ähnliches schrauben zu können, erkennbar an dem Namenszusatz I.

8-Zoll Woofer

Die große HS8 ist mit einem acht Zoll großen Tieftonlautsprecher und einem  ein Zoll großen Hochtöner ausgestattet. Beide Treiber sind geschirmt und mit dem folierten MDF-Gehäuse solide verschraubt. Für ihre Größe von 250 x 334 x 390 mm ist die Box mit ihren 10,2 kg überraschend leicht aufgestellt.

Die Hochtöner-Einfassung weist eine leichte Wölbung nach außen auf, was als Waveguide bezeichnet wird und für eine bessere Schallankoppelung an das Gehäuse sorgt. Der Speaker wurde außerdem als Bassreflex konzipiert, wobei sich der Ausgang auf der Rückseite befindet. Alles wirkt aus einem Guss – schick und edel.

Bi-Amped

Wie üblich wird der aktive Speaker von zwei getrennten Endstufen befeuert, wobei eine sich für den Woofer und die andere für den Tweeter verantwortlich ist. 75 Watt plus 45 Watt ergeben 120 Watt Gesamtleistung. Weitere Angaben fehlen jedoch, wodurch davon auszugehen ist, dass es sich hier kaum um Sinusleistung handeln.

Der Übertragungsverlauf der Yamaha HS8 wurde indes mit 38 Hz – 30 kHz (-10 dB) und 47 Hz – 24 kHz (-3 dB) sehr genau angegeben. So viel Liebe zu den Messdetails findet sich – vor allem in diesem Preissegment – recht selten. Gegenüber den Vorgängern wurde dabei durchaus ein Stück nach unten in Richtung Basskeller erweitert, was zu begrüßen ist. Apropos Vorgänger und Unterschiede: Auf das Mittenfilter und den Low-Cut wurde leider verzichtet, sodass sich auf der Rückseite neben den Anschlüssen und dem Gain-Regler nur noch ein dreistufiges Room Control Filter (Bass-RollI-Off unter 500 Hz mit 0, -2 dB und -4 dB) und ein dreistufiges High Trim Filter (Treble-Shelving ab 2 kHz mit -2 dB, 0 db und +2 dB ) findet.

Alle Einstellmöglichkeiten befinden sich also rückseitig, genau wie die beiden Audioanschlüsse (XLR und TRS). Es sind sowohl symmetrische als auch unsymmetrische Verkabelungen möglich. Das Gain-Poti verfügt netterweise über Markierungen für die ideale Einstellung für +4dBu- oder -10dBV-Niveau. Die Beschriftung ist allerdings, wenn man es genau nimmt, leider etwas irreführend, da +4 dB vor -10 dB am Poti auftaucht. Das würde bedeuten, dass mit Aufdrehen des Gain-Potis die Box erst laut und dann wieder leise werden würde. Logischer wäre es mit der vollständigen Bezeichnung ( +4 dBu und -10dBV) , da so klarer werden würde, dass es sich um die Anpassung an den Eingangspegel und nicht um den eigentlichen Ausgangspegel handelt. Sei's drum. Das Netzteil kommt indes nur mit 230 Volt aus  – ein Sicherungswechsel ist nicht vorgesehen –, der Power-Schalter befindet sich über der korrespondierenden IEC-Kaltgerätebuchse.

Und das war es auch schon. Weitere Überraschungen gibt es nicht. Zum Lieferumfang gehören ein Netzkabel und ein recht knapp gehaltenes Handbuch. Alles weitere dann im Praxisteil.

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