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11.05.2021

Waves DSPro Stagegrid 1000 Test

SoundGrid Stagebox

Der Waves eMotion LV1 Softwaremixer ist immer häufiger in der Profi-Liga anzutreffen. Die FoH-Kollegen von Bands wie Whitesnake, Kraftwerk, Tom Jones und Dweezil Zappa nutzen diese kompakte und gleichzeitig skalierbare Lösung. Waves ist bekanntlich ein bedeutender Player im Audio-Plug-in-Markt und überraschte vor einigen Jahren mit besagtem eMotion LV-1 Softwaremixer, der auf Live-Baustellen die nahtlose Einbindung von Waves-Plug-ins ermöglichen soll.

Damit der LV1 zum Live-Mischpult mutiert, bedarf es allerdings passender Hardware. Hier kommt unser Kandidat ins Spiel. Die DSPro Stagegrid 1000 ist eine Frontend-Option von mehreren für den LV1 Mixer. Zur Verfügung gestellt wird uns die Stagebox vom Waves Fulfillment Partner W-LOGIC, der ausgesuchte Fachhändler mit den DSPro-Produkten beliefert.

Details

Die Lieferung erreichte uns im Karton direkt vom W-Logic Warehouse in den Niederlanden. Die Stagebox sitzt in zwei dicken Schaumstoffpolstern und ist somit auf dem Transportweg ausreichend geschützt. Der Lieferumfang ist eher übersichtlich. Neben der Hardware befinden sich lediglich zwei Kaltgerätekabel (EU- & US-Version) und ein Quick Start Guide im Karton. Die DSPro Stagegrid 1000 selbst ist in einer Folie eingeschweißt, der ein Silikat-Päckchen beiliegt. Somit sollte die Hardware den langen Weg vom Headquarter des Herstellers in Porto Alegre (Brasilien) bis zum Endkunden trocken Fußes erreichen.

Die DSPro Stagegrid 1000 ist eine kompakte 19-Zoll-Lösung mit 1 HE und einer kurzen Einbautiefe von gerade einmal 30 Zentimetern. Damit bietet sich die kleine Stagebox für kleinere Besetzungen, Interviewrunden oder als FoH-Interface an. Letztes ist dem Umstand geschuldet, dass der Waves LV1 Mixer selbst über keinerlei Hardware-In- und Outputs verfügt. Am FoH-Platz benötigt man in der Regel immer eine Handvoll Ein- und Ausgänge, zum Beispiel für ein Talkback-Mikrofon, den Solo/Cue-Bus, für Zuspieler (z. B. Pausenmusik) oder für die Übergabe der Mischpultsumme während eines Festivals an den örtlichen PA-Systemer. Schauen wir uns die Hardware genauer an.

Vorderseite

Die DSPro Stagegrid 1000 kommt in einem solidem Stahlblechgehäuse mit schwarzer Lackierung daher. Die Rack-Winkel lassen sich bei Bedarf abschrauben. Schön, dass das Gehäuse nur 30 Zentimeter tief ist, damit lässt sich die Stagebox auch in kompakte Effekt-Racks schrauben. Die Vorderseite ist klar gegliedert. Von links nach rechts: Den Anfang machen zwei Status-LEDs. „NET“ zeigt eine bestehende Verbindung zum Soundgrid-Netzwerk an. Nur mit einer Verbindung ist die Stagebox am LV1 einsatzfähig. Die „PWR“-LED verweist auf eine anliegende Stromverbindung. Es folgen zwei separate Kopfhörerausgänge im Stereo-Klinkenbuchsenformat in Kombination mit je einem Volume-Poti. Der Rest der Vorderseite wird eingenommen von acht Mic-/Line-Eingängen im XLR-Format.

Alle Anschlussarmaturen der DSPro Stagegrid 1000 stammen aus dem Hause Neutrik. Jede der acht XLR-Buchsen wird begleitet von einem LED-Duo. Zum einen eine Signal-LED, die ein anliegendes Audiosignal anzeigt, während die zweite LED auf eine aktivierte Phantomspeisung hinweist. Die pro Eingang einzeln schaltbare Speisespannung wird nicht an der Hardware, sondern über den Waves LV1 Mixer verwaltet, aber dazu später mehr. Schauen wir uns zunächst die Rückseite an.

Rückseite

Hier gibt einen bunten Strauß diverser Verbindung zu bewundern. Beginnen wir mit der obligatorischen Kaltgerätebuche samt Netzschalter. Rechts daneben sind vier Line-Ausgänge im XLR-Format angesiedelt. Für eine digitale Signalübergabe sind ein Stereo-Eingang und ein Stereo-Ausgang im AES/EBU-Format verbaut. Letzter physikalischer Anschluss ist eine RJ45-Netzwerkbuchse mit Neutrik-EtherCON-Armatur, die für die Anbindung an das Waves-Soundgrid-Netzwerk zuständig ist. Begleitet wird die Netzwerkbuchse wiederum von einer „PWR“- und einer „Link“-LED. Somit stehen dem Anwender sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite die wichtigsten Statusanzeigen gleichzeitig zur Verfügung. Sehr komfortabel. Ein letztes Ausstattungsdetail der Rückseite hätte ich fast übersehen. Eine kleine, versenkt angebrachte Reset-Taste mit der Bezeichnung „R“ setzt die Einstellungen der Hardware bei Bedarf zurück.

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