Gitarre Hersteller_Vox
Test
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30.04.2020

VOX Mini Superbeetle Audio Test

Bluetooth Mini-Stack für E-Gitarre

Stylischer Mitspieler

Mit dem Vox Mini Superbeetle Audio erweitert die britische Kultmarke ihre Superbeetle-Serie um einen weiteren Amp mit dem Namenszusatz Audio. Auch er kommt wie seine Serienkollegen im schicken Retro-Design und sticht allein durch seine Optik aus dem großen Verstärkerangebot heraus.
Mit seinen 50 Watt und einem unverwechselbaren Äußeren bietet das Mini-Stack aus Topteil und Lautsprecherbox einige interessante Features, mit denen es sich nicht nur von der Masse absetzt, sondern auch von seinen anderen Serienkollegen. Um was es sich im Detail handelt und was Vox uns mit dem Superbeetle Audio anbietet, werden wir jetzt herausfinden.

Details

Das Duo besteht aus einem kleinen Topteil und einer Lautsprecherbox und ist schon aus der Entfernung als Mitglied der Vox-Produktfamilie zu identifizieren. Neben dem güldenen Logo auf der Frontbespannung steht dafür auch das typische Rautendesign, alles eingefasst mit einem weißen Piping. Das auffällige Metallrohrdesign der Box kam so und so ähnlich auch schon in den Swinging Sixties zum Einsatz und war unter anderem hinter dem wohl berühmtesten Quartett der Welt auf der Bühne zu sehen. Bei der Namensgebung orientierte sich der Amp-Hersteller damals logischerweise an den Fab Four und nannte sein Design "Super Beatle".

9,1 kg bringt das Gespann auf die Waage und misst dabei insgesamt 323 x 180 x 596 mm. Auffälligstes Merkmal ist, wie bereits erwähnt, das Metallrohr-Design der Box, wobei die Gummifüße des Verstärkers exakt zwischen die beiden Rohre auf der Oberseite passen und den Amp so fixieren.

Schauen wir uns das kleine Topteil einmal etwas genauer an: Der kompakte Amp besitzt eine Leistung von 50 Watt an vier Ohm und lässt sich mithilfe eines Kunststoffgriffs auf der Oberseite komfortabel transportieren, der fast die gesamte Breite des Verstärkers einnimmt. Einige Bedienelemente befinden sich auf der Oberseite des mit schwarzem Tolex versehenen Gehäuses, das auch optional in Elfenbeinweiß (Ivory) erhältlich ist.

Das Mini Superbeetle Audio Topteil besteht im Grunde aus zwei Sektionen. Zum einen wäre da das Bedienfeld auf der Oberseite, bestehend aus fünf Chickenhead-Potis mit weißen Skalenstrichen, die für das Regulieren von Volume, Sub-Bass, Bass, Middle und Treble des Audio-Eingangs zuständig sind. Letzterer besteht aus Aux-Buchse und Bluetooth-Übertragung, sodass die Regler keine Wirkung auf den Instrumenteneingang an der Rückseite haben. Allerdings gilt das nicht für das Volume-Poti, denn mit ihm wird die Gesamtlautstärke bestimmt. Der Sub-Bass-Regler soll dem kleinen Verstärker zudem auch bei geringen Lautstärken ein kräftiges Fundament bescheren.

Eingeschaltet wird der Amp mit einem Taster auf der linken Seite, von einer roten LED quittiert. Direkt darunter befindet sich ein weiterer Taster für besagte Bluetooth-Funktion. Somit lässt sich ein entsprechend bestückter Audiospieler drahtlos mit dem kleinen Topteil verbinden.
Der Amp bietet aber auch den Anschluss via Kabel an, der sich auf der rechten Seite des Bedienfeldes in Form einer Miniklinken AUX-In-Buchse befindet. Direkt darunter kann ein Kopfhörer angeschlossen werden, dem ein frequenzkorrigiertes Signal zugeführt wird. Sobald diese Buchse belegt wird, ist kein Signal aus dem Speaker zu hören.

Die zweite Sektion des Mini Superbeetle Audio ist auf der Rückseite des Amps ebenfalls in Form eines Bedienpaneels zu finden, das aus Gain-, Tone- und Volume-Reglern besteht und auf das Instrumentensignal wirkt. Diese Regler sind recht klein und fallen für meinen Geschmack etwas wackelig aus. Außerdem fehlen mir hier farblich abgesetzte Markierungen, die die jeweilige Reglerstellung auch aus einer gewissen Entfernung anzeigen. Interessanterweise lässt sich der Superbeetle Audio auch mit der Rückseite nach oben zeigend auf die Metallrohre der Box stellen, sodass die Bedienung erheblich vereinfacht wird.

Ebenfalls an der Rückseite des Verstärkers steht eine mit amPlug IN beschriftete, rechts neben dem Gitarreneingang positionierte Klinkenbuchse bereit. Der kleine Amp lässt sich nämlich mit den VOX-eigenen amPlug 2 Kopfhörerverstärkern kombinieren, von denen wir in der Vergangenheit bereits einige getestet haben. Dem Ausgang des amPlugs wurde ebenfalls eine eigene Buchse spendiert, diesmal aber im Mini- Klinkenformat und mit amPlug Return-Beschriftung. Allerdings können diese amPlugs nur mit Batterie betrieben werden, was ich etwas schade finde. Für den heutigen Test stehen mir vier dieser Kopfhörerverstärker zur Verfügung, die ich im Praxisteil natürlich einsetzen werde - dazu aber später mehr.

Das mitgelieferte 19-Volt-Netzteil befeuert den Verstärker und die Verbindung zur Box ist auch hier hinten zu finden. Ebenfalls im Lieferkarton findet sich zudem eine faltbare, mehrsprachige Bedienungsanleitung und ein Miniklinkenkabel zum Anschluss eines amPlugs oder eines Players in Verbindung mit der Aux-In-Buchse.
Insgesamt wurde das Duo weitestgehend fehlerfrei in Vietnam gefertigt und bis auf die wackeligen Regler auf der Rückseite gibt es meinerseits auch nichts weiter zu bemängeln.

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