Gitarre Ukulele Bass Hersteller_VGS_Guitars
Test
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24.06.2019

Praxis

Aufgrund ihres großen Durchmessers und des niedrigen Saitenzuges schlagen die Saiten beim Spielen sehr schnell auf die Bünde auf. Das sorgt für ein stetes Schnarren, weshalb man den Anschlag etwas milder ausführen und die Saiten näher an der Brücke anzupfen sollte. Die linke Hand kann mit wenig Druck arbeiten, allerdings führt zu wenig Druck ebenfalls zu einem unangenehmen Schnarren der Saiten. Es erfordert also auch für erfahrene Bassisten etwas Eingewöhnung, bis man den Uke-Bass richtig im Griff hat. Belohnt wird man aber mit jede Menge Spielspaß und einem wirklich pfundigen Sound. Eine komplett nebengeräuschfreie Performance ist auf dem Uke-Bass nahezu nicht möglich. Die Saiten produzieren einfach zu schnell ein Schnarren auf einzelnen Bünden.

Sound

Der Ukulele Bass kann natürlich auch unverstärkt gespielt werden. Das ist zu Übungszwecken sehr praktisch. Genau wie bei einem E-Bass braucht man aber zum gemeinsamen Musizieren immer einen Verstärker. Am besten sind natürlich Bassverstärker geeignet. Man kann den Ukulele-Bass aber auch über Akustikverstärker oder direkt in das Mischpult einer PA spielen. Wenn man sich der Einstellungen am Preamp bedient, kann man dem Mini-Bass ein sehr breites Spektrum an verschiedenen Sounds entlocken. In jedem Fall ähnelt der Klang eher einem Kontrabass als einem E-Bass. Ein voluminöser Tiefbassbereich, dem man dem Instrument beim bloßen Anblick niemals zutrauen würde, tönt aus den Boxen. Das sorgt auch beim Zuschauer für ungläubiges Staunen. Am besten gefällt mir persönlich der Sound mit der folgenden EQ-Einstellung: Bass auf 3 Uhr, die Mitten auf 11 Uhr und die Höhen auf 11 Uhr. Damit Ihr euch selbst ein Bild von den unterschiedlichen Sounds machen könnt, gibt es ein paar Hörproben mit unterschiedlichen EQ Einstellungen.

Hier stehen alle Regler auf 12 Uhr. Die Saiten werden recht gleichmäßig abgenommen. Die G-Saite klingt dabei etwas leiser als die anderen. Diesen Umstand beobachtet man bei Bassukulele häufig, aber bei diesem Modell ist der Lautstärkeunterschied der einzelnen Saiten erfreulich gering.

Nimmt man die Höhen und die Mitten etwas zurück und dreht dafür die Bässe am Preamp etwas weiter auf, bekommt man einen mächtigen Klang mit überraschend viel Tiefbass.

Sind die Mitten aufgedreht und die Bässe etwas zurückgenommen, bekommt man einen durchsetzungsstarken holzigen Klang. Allerdings werden auch hier die Nebengeräusche, die man beim Spielen produziert, deutlich zutage gefördert.

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