Banjo Hersteller_VGS_Guitars
Test
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22.06.2019

Praxis

So richtig gut ist das VGS-Banjo ab Werk nicht eingestellt, aber so richtig schlecht auch nicht. Das Fell ist etwas zu schlaff, die Saitenlage etwas zu hoch, und der Winkel des Saitenhalters etwas zu steil. Alles kein Problem und innerhalb einer halben Stunde beseitigt.

Für die Spiel-Ergonomie gilt das gleiche, was für alle voll ausgestatteten Banjos gilt: Das Ding ist richtig schwer, und ein entsprechend breiter Gurt ist Pflicht. Dafür ist Kopflastigkeit kein Thema, so dass die Greifhand locker auf dem sehr angenehm spielbaren Hals arbeiten kann.

Im Sound unterscheidet sich das VGS Premium-Banjo erwartungsgemäß nicht von dem Harley Benton - wohlgemerkt, nachdem beide optimal eingestellt wurden. Beim Harley Benton war das eine ziemlich Zeit- und Know-How-intensive Angelegenheit.

Der Grundsound ist authentisch, spritzig, perkussiv und natürlich ordentlich laut. Mit diesem Sound kommen schnelle Pickings im Carter-Stil natürlich besonders gut. Es klingelt und klackert dermaßen authentisch, dass man meint, der Geist von Earl Scruggs sei in einen gefahren. Das verstärkt sich noch, wenn man die beiden tiefen Saiten durch eine Oktave höher tönende ersetzt.

Aber das VGS kann als Gitarrenbanjo natürlich noch mehr. Akkordbegleitung und Riffs klingen ebenfalls überzeugend, wobei mir besonders gut der "Schmutz" im Ton gefallen hat, wenn man Power Chords spielt. Sololinien kommen klar und durchsichtig, erfordern jedoch das entsprechende Umfeld. Hier bieten sich beispielsweise alle irischen Spielarten an.

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