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Test
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26.05.2017

Ultrasone Signature Studio Test

Geschlossener Studiokopfhörer

Mehr Klang für weniger Geld?

Erneut erreicht uns in der Redaktion ein Kopfhörer der bayrischen Firma Ultrasone. Als eines der jüngsten Produkte in deren Portfolio, erweitert er die Signature-Reihe um ein drittes Modell. Konzipiert wurde der Ultrasone Signature Studio für den professionellen Einsatz und ist – verglichen mit seinen beiden Kollegen der Signature-Serie – ein richtiges Schnäppchen. Ob sich das auch in der Qualität niederschlägt, erfahrt ihr im folgenden Test.

Details

Der erste Eindruck

Während viele Hersteller aus dem Studioumfeld sich mittlerweile auch auf Produkte für den HiFi-Markt verlegen, geht Ultrasone den umgekehrten Weg. Hier wird die Palette an Kopfhörern zum professionellen Einsatz stetig ausgebaut. Neben den Modellen der Pro-Reihe gesellt sich mit dem Signature Studio nun auch ein weiterer Kopfhörer zur hochwertigeren Signature-Serie. Während die Preisklasse in Ultrasones Pro-Sektion mitunter gewaltig variiert, haben hier alle Produkte etwas gemeinsam: ein schnörkelloses und unaufdringliches Äußeres. Auch der Signature Studio kommt ganz dezent daher. Schwarze Polster und Gelenke sowie anthrazitgraue Ohrmuscheln, lassen den Kopfhörer eher unscheinbar auftreten. Lediglich die schwarze Abdeckplatte aus Aluminium mit silbrig glänzendem Schriftzug „Signature“, lassen wirklich erahnen, welches Potenzial sich hinter dem Kopfhörer verbirgt.

Gefertigt ist der Ultrasone Signature Studio weitgehend aus Kunststoff. Das gibt ihm die nötige Robustheit sowohl für Studiozwecke, als auch für den Live-Einsatz mit auf den Weg. Die kunstledernen Polster sind weich für einen guten Tragekomfort – auch bei längeren Sessions. Die Gelenke und die Schienen zur Größenverstellung sind ebenfalls aus Plastik gefertigt, bewegen sich aber flüssig und schleifen nicht. Sie bieten einen weiten Spielraum zur perfekten Anpassung an die Kopfform. Zudem lässt sich der Kopfhörer für einen besseren Transport zusammenfalten. Die Verarbeitung ist an allen Stellen tadellos und zeigt keinerlei Makel. Dies ist wohl nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass jedes Exemplar in der bayrischen Manufaktur handgefertigt wird. Ein Qualitätsunterschied zu vergleichbaren Produkten, den man sieht und fühlt. Auch Ultrasone ist überzeugt von der so entstehenden Qualität und gewährt volle fünf Jahre Garantie. Der Preis von 499 Euro (UVP), liegt in einem guten Mittelfeld für Studiokopfhörer, erscheint aber angesichts der anderen Signature-Modelle geradezu als Schnäppchen.

Lieferumfang und Technik

Wie alle Kopfhörermodelle von Ultrasone kommt auch der Signature Studio mit der hauseigenen S-Logic-Plus-Technologie daher. Diese schafft ein räumlicheres Klangbild durch einen Versatz der Treiber. Somit soll eine bessere Beurteilung des Audiomaterials gelingen sowie ein ermüdungsfreieres Arbeiten ermöglicht werden. Bis zu 4 dB weniger Schalldruck werden laut Hersteller für ein adäquates Lautstärkeempfinden benötigt. Wichtig zu betonen ist hier, dass keinerlei DSP- oder klangverzerrende Algorithmen benötigt werden, um diesen Effekt zu erreichen. So erreicht der zugespielte Ton unverändert das Ohr. Eine weitere hauseigene Errungenschaft, die hier ins Spiel gebracht wird, ist die ULE-Technologie: ein spezieller Metallschirm reduziert dabei die elektromagnetische Strahlung auf den Kopf um bis zu 98 %. Gerade wenn Kopfhörer länger getragen werden, wird so die Belastung durch nahe Magnetfelder auf ein Minimum reduziert. Die Treiber sind aus Mylar gefertigt, einem Material, das sich durch eine hohe Stabilität trotz geringen Gewichts auszeichnet und so auch in Mikrofonen, teils sogar hochsensiblen Kondensator-Mikrofonen Verwendung findet. Mit ihrer Größe von 40 mm übernehmen sie als Vollbereichstreiber die Verantwortung für den gesamten Frequenzgang, welcher von 8 Hz bis hinauf zu 40 kHz reicht. Der Kennschalldruck liegt bei 98 dB und liefert dank seiner Impedanz von 32 Ohm auch an tragbaren Zuspielern einen ordentlichen Output. Der Signature Studio kommt – wie wir es von Ultrasone gewohnt sind – in einer stabilen Transportbox daher. Mitgeliefert werden zwei Kabel. Eins davon misst 1,2 m mit 3,5-mm-Klinkenstecker und ist zum mobilen Einsatz gedacht. Das andere hat eine Länge von 3 m sowie eine Achtelzoll-Klinke. Dank seiner Spiralform ist es flexibel und liefert Spielraum für die Anwendung in Studio- oder Live-Umgebungen.

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