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05.06.2018

t.racks DL 2/918 und Limit 2/2 Test

Laufzeit-Delay und Pegelbegrenzer

Für manche Audioaufgaben braucht es spezielle Helfer, vor allem, wenn die Signalführung nicht ausschließlich über ein gut ausgestattetes Digitalmischpult erfolgt. Das weiß man auch im Hause Thomann und ergänzte daher das Portfolio der Hausmarke the t.racks um das Laufzeiten-Delay DL 2/918 und den Begrenzer Limit 2/2. Schauen wir uns die Geräte im Einzelnen an.

Details

the t.racks DL 2/918

Das DL 2/918 Time Delay erreicht uns im altbekannten Formfaktor: 19 Zoll, eine Höheneinheit und ein mattschwarz lackiertes Gehäuse. Auf der Vorderseite tummeln sich sechs Menütaster in Tateinheit mit einem Encoder-Rad zur Parametereingabe. Ein hintergrundbeleuchtetes Display zeigt die Parameter an, zwei LED-Meter informieren über die Pegel der beiden Eingänge. Ein einsamer Netzschalter vervollständigt die Vorderseite. Die Rückseite ist nur unwesentlich spannender: Neben der obligatorischen Kaltgerätebuchse notiere ich zunächst eine RS232-Buchse, die laut Bedienungsanleitung jedoch ohne Funktion ist. Kurios.

Die I/O-Bestückung fällt allerdings üppig aus: Jeder Ein- und Ausgang ist im XLR- und Klinkenbuchsen-Format ausgeführt. Darüber hinaus lassen sich die Eingangspegel der beiden Inputs über zwei versenkte Potis von -20 bis +4 Dezibel anpassen.

the t.racks Limit 2/2

Der Thomann-Limiter ist erstaunlich schwer. Das liegt zum einen an der massiven Frontplatte, die bei einem Rack-Einbau verhindern hilft, dass sich das Gehäuse durch sein Eigengewicht verzieht. Zum anderen dürfte auch das Netzteil, vermutlich ein schwerer Ringkerntrafo, seinen Teil dazu beitragen. Nachgucken geht nicht, da das Gehäuse versiegelt wurde.

Die Bedienelemente beschränken sich auf das Notwendigste. Zwei zehnstellige LED-Meter zeigen den Ausgangspegel in dBu an. Vier LEDs verweisen auf bestehende Stromversorgung (Power) und Übersteuerungen in den Eingangskanälen (Input Clip), während aktive Limiter in den beiden Ausgänge (Left/Right Limit) durch zwei grüne LEDs angezeigt werden. Das einzige Bedienelement ist ein versenkt angebrachtes Threshold-Poti. Damit es sich nicht einfach verstellen lässt, ist es durch eine kleine Plexiglasscheibe verdeckt, die von vier Inbusschrauben gehalten wird. Das Prinzip Feuermelder. 

Die Rückseite ist nicht wesentlich aufregender. Auf der linken Seite sitzt die Stromversorgung mit Kaltgerätebuchse, Spannungsumschaltung (115 auf 230 V) und Netzschalter. Außerdem verfügt das zweikanalige Gerät verfügt pro Ein- und Ausgang über eine XLR-und Klinkenbuchse.

Wie auch das DL 2/918 besitzt der Limit 2/2 vermutlich einen Digitalprozessor. Das legen Latenzmessungen nahe, die wir mit beiden Geräten durchgeführt haben. Der Limit 2/2 verfügt über eine Systemlaufzeit (von Eingang bis Ausgang) von 0,43 Millisekunden, während sich das DL 2/918 mit 0,63 Millisekunden einen Hauch mehr Zeit nimmt. Für rein analoge Prozessoren sind diese Latenzen zu lang, allerdings sind Laufzeiten unterhalb einer Millisekunde hörend nicht mehr wahrzunehmen.

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