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Test
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05.12.2016

Toontrack Dream Pop EZX Test

EZDrummer Expansion

Schwedenpop

Toontrack EZX Dream Pop bietet 29 Drum Kits mit verschiedenen Presets in den unterschiedlichsten Stilistiken. Dance, EDM, R&B und auch großer Mainstream-Pop – hier werden einige Stile der musikalischen Farbpalette abgebildet. Was alle vereint ist der hybride Charakter aus akustischen und elektronischen Sounds. Dadurch wirkt Dream Pop modern und lässt sich vielfältig einsetzen. 

Details

Allgemeines

Für dieses EZ-Drummer-Pack, das übrigens auch im Superior Drummer funktioniert, hat Toontrack ordentlich in die Trickkiste gegriffen. So wurden die Sounds nicht nur im Studio aufgenommen oder mit Modularsynthesizern hergestellt – nein, die schwedischen Produzenten sind, mit einigen Mikros bewaffnet, in die Natur gegangen, um auch Geräusche wie Steine, Zweige etc. zu sampeln.

Optik

Das GUI reflektiert gut, was einen akustisch erwartet: Vintage-Drums, erweitert mit E-Drum-Pads, stehen in einem Raum mit Panoramafenstern, die den Blick auf einen vom Vollmond erleuchteten Fjord freigeben. Willkommen in Schweden!

Inhalt und Variationen

Für jedes der 29 Drum Kits gibt es vorgefertigte MIDI-Beats aus der EZX-Library. Die enthalten aber leider keine Intros, Endings oder Drum-Fills, um von einem Part in den nächsten überzuleiten. Das ist schade, von der Erweiterung No.1 Hits kennen wir das beispielsweise anders. Andererseits zeigen die Beats, sie reichen von 63 bis 145 BPM das breite Spektrum, das Dream Pop abdecken kann. Viele Stile, viele Stimmungen – das inspiriert und lädt zum Experimentieren ein.

Handling im Mixer

Im internen Mixer gibt es für jedes Signal einen Kanalzug. Also für Kick, Snare, Hats, Toms, Cymbals, aber auch für die Percussions, Claps, Snaps und FX. Chromatic steht für ein bis eineinhalb Oktaven umfassende Synthisounds, das sind etwa Bässe, Pads oder getunte Kicks. Dadurch lässt sich der Drum-Spur Tonalität verleihen, was über reine Drum-Samples deutlich hinausgeht. Daneben liegen die Comp-Spur, also eine Summenkompression für den Gesamtmix, sowie zwei Reverb-Regler für einen kürzeren und einen längeren Hall.

Effekte

Aber das ist noch nicht alles. Unterhalb der Schieberegler gibt es drei Segmente in Effektgerät-Optik. Das erste heißt The Dream und besitzt drei Drehregler namens Distortion, Bitcrush und Reverb. Diese Effekte lassen sich als Gruppe der Summe beimischen. 

Das zweite Effektelement ist ein Delay mit den Reglern Time, Feedback und The Dream In. Der letztgenannte Regler ist bei jedem Preset anders belegt. Was da genau im Hintergrund passiert, ist nicht klar, aber das ist Absicht: Der Anwender soll sich nicht im Schrauben von Sounds verlieren, sondern intuitiv arbeiten. Auch dieses Segment kann man der Summe beimischen.

Ich habe einige Soundbeispiele erstellt, die einen kleinen Überblick über die Drum Kits liefern.  Zum Einsatz kommen die Variationen 1 und 2 des Beats Jessie. Das erste Beispiel zeigt den Beat in der Voreinstellung, dann folgt dasselbe mit den Effekten The Dream und Delay.

Der dritte Effektblock beherbergt einen Enveloper mit Attack und Release. Er bearbeitet alle Einzelsignale gleichzeitig. Der Release-Regler ändert die Länge des Signals, per Attack kann man zum Beispiel ein zu hartes Knacken in Kick und Snare aufweichen. Sehr hilfreich!

Praktisch: Verändert man im Mixer etwas an der Voreinstellung, erscheint vor dem Namen des ausgewählten Kits ein kleiner Stern.

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