Test
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03.09.2019

Praxis

Wie ich bereits beim Test des Classic Conga Sets feststellen musste, sind die Schrauben zur Höhenverstellung der mitgelieferten Stative kaum zu lösen und nur mit heftiger Anstrengung in die anderen Gewinde zu bekommen. Schade, denn so sind die Stative für viele (größere) Menschen auf Grund der unkomfortablen Spielposition nur eingeschränkt verwendbar.

Sowohl Bongos als auch Congas lassen sich problemlos stimmen. Die Hardware wirkt zwar nicht unendlich belastbar, doch die Felle lassen sich stramm anziehen, ohne dass die Hardware irgendwelche Warnsignale von sich gibt. Besonders bei der kleinen Bongo, „Macho“ genannt, wird das Fell sehr hoch gestimmt, um den typisch knackigen Sound zu bekommen. Ob es den nicht besonders hochwertigen Fellen zuzuschreiben ist, kann ich nur vermuten, doch ich vermisse bei den Bongos ein wenig Durchsetzungsvermögen, so dass ich beim Martillo automatisch etwas kräftiger spiele, als ich es mit meinen eigenen Bongos tun würde. Klanglich ist zwar vom Open Tone bis zum Akzentschlag alles da, nur eben etwas verhalten und wenig fokussiert. Angesichts des doch großen Preisunterschiedes zu professionellen Modellen relativiert sich dieser Punkt jedoch auch wieder. Mit den Congas verhält es sich ähnlich. Sie produzieren einen Sound, bei dem im Grunde alles da ist und mit dem es sich gut spielen lässt, doch die Projektion bleibt ein wenig im Fell stecken. Gerade die Slaps könnten ein wenig frischer und akzentuierter ausfallen, Open Tones klingen jedoch auf beiden Congas angenehm und warm. Auch lassen sich beide Congas in verschiedenen Bereichen gut stimmen, was sie zu vielseitigen Begleitern macht. Nur in ganz hoher Stimmung fehlt ihnen etwas das Mark, da zunehmend die Obertöne das Zepter übernehmen. Angenehm fällt beim Spielen der Congas ihr hoher Fellkragen auf, der für viel Abstand zwischen Hand und Spannreifen und dadurch für guten Komfort sorgt.

In den folgenden Audiofiles könnt ihr euch die Bongos und Congas anhören.

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