Test
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11.11.2019

Thomann Latin Expert Congas und Bongos Test

Bongos (7,15“ & 8,5“) und Congas (10“, 11“, 11,75“ & 12,5“)

Schnäppchenalarm zum Zuschlagen?

Mit den Latin Expert Congas und Bongos wird Thomanns hauseigenes Percussionangebot erwachsen und auch für fortgeschrittene bis (semi-) professionelle Trommlerinnen und Trommler interessant. Im Gegensatz zu den bereits von uns getesteten Classic und Mastercraft Classic Serien bietet diese Linie auch größere Congas in 11 3/4 Zoll und 12 1/2 Zoll. Zudem sind alle Trommeln, inklusive der Bongos, mit professionellen Remo Fiberskyn 3 Fellen ausgestattet, die schon alleine den Preis dieser Instrumente deutlicher in die Höhe treiben sollten, als es der Fall ist.

Anders als die Congas der günstigeren Thomann-Serien, die nur paarweise erhältlich sind, gibt es die Congas der Latin Expert Serie einzeln, sodass ein Congaset ganz nach eigenem Bedarf und Geschmack zusammengestellt werden kann. Ob es sich bei diesen Instrumenten um echte Kracher oder doch eher Blendgranaten handelt, wollen wir natürlich genau so wissen wie ihr.

Details

Fast schon vornehm wirken die Trommeln der Latin Expert Serie. Auf den schwarz lackierten Kesseln erinnert die feine, silbrig nachgezeichnete Maserung an Nadelstreifen. Zusammen mit der verchromten Hardware ergibt sich so ein sehr ansprechendes Erscheinungsbild, das darüber hinwegzutäuschen vermag, dass es sich hierbei um in China gefertigte Trommeln handelt, deren Preisschilder eher in Richtung Einsteiger- als Profiinstrumente weisen. Unterschiede zu letztgenannten lassen sich natürlich bei genauer Betrachtung auch von außen erkennen: So wirkt die verbaute Hardware für den Dauerbetrieb etwas unterdimensioniert, müssen Congas und Bongos bisweilen doch sehr hohe Fellspannungen aushalten. Auch die höhenverstellbaren Stative, die bei den Congas mitgeliefert werden, sind schlicht und einfach gehalten und versprühen nicht unbedingt  den Eindruck, für ein strapaziöses Tourleben geschaffen zu sein. Mehr Haltbarkeit versprechen hingegen die Remo Fiberskyn Synthetikfelle, mit denen alle Congas und Bongos bestückt sind. Sie sind wie klassische Naturfelle „tucked“, also am Rand um einen Metallring gewickelt, wieder nach oben gebogen und abgeschnitten.

Bongos

Die beiden Trommeln der Bongos – Macho und Hembra genannt – messen 7,15 und 8,5 Zoll. Ihre aus doppellagigen Mahagonidauben in Fassbauweise hergestellten Kessel sind etwa 15 Millimeter dick und auch von innen abgedreht und geschliffen. Abgesehen von ein paar rauen Stellen sind die runden Gratungen plan, sauber gearbeitet und gewachst. Je vier Stimmschrauben und ein komfortabel abgerundeter, 2,5 Millimeter starker Spannreifen halten die Felle an den Kesseln der Bongos. Ein einfacher 13“ Maulschlüssel zum Stimmen der Bongos wird mitgeliefert.

Congas

Genau genommen ist nur eine der Congas auch wirklich eine Conga - nämlich die mit 11,75 Zoll Durchmesser. Der Rest nennt sich Tumba (12,5 Zoll), Quinto (11 Zoll) und Requinto, bzw. Superquinto (10 Zoll). Auch die 72 Zentimeter (28 Zoll) hohen Kessel der Congas werden in Handarbeit aus zweilagigen Mahagonidauben zu Fässern verleimt. Eine eindeutige Wandstärke lässt sich jedoch nicht festlegen, denn die Dicke der Dauben variiert bei den Congas immerhin zwischen 15 und 21 Millimetern. Diese Varianz ist jedoch nur im Inneren zu sehen. Außen ist, zum Glück inklusive der Gratungen, alles rund. Auch hier sind die außen rund geschliffenen Fellauflagekanten mit Wachs beschichtet. Die Spannreifen der Congas sind, wie die der Bongos, abgerundet und 2,5 Millimeter stark. Tumba und Conga werden mit sechs Spannschrauben gestimmt, Quinto und Requinto mit fünf. Allen Congas liegt ein Maulschlüssel und ein Inbusschlüssel bei. Ebenso gehören einfache, höhenverstellbare Stative zum Lieferumfang, die eine Spielhöhe von etwa 103 bis 119 Zentimetern zulassen.

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