Test
8
23.06.2017

the t.bone GigA Pro Vocal Set und Body Lapel Bundle Test

Funkstreckensystem

Günstig funken

Die Thomann-Marke the t.bone bietet mit der GigA-Pro-Serie eine Funkstrecke im freien UHF-Funkbereich. Bis zu sechs Sender lassen sich pro Empfänger parallel voreinstellen und anwählen. Wir testen das Vocal Set mit Funkmikrofon für 229 Euro und das Body Set mit Lavaliermikrofon für 259 Euro.

Details

Der Inhalt der Kartons aus Recycling-Pappe ist bis auf die Sender identisch: ein 9,5 Zoll breiter True-Diversity-Empfänger (eine Höheneinheit) mit zwei schwenkbaren Antennen und Rackmount-Teilen, eine Ladestation für die akkubetriebenen Sender, Netzteile für Empfänger und Ladestation sowie Lithium-Ionen-Akku für den Sender. Das Vocal Set enthält ein Handsender-Mikrofon, das Body Lapel Bundle einen Taschensender mit Lavaliermikrofon.

Ladestation BC2

Die Mikrofone und Bodypacks besitzen Ladekontakte, sodass sie unmittelbar in die Ladestation gelegt werden können. Diese verwalten Handsender, Bodypacks oder auch einzelne Lithium-Ionen-Batterien, die in der Station abgelegt werden können. LEDs zeigen den Status an. Optional können zusätzliche BC2 bezogen werden, die sich alle über ein einziges Steckernetzteil versorgen lassen.

Empfänger

Die Besonderheit vorab: Am UHF-Empfänger lassen sich bis zu sechs Sender vorprogrammieren, von denen dann später einer ausgewählt wird. Der Empfänger ist mit zwei Antennen ausgestattet und besitzt eine Infrarotschnittstelle zur Frequenz-Synchronisation von Sender und Empfänger. Die Sendeleistung beträgt zehn Milliwatt, das Gerät beherrscht den automatischen Frequenz-Scan von 2,4 bis 2,4835 Gigahertz bei einer Empfindlichkeit von -95 Dezibel(m). Obwohl die Frequenzen weltweit anmelde- und gebührenfrei sind, kann es laut Handbuch in einigen europäischen Ländern dennoch Restriktionen geben. Der Hersteller gibt Hilfestellung und Kontakte in der Anleitung an.  

Die Audio-Abtastrate beträgt 24 Bit bei 44,1 Kilohertz, der Frequenzgang reicht von 20 Hertz – 20 Kilohertz bei einem Klirrfaktor von 0,1 Prozent und einem Geräuschspannungsabstand von 115 Dezibel (A). Alle Parameter, etwa Ladestatus, Pegelverhältnisse und Kanal, lassen sich bequem über das große monochrome Display ablesen und über das Control-Wählrad anpassen. Zusätzlich kann der Kanal auf Störsignale untersucht werden.

Als Ausgänge dienen eine symmetrische XLR- und eine unsymmetrische Klinkenbuchse. Der Ausgangspegel kann von -10 bis +20 Dezibel angepasst werden.

Handmikrofon

Der Handsender ist ein ca. 300 Gramm schweres Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik im Kunststoffgehäuse. Zum Einlegen des Lithium-Ionen-Akkus, er hält über zehn Stunden, muss die Kapsel abgeschraubt und anschließend die Kontaktplattform abgezogen werden. Die Aufladezeit beträgt vier Stunden. Die dreistellige Anzeige über dem Betriebsschalter, der auch als Mute-Taster dient, gibt Auskunft über den Ladestand. Leuchtet das letzte Segment rot, bleiben 25 Prozent der Akkukapazität. Auf der Rückseite des Mikros liegen der Infrarotport und versenkt die Ladekontakte für die Ladestation.

Lapel Bundle

Der Bodypack-Sender besitzt einen Betriebsschalter, einen gut erreichbaren Mute-Taster neben der flexiblen Stummelantenne, einen Mini-XLR-Einbaustecker sowie eine dreistellige Batteriezustandsanzeige (das letzte Segement signalisiert 25 Prozent verbleibende Akkukapazität). Über eine 3,5-Millimeter-Miniklinke lässt sich ein optionaler, externer Mute-Schalter einschleifen. Zentral auf dem Bodypack befindet sich der Infrarotsensor, darunter das Batteriefach für den Lithium-Ionen-Akku, der nach vier Stunden Ladezeit ebenso lange hält. Seitlich sind die Ladekontakte angebracht. Die Sendeleistung beträgt wiederum zehn Milliwatt.

Zum Lieferumfang gehört außerdem ein Kondensator-Lavaliermikrofon (Niere) mit zehn Millimetern Durchmesser, Poppschutz und einem Mini-XLR Kabel von 1,5 Metern Länge. Den Frequenzbereich gibt der Hersteller mit 50 – 18.000 Hertz an, den maximalen Schalldruck mit 142 Dezibel.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare