Test
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30.12.2019

Technics EAH-DJ1200 Test

DJ-Kopfhörer

Die Modellnummer 1200 gleicht bei Technics einem Vermächtnis, zeitlose DJ-Produkte (fast) für die Ewigkeit zu entwickeln, was der äußerst lange Produktionszyklus des einstigen DJ1200-Kopfhörer bestätigt. Der Vorgänger des EAH-DJ1200 gehört seit seiner Markteinführung im Jahr 1996 zu den beliebtesten ohraufliegenden DJ-Kopfhörern. Technics ist eine Kultmarke für DJs.

Seit der „Reinkarnation“ widmet sich Technics verstärkt den audiophilen Konsumenten. Das soll jetzt auch der DJ dank neu entwickelter Treiber mit dem EAH-DJ1200 zu hören bekommen. Hinsichtlich der Spezifikationen zum Vorgängermodell fällt der Wow-Effekt zwar (noch) aus und weitere funktionelle und visuelle Unterschiede verstecken sich nur im Detail. Dagegen fällt die Preisdifferenz schon deutlicher auf: Zwischen dem günstigsten Straßenpreis des schwarz-silbernen RP-DJ1210 und dem neuen EAH-DJ1200 liegen satte 75,00 Euro, zum schwarzen RP-DJ1200 sind es 63,00 Euro. Eine Preisspanne, die der Kopfhörer im Test auch rechtfertigt? 

Details

Technics beweist Geschmack! Das zeigen die Japaner bereits mit dem Karton, der den formschönen EAH-DJ1200 abbildet. In der Schachtel bettet sich der Kopfhörer mitsamt einem 1,5 m langen Spiralkabel beziehungsweise 1,2 m geraden Kabel plus Adapter und zusammengefalteter schwarzer Tasche in einer Plastikkassette. Dies offenbart die erste gravierende Verbesserung: Zwei Kabel, ergo die Strippe, sind nicht mehr fest angedockt, sondern jetzt auch im Verschleißfall austauschbar. Ansonsten ändert sich auf dem ersten Blick fast nichts, bis auf das grau gefärbte Technics-Logo auf den Kapseln und Kopfband, das dem stilsicheren und zeitlosen Design noch besser steht.

Mit 233 g ohne Kabel fühlt sich der Kopfhörer angenehm leicht an. Selbst mit Kabel bringt er nicht wesentlich mehr auf die Waage. Sein geringes Gewicht resultiert aus der komplett aus Kunststoff gefertigten Konstruktion. Die Hochwertigkeit und eine solide Verarbeitung bestätigen ausschließlich verwendete Schraubverbindungen zwischen den Kopfhörer-Elementen.

Das schmale Kopfband ist fast komplett mit schwarzem Kunstleder überzogen, dazu beidseitig leicht gefüttert. Unterhalb der beiden Manschetten fahren die in acht Stufen einrastenden Bügelverlängerungen ein, die sich mit der Kapselhalterung per Schwenkmechanismus verbinden.

Dank dieser Drehgelenke können beide Kapseln um 270 Grad einlenken, einerseits für einseitiges Monitoring, andererseits für den platzsparenden und sicheren Transport im Beutel. Der besondere Clou: Dank einem Hebel in der Hold-Position arretiert die Kapsel seine Position. Für den perfekten Sitz der ovalen ohraufliegenden und sehr weich mit schweißabsorbierendem Kunstleder gepolsterten Kapseln sorgen zwei weitere Gelenke, eins minimal um die Y-Achse drehend, das andere an den Kapselarmen, in den die Muscheln um mehr als 90 Grad beweglich hängen.

Wie bereits erwähnt, zieren die Kapseln wie bei den Vorgängermodellen das Technics-Logo zweifach, dazu wurden wieder die Stroboskopspiegel des SL-1200/10 MK2-Plattenteller an deren Phase zitiert. Unterhalb der rechten Kapsel befindet sich die Mini-Jack-Buchse, in die das jeweilige beiliegende Kabel angesteckt und anschließend per 90 Grad Drehung verriegelt wird.

Mit dem Tuning soll der geschlossene DJ-Kopfhörer vor allem vom Sound an mehr Fahrt gewinnen. Dafür sorgen die neuen Treiber mit einer 40 mm CCAW-Schwingspule, die einen noch besseren, klareren und detaillierten Klang versprechen. Sein Frequenzgang reicht von tiefen 8 Hz bis äußerst hohen 30 kHz. Allerdings schaffte sein Vorgänger sogar 5 Hz.

Die Impedanz beträgt aktuell 45 Ohm, dem stehen einstige 32 Ohm gegenüber. Die Empfindlichkeit bleibt mit 106 dB/mW auf dem gleichen Level, die Nennbelastung wächst von 1500 mW auf 2500 mW. Unter dem Strich schneidet der EAH-DJ1200 etwas schlechter als das neue Modell ab, aber dies zunächst nur auf dem Papier. Und in der Praxis?

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