Vocals_Effektgeräte
Test
6
26.05.2011

FAZIT
(4 / 5)

Der TC Helicon Voicetone C1 eignet sich sehr gut zur Korrektur von Tonhöhen im Livebetrieb. Ich kann mir seinen Einsatz als Sicherheitsnetz bei unklaren Monitoring-Verhältnissen besonders gut vorstellen: Zeichnen sich Probleme ab, kann der Tritt auf den Metallschalter die absolute Rettung sein. Alleine das Wissen um diese Unterstützungsmöglichkeit kann sicherlich eine Gesangsperformance schon eintscheidend verbessern. Doch auch generelle Wackelkandidaten können mit diesem “Buhrufe-Filter” ihre gesanglichen Erfolge verbuchen, sei es als Front- oder Backgroundsänger. Die kinderleichte Bedienung ist vorteilhaft, doch wäre zumindest die Möglichkeit zum genaueren Eingriff auch für ein Gerät dieser Preisklasse kein Fehler. Gut gefallen hat das Hard-Tune, mit dem Gender-Regler sind leichte Verschiebungen und extreme Veränderungen der Stimme von “Hölle” bis “Helium” möglich, wobei letztere ihre klanglichen Mängel hat. Bedenkt man die generelle Qualität des Helferchens, muss man ihm fast schon zwangsläufig eine ausgesprochen ausgeglichene Balance von Kosten und Gegenleistung zugestehen – also quasi viel Korrektur für wenig Geld.  

  • Pro
  • Qualität des männlichen Gender-Shiftings
  • sehr guter Hardtune-Effekt
  • Analysegenauigkeit und Reaktionszeit
  • Contra
  • kein Zugriff auf wichtige Parameter
  • weibliches Gender-Shifting schnell unnatürlich
  • Technische Spezifikationen
  • Bodeneffekt-Vocal-Correction
  • Skalaregler (alle Durtonarten, Chromatik, analysiertes Gitarrensignal)
  • Attack-Regler
  • Regler für Gender-Shifting (male/female)
  • Instrumentensignal-Input und Output (mit Ground Lift, > 115 dB Dynamik)
  • Preamp mit permanenter Phantomspeisung (>100 dB Dynamik)
  • Frequenzgang: 20 Hz bis 20 kHz (+0/-0,3 dB)
  • symmetrischer Output (XLR)
  • USB (Mini-A)
  • Mic-control bei Verwendung mit Mikrofon MP-65
  • Druckguss-Gehäuse
  • externes Netzteil
  • Preis: EUR 190,40 (UVP)
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