Hersteller_Tama Snare_Interm_Tama_Soundworks_Karpur
Test
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01.07.2016

Praxis

Ich beginne, beide Snaredrums in eine mittlere Stimmung zu bringen, was sich - auch dank der montierten Qualitätsfelle - recht leicht bewältigen lässt. Die Stimmschrauben laufen gut und mit leichtem Widerstand, so dass sich das Tuning während der gesamten Testphase auch als durchweg stabil erweist. Etwas weniger Freude kommt bei der Teppichjustage auf, die zwar einwandfrei funktioniert, mich haptisch aber auf den Boden der (monetären) Tatsachen zurückholt.

Dieses kleine Manko ist jedoch schnell wieder vergessen, denn beide Snaredrums bedanken sich nach der Justierung mit einer crispen und direkten Snare-Ansprache. Ghostnotes kommen klar und präzise durch, und Akzente klingen breit und mit sattem Snare-Schmatzen.

Klingt die 14“ x 6“ Variante auch nicht ganz so bauchig, wie ich es vielleicht gewünscht oder erwartet hätte, so produziert sie doch einen durch kontrollierte Obertöne leicht trockenen, aber warmen Ton und besitzt einen guten Dynamikumfang. Rimshots sind prägnant, aber nicht zu aufdringlich und Rimclicks schön definiert.

Ein kleines „Bauchmonster“ ist dagegen die 13“ x 7“ Snaredrum. Nebst den Qualitäten, die man ihrer 14-zölligen Schwester zurechnen kann, bescheren ihr die Kesseldimensionen den gewissen Punch, der sich in der Magengegend so gut anfühlt.

Mittlere Stimmung

In den folgenden Soundfiles könnt ihr beide Snares zunächst im Soundcheck mit einzelnen Sounds (ohne Teppich, mit Teppich, gewirbelt und Rimclicks), und anschließend im Set-Kontext (erst im Center, dann mit Rimshots und zuletzt mit Rimclicks gespielt) hören.

Tiefe Stimmung

Weiter geht es mit einer tiefen Stimmung, die sich bei beiden Modellen auch gut und sogar ohne die sonst oft nötige Dämpfung umsetzen lässt. Das ist natürlich Geschmacksache, doch das zunehmende Oberton-Bouquet ist mit sorgfältigem Tuning gut zu kontrollieren. Beide entwickeln eine schöne klangliche Breite, ohne ihre grundsätzlichen Klangcharakteristika der mittleren Stimmung zu verlieren. Zu wirklich prädestinierten Balladeneimern fehlt jedoch beiden etwas das Zeug: Der 14er die Tiefe und der 13er der Durchmesser. 

Hohe Stimmung

Knackig wird es, wenn die beiden Snares in eine hohe Stimmung gebracht werden. Auch hier hat die kleinere der Schwestern dank ihrer sieben Zoll Tiefe in puncto Bauch die Nase deutlich vorn und mausert sich weiter zur punchigen Funk-Geheimwaffe, die zu spielen wirklich Spaß macht.

Nach einigen Stunden des freudigen Trommelns und Aufnehmens bleibt neben der bereits kritisierten Abhebung nur ein weiterer, kleiner Wermutstropfen: Meine Sticks tragen deutliche Spuren von den leicht scharfkantigen Spannreifen. Hier zeigt sich der Unterschied zu Slingerlands „Stick Saver Hoops“, den Urahnen der Sound Arc Hoops.

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