Test
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21.09.2019

Praxis

Für den Praxisteil habe ich euch das Set in zwei Stimmungen aufgenommen. Neben Kick/Snare-Grooves in der Basis-Ausstattung gibt es auch je eine Variante mit den beiden optionalen Toms zu hören. Wirklich viel Spaß macht mir die flache Bass Drum. Durch die kurze Luftsäule zwischen den Fellen klingt sie überraschend voll und punchy. Von Questlove-ähnlichen Hip-Hop Sounds bis hin zu jazzigen, singenden Klängen lässt sich eine Menge an Klängen aus der kleinen Pauke hervorlocken. Allerdings sollte man mit dem Beater eher „aus der Trommel heraus“ spielen, ich würde wahrscheinlich auch kein Loch ins Resonanzfell schneiden, damit der volle Sound erhalten bleibt. Durch das geringe Eigengewicht bewegt sich die Bass Drum beim Spielen leicht und geht bei kräftigeren Tritten schnell auf Reisen. Ich habe bei den Füßen die Dornen herausgefahren, zudem war es hilfreich, dass meine ältere DW 5000 Fußmaschine ein Klettband auf der Unterseite hat, was sie zusammen mit der Trommel gnadenlos auf dem Teppich verankert. Einen Schutzsticker für den Bassdrum-Spannreifen gibt es übrigens nicht dazu, daher musste ich mir mit etwas Gaffa Tape behelfen.

Mit den günstigen Fellen erreicht man auch bei den Toms annehmbare Ergebnisse, allerdings hört man doch sehr stark die glasigen Obertöne der dünnen Folien. Bei Rimshots auf der Snare ließ die Stimmstabilität relativ schnell nach, sie klingt mit Rimshots gespielt aber definitiv besser, was ein kleines Dilemma darstellt. Erst ab einer sehr hohen Spannung geht die Snare richtig auf, klingt frischer und kompakter und nicht mehr so rappelig-nasal. Ein ziemlicher Showstopper ist die verbaute Snare-Abhebung, die sich bei unserem Testinstrument nur mit Nachdruck bewegen ließ. Auch das Floor Tom musste ich des öfteren nachstimmen. Insgesamt war es zwar bei allen vier Kesseln möglich, ohne zusätzliche Dämpfung auszukommen, allerdings sollte man bei den Toms nach einiger Zeit neue Schlag- und Resonanzfelle einplanen, was den günstigen Preis dann wiederum etwas schmälert. Ganz praktisch ist der ausziehbare Beckenarm zur Montage auf der Bass Drum. Wie schon beim Club Jam Vintage moniert, ist er für meinen Geschmack allerdings mindestens zehn Zentimeter zu kurz geraten.

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