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Test
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06.12.2021

T-Rex Soulmate Acoustic Test

Multieffektgerät mit Looper

All-in-one für die Westerngitarre

Mit dem T-Rex Soulmate Acoustic, einem Multieffektgerät für Akustikgitarren, hat der dänische Hersteller ein Pedal im Angebot, das mit klassischen Effekten wie Reverb, Delay, Kompressor und Chorus ganz auf die Bedürfnisse des hauptamtlichen Gitarrenakustikers im rauen Bühnenalltag zugeschnitten ist. Der integrierte Looper hat auch den Soloperformer auf dem Schirm und nützliche Tools wie die automatische Rückkopplungsunterdrückung, der Booster, ein Tap-Delay und ein autochromatischer Tuner vervollständigen ein echtes Rundum-Sorglos-Paket.
Mit zwei XLR- und zwei Klinkenausgängen ist das Soulmate Acoustic außerdem bestens für die Performance im größeren Rahmen aufgestellt. Das Pedal dürfte reichlich vom Know-How profitieren, das der Hersteller in der Vergangenheit in originelle Einzeleffekte wie den Space Master oder den Room Mate investiert hat. Eine Kombination dieser Einzeleffekte würden in der Summe den Verkaufspreis der aktuellen Kompaktversion wohl bei Weitem übersteigen.

Details

Lieferumfang und Überblick

Das Pedalboard überrascht mit einem moderaten Preis, allerdings kommt es auch nur im Pappkarton ins Haus. Das passende Haubencase von Thon kann aber gegen Aufpreis erworben werden . Das Soulmate Acoustic macht auf Anhieb einen guten Eindruck. Ein schön anzuschauendes Stahlblechgehäuse mit den rechteckigen Abmessungen (445 x 60 x 150 mm) im Wedge-Format bringt gute 2,1 kg auf die Waage – nicht gerade leicht. Die dunkelbraun gehaltene Benutzeroberfläche ist mit einem Schutz aus Plexiglas überblendet, während Vorder- und Rückseite mit einer Leiste aus gebürstetem Aluminium verkleidet wurden. Die in Zweierreihen angeordneten gummierten Regler werden manuell eingestellt, dazu warten neun Fußschalter auf Betätigung. Ein- und Ausgänge und weitere Schalter und Controller sind an der Stirnseite implementiert. Mit vier Gummifüßen an der Unterseite wird das Gerät bodenständig fixiert und für den guten Ton zeigt sich ein 24-Bit-Prozessor verantwortlich. Aber nun der Reihe nach.

Effektsektion

Die Regler auf der Oberfläche sind für jede Effektgruppe in einem Rahmen optisch klar abgesetzt und eine „Überfrachtung“ findet keine statt, da die nötigen Effektparameter sorgfältig selektiert wurden. Am besten macht man sich frühzeitig mit dem Design und der Wirkungsweise der Potis vertraut, denn die Beschriftung kann man auf einer schlecht ausgeleuchteten Bühne kaum noch erkennen und eine 360-Grad-Skala gibt es bei keinem. Die aktuelle Position wird jeweils mit einer weißen Punktmarkierung sichtbar gemacht. Einmal eingestellt, können die Effekte mit den entsprechenden Fußschaltern separat ein- oder ausgeschaltet und dann auch gleichzeitig eingesetzt werden. Aktiv geschaltete Fußschalter erkennt man an einer gelbleuchtenden und beschrifteten Status-LED.

Kompressor
Der Kompressor wird mit Comp und Level manuell voreingestellt. Comp regelt hauptsächlich den Treshold-Wert, genauere Angaben wollte der Hersteller aber nicht machen. Mit Level wird jedenfalls der Pegel in der Effektkette angepasst.

Chorus/Detune
Hinter der Bezeichnung Mod versteckt sich ein klassischer Chorus, der mit zwei Parametern minimalistisch aufgestellt ist. Depth bestimmt die Tiefe der Amplitude und Rate die Modulationsgeschwindigkeit. Der Chorus kann sehr „smooth“ arbeiten, aber bei Bedarf auch einen ziemlich „verstimmten“ Modulationseffekt produzieren, wenn Rate und Depth bis zum Stehkragen aufdreht werden.

Delay
Delay wird von den drei Controllern Mix, Feedback und Time vertreten. Mix blendet den Effektanteil stufenlos ein- bzw. aus, bei Bedarf kann das Effektsignal auch das trockene Eingangssignal überpowern. Mit Feedback wird die Anzahl der Wiederholungen einstellt, Endlosschleife geht natürlich auch. Time regelt das Tempo der Wiederholungen, das auch komfortabel per Fuß mit dem Fußschalter (TAP) eingegeben werden kann. Eine im Metrum gelbblinkende LED gibt dabei auch eine entsprechende optische Rückmeldung.

Reverb mit Shimmer
Reverb kommt mit Reglern für Mix, Decay und Shimmer. Das Mischverhältnis oder der Effektanteil wird mit Mix festgesetzt, die Effektstärke oder die Dauer der Hallfahne mit Decay.

Booster
Die Lautstärke kann am Ende der Effektkette klangneutral angehoben werden. Der Booster, der mit dem Fuß scharfgeschaltet wird, sorgt für ein höheres Ausgangssignal, beispielsweise während einer Soloeinlage. Der Schalter kann dauerhaft ein- oder ausgeschaltet bleiben, und zwar knackfrei beim Umschalten. Die Sololautstärke wird mit dem Boost-Poti an der Stirnseite voreingestellt. Unverständlich dabei ist, warum dieser dort relativ versteckt implementiert wurde und sich so einer spontanen Korrektur entzieht. Die Overload-Anzeige sollte man beim Aussteuern aber im Auge behalten.

Notch-Filter
Mit einem kleinen Kippschalter, dem FB.Killer (rechts neben dem EQ), wird die automatische Rückkopplungsunterdrückung aktiviert/deaktiviert. In einer größeren Lautstärkeumgebung (Band) kann der Akustikgitarrist durchaus von diesem Tool profitieren.

Looper
Der 24-bit Looper kommt mit den beiden Fußschaltern Stop/Clear und Rec/Play aus. Bei einer Laufzeit von 5,8 Minuten steht reichlich Speicherkapazität zur Verfügung.

Tuner
Den autochromatischen Tuner aktiviert der entsprechende Fußschalter. Man kommuniziert mit einem gut beleuchteten Display, das mit einer Skala für die Feinstimmung und einer für die Grobstimmung gut bestückt ist und präzise Angaben macht. Der Kammerton wird an der Front mit dem roten Pitch-Taster kalibriert. Beim Stimmvorgang wird der Ausgang stumm geschaltet.

3-Band EQ
Der Sound wird mit einem semiparametrischen 3-Band EQ für LF, MF, HF eingestellt. Dazu stehen für Bass, Mitten und Höhen jeweils zweistöckige Drehgeber bereit, die Frequenz und Gain getrennt bearbeiten. Dass es sich hier um separate Regeleinheiten handelt, sieht man nicht auf den ersten Blick. Mit den silbernen Sockelreglern wird jedenfalls die Frequenz bearbeitet. Der Treble-Controller wirkt dabei im Bereich zwischen 3 und 12 kHz, der für die Mitten zwischen 200 Hz und 3 kHz und der für die Bässe zwischen 50 Hz und 200 Hz. Das schwarze Poti im Kern kann die ausgewählte Frequenz dann um +/- 12 dB anheben oder absenken. Die Klangregelung lässt sich übrigens nicht ein- oder ausschalten.

Die Stirnseite

An der Stirnseite befinden sich Anschlüsse, Ein- und Ausgänge und weitere Controller, die, einmal korrekt eingestellt, in der Regel aus dem Blickfeld geraten.

In der Input-Sektion findet man den Instrumenteneingang, den Wahlschalter Input Z für hoch- oder niederohmige Eingangssignale, einen Wahlschalter für die Phase und schließlich das Gain-Poti, mit dem die Eingangsempfindlichkeit eingestellt wird. Die Overload-LED (an der Oberseite) gibt rotleuchtend eine Rückmeldung, wenn der Eingangspegel zu hoch ist.

In der Sektion Power findet man die 12 V-Hohlsteckerbuchse zum Anschluss des Netzgerätes, das sich im Lieferumfang befindet. Das Soulmate Acoustic meldet sich beim Einstecken des Steckers, einen Netzschalter hat man ihm nicht geschenkt.

In der Control-Abteilung gibt es, wie schon erwähnt, den Pitch-Taster, mit dem der Kammerton kalibriert wird. Der Klinkeneingang Vol.Exp wird mit einem Fußpedal verbunden, das die Lautstärke pegelt. Mit Boost wird die Sololautstärke voreingestellt und Level Out ist für das Ausgangs-Summensignal zuständig, wäre aber auch in der Output-Sektion gut aufgehoben. Es folgt die Anschlussbuchse für das Expression-Pedal. Hier kann z. B. der Shimmer-Effekt per Fuß gesteuert werden. Die Pedale sind aber leider nicht im Lieferumfang eingeschlossen.

Die Output-Sektion stellt zwei Klinken- und zwei XLR-Ausgänge bereit, wobei die XLR-Ausgänge in den Mischer gehen, die Klinkenausgänge in die Monitore. Darüber hinaus gibt es einen Groundlift-Schalter.

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