Hersteller_TREX Gitarre
Test
1
01.09.2014

T-Rex Shafter Wah Test

Wah-Wah-Pedal

Shaft lässt grüßen

T-Rex goes Wah, das lässt aufhorchen, denn die Dänen haben in der Vergangenheit oft genug bewiesen, dass sie sehr genau wissen, wie man gute Effektpedale baut. Umso gespannter darf man sein, denn das Shafter, wie das Triple Voice Analog Wah auch genannt wird, ist im Hause T-Rex (neben dem Gull), erst das zweite seiner Art. Jaja, spannende Zeiten… 

Das in Dänemark konzipierte und in China hergestellte Pedal ist auf jeden Fall ein echter Trümmer und macht sich mit seinen 96 x 78 x 264mm neben den anderen Pedalen auf dem Board breit. Und auch 1060 Gramm ohne Batterie sind eine Hausnummer. In unserem Test wollen wir herausfinden, was sich hinter der massiven Fassade des Shafter Wah verbirgt.

Details

Ein Wah besteht im Grunde aus zwei Teilen: dem Gehäuse, in dem die Technik verbaut wird, und einer Platte, ähnlich einem Gaspedal, mit dem sich der Effekt steuern lässt. Das ist auch beim T-Rex Shafter nicht anders, wobei hier alles aus Metall besteht und dadurch einen sehr vertrauenswürdigen und absolut road-tauglichen Eindruck hinterlässt. Hier kann man ruhig auch einmal etwas beherzter zutreten, ohne dass irgendetwas abbricht oder gar Schlimmeres passiert.

Die Oberfläche des beweglichen Teils wurde gummiert, sodass auch hier keine Rutschgefahr besteht und der Fuß immer schön an derselben Stelle bleibt, was für eine feinfühlige Bedienung des Pedals unabdingbar ist. Verbunden werden die beiden Komponenten des Wahs durch große Schlitzschrauben rechts und links. 

In Sachen Bedienelemente hat das T-Rex Shafter Wah mehr zu bieten als ein  “normales“ Wah, was die ganze Sache umso spannender macht. Auf dem kleinen „Anbau“ an der Nord-Seite des Pedals, findet sich ein Boost-Poti, das dem Sound mehr “Growl“ verleihen soll. Slope bestimmt die Bandbreite des zugrunde liegenden Sweep-Effekts – je weiter der Regler aufgedreht ist, umso intensiver präsentiert sich der Wah-Sound. 

Mit einem Dreiweg-Kippschalter lassen sich dann noch drei verschiedene Modi anwählen. Zur Auswahl stehen:

Wah 1: Ein etwas gezähmterer Wah-Effekt, der sich auch gut für cleane Sounds eignen soll und weniger aufdringlich zu Werke geht, als ein Standard-Wah.

Wah 2: Der klassische Wah-Effekt, wie man ihn aus den guten, alten Zeiten kennt.

YOYYOY: Hinter diesem putzigen Namen verbirgt sich ein guttural klingender Wah-Effekt, der entfernt an eine Talk-Box erinnert. 

Tritt man das Pedal durch, wird es aktiviert, erneutes Durchtreten deaktiviert es wieder, das kennt man beispielsweise vom klassischen Dunlop Cry Baby. Den jeweiligen Betriebszustand zeigt ein rotes Licht plakativ an.

Auf der Stirnseite des Wahs haben sich die In- und Output Buchsen und der Netzteil-Anschluss niedergelassen. Das Shafter Wah verlangt 9 V DC mit 45 mA, es lässt sich aber auch mit einer Batterie betreiben. Diese hält laut Hersteller jedoch nur etwa 4 Stunden, daher macht der Einsatz eines externen Netzteils natürlich absolut Sinn!

Letzter Programmpunkt auf der Stirnseite des Wah ist ein kleiner Schalter mit der Aufschrift “Move Hotspot“, mit dessen Unterstützung sich der Hot Spot des Pedals verschieben lässt. Mit Hot Spot ist übrigens der Punkt im Regelweg gemeint, an dem der Wah-Effekt seinen Höhepunkt erreicht.

Vielen Gitarristen ist der Weg vor dem eigentlichen „Umkippen“ des Wah-Effekts zu kurz . Der kleine Taster schafft Abhilfe, indem er den Hot Spot nach hinten verschiebt und so „mehr Regelweg“ zur Verfügung stellt. Tolle Idee, so lässt sich das Pedal gut an die persönlichen Vorlieben des Musikers anpassen.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare