Test
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05.12.2018

Swissonic UA-2x2 Test

USB-Audiointerface

Guter Sound für wenig Geld

Das Swissonic UA-2x2 liegt auf dem bonedo-Test-Tisch. Um den scheinbar nie enden wollenden Bedarf an erschwinglicher Audiotechnik bedienen zu können, gibt es neben Abhören, Verstärkern und Mixern nun auch ein Audiointerface der Budget-Marke Swissonic. Das Swissonic UA-2x2 reiht sich neben Einsteiger-Interfaces etablierter Marken wie Behringer, Tascam oder Miditech im unteren Preissegment ein und bietet dabei eine ordentliche Ausstattung für den kleinen Geldbeutel.

Details

Allgemeines

Übersicht Beim Swissonic UA-2x2 handelt es sich um ein USB2-Audiointerface mit jeweils zwei Ein- und Ausgängen und einem Kopfhöreranschluss. Seitens der Wandler liegt die höchstmögliche Samplingrate bei 96 Kilohertz und die maximale Auflösung beträgt 24 Bit. Das Interface ist für den Betrieb an einem PC (ab Windows Vista oder neuer) oder einem Mac (OS X 10.7 oder höher) ausgelegt. Dem Gerät liegt ein USB-Kabel zum Anschluss bei. Um das UA-2x2 an einem Windows-PC verwenden zu können, müssen Treiber von der mitgelieferten CD installiert werden. Beim Betrieb an Macs ist dies nicht notwendig. Außerdem wurde für PC-User Samplitude Pro X2 Silver beigelegt. Bei dieser Software handelt es sich um eine abgespeckte, kostenlose Variante von Samplitude, die auch den Master-Keyboards der Marke Miditech beiliegt.

Das Swissonic UA-2x2 ist zirka 20 x 5 x 11 cm (BxHxT) klein und wiegt 880 Gramm. Dem silberfarbenen Gehäuse wurde an den beiden schmalen Seiten zwei rot-braune Plastikabdeckungen spendiert, die dem Ganzen einen Holzrahmenlook verleihen sollen. Im Gegensatz zu einem ähnlich kleinen Gehäuse einer meiner Kopfhörerverstärker, welches einheitlich silbern daher kommt, wirkt das UA-2x2 durch die Plastikapplikationen tatsächlich eine Spur hübscher.

Dank der vielfältig nutzbaren Eingänge flexibel einzusetzen

Das Audiointerface besitzt zwei Eingänge, zwei Ausgänge und einen Kopfhöreranschluss. Die Eingänge befinden sich an der Vorderseite. An zwei XLR-Klinke-Kombibuchsen können wahlweise Mikrofone, Geräte mit Linepegel oder (dank Hi-Z) E-Gitarren angeschlossen werden. Neben den Kombibuchsen wurde jeweils eine zweifarbige Peak-LED eingebaut, die Auskunft über die anliegenden Eingangspegel liefert. Die LEDs leuchten grün, sobald ein Eingangssignal anliegt. Zu laute Pegel, die ein Übersteuern zur Folge hätten, quittiert die Peak-LED, indem sie rot leuchtet. Rechts oberhalb der LED befinden sich die Gainregler der beiden Eingangskanäle. Sie sind zwar unbeschriftet, wurden aber mit einer feinen, blauen Linie dem jeweiligen Eingang zugeordnet, sodass Verwechslungen ausgeschlossen werden können. Unter den Gain-Potis befinden sich die Hi-Z-Taster, mit denen man den Klinkeneingängen eine hohe Impedanz zum Anschluss von Gitarren verleiht. Das Swissonic UA-2x2 bietet also wie sein direktes Konkurrenzprodukt Behringer U-Phoria UMC202HD zwei Instrumenteneingänge. Im Vergleich zum Behringer fehlen dem Swissonic an dieser Stelle allerdings Pads, um den Eingangspegel eventuell zu lauter Signale vor dem Wandler abzusenken.

Rechts neben den Eingängen befindet sich ein mit „+48V“ beschrifteter Druckknopf, um an den XLR-Buchsen (also den Mikrofoneingängen) die Phantomspeisung einzuschalten. Neben der Verwendung einfacher, dynamischer Mikros können dadurch die meist besser klingenden Kondensatormikrofone angeschlossen werden.

Die neben dem +48V-Schalter verbaute LED zeigt nicht etwas den Status der Phantomspeisung an, sondern meldet mit rotem Leuchten die Betriebsbereitschaft, sobald das Swissonic UA-2x2 per USB-Anschluss mit Strom versorgt wird.

Beim Direct-Monitoring kann es zu Panorama-Verwirrungen kommen

Über dem Phantomspeisungsknopf sitzt ein Dreifachschalter, der mit „Monitor“ beschriftet wurde. Hiermit beeinflusst man das Routing der Eingänge auf die beiden Hauptausgänge und den Kopfhörerweg. Steht dieser auf Stellung „OFF“, so wird keiner der beiden Eingänge in die Abhörwege gespeist. Es findet dann also kein Direct-Monitoring statt. Wählt man „MONO“, wird Eingangsignal 1 im Panorama auf die linke Seite und Eingangsignal 2 im Panorama auf die rechte Seite durchgeschleift und direkt und ohne Verzögerung auf die Ausgänge geroutet. Schaltet man auf „STEREO“, so werden die Eingänge jeweils mittig auf den Ausgängen wiedergegeben. Nein, ich habe mich nicht vertan. Die Beschriftung macht hier meiner Meinung nach keinen Sinn. „MONO“ und „STEREO“ wurden hier wohl versehentlich vertauscht.

Der größte Drehknopf – auf der Gehäusefront rechts – dient als Lautstärkeregler für die Lineausgänge, die sich auf der Rückseite des UA-2x2 befinden. Er besitzt keine numerische Skala, regelt aber laut Handbuch den Bereich von minus unendlich bis +10 dBu. Rechts daneben sitzt der Kopfhöreranschluss und der zugehörige Lautstärkeregler.

Die Gehäuserückseite ist erwartungsgemäß unspektakulär. Hier befinden sich lediglich die beiden symmetrischen Lineausgänge für die Boxen, der USB-Anschluss und eine kleine Gehäuseöffnung für ein Kensington-Schloss. Das mit Kensington-Lock betitelte Feature bietet die Möglichkeit, das Swissonic UA-2x2 mithilfe des gleichnamigen Drahtseilschlosses gegen Diebstahl zu sichern. 

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