Test
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30.08.2016

Superlux SP108 Test

Kompakte Mini-PA mit Achtkanal-Mixer

Klein und fein?

Die Firma Superlux aus Taiwan produziert mit einigem Erfolg Mikrofone, Kopfhörer und anderes Audiozubehör. Nun stellt sie ihre ersten Beschallungssysteme vor, darunter den heutigen Testkandidaten Superlux SP108. Das System besteht aus zwei kleinen Zweiwege-Boxen und einem Achtkanal-Powermischer. Platz findet der Mixer auf der Rückseite einer Box. Bei Bedarf lässt er sich herausnehmen und woanders platzieren. Die zweite Box bietet Stauraum für alle Kabel. So wird das Superlux SP108 zu einer reisefreudigen Klein-PA mit 300 Watt Spitzenleistung für gerade einmal 349 Euro. Wir sind neugierig, wie sich die kompakte PA im Bonedo-Test schlägt.

Details

Superlux SP108 Box

In den 275 x 445 x 225 Millimeter messenden, schwarzen Kunststoffboxen sitzen jeweils ein 8-Zoll-Basslautsprecher und ein 1-Zoll-Hochton-Kompressionstreiber. Sie werden durch den Powermischer mit 2 x 150 Watt versorgt. Der Frequenzgang ist mit 55 - 20.000 Hz angegeben, als maximalen Schalldruck nennt der Hersteller 112 dB SPL. Die nach hinten zulaufenden Gehäuse machen einen sehr stabilen Eindruck ein schwarzes Lochgitter aus Metall schützt den Basswoofer. Darüber ist für das Horn ein Auslasstrichter eingegossen. Zwei Bassreflexöffnungen sorgen für den Druckausgleich. Im unteren Teil der Rückseite dienen 6,3-Millimeter-Klinkenbuchsen der Verbindung mit dem Powermixer.

Auf der Boxenoberkante ist ein bequemer Tragegriff eingearbeitet. Zwei 10-Millimeter-Gewindebuchsen mit eingedrehten Ösen gestattenden den fliegenden Einsatz. Die Box steht sicher auf vier im Boden eingelassenen Füßen. Hier kann auch ein kleiner Metallhalter für ein einem Lautsprecherstativ angebracht werden. Die notwendigen Schrauben sind bereits im Gehäuse eingedreht. Die linke hintere Kante der Box ist leicht abgeschrägt, was in einem 48-Grad-Winkel beim Einsatz als Bodenmonitor resultiert. 

Mischpult

Der Powermixer misst 285 x 160 x 94 Millimeter und lässt sich über zwei Bajonettverschlüsse aus der Lautsprecherbox nach hinten herausnehmen. Das Pult bietet vier Mikrofoneingänge mit nicht verriegelbarer XLR-Buchse sowie 6,3-Millimeter-Monoklinkenbuchse. Per Druckschalter lässt sich die Eingangsempfindlichkeit zwischen Mic und Line umschalten. Kanal 5/6 ist ein Stereoeingang, ausgestattet mit zwei Monoklinken- und zwei Cinch-Buchsen. Kanal 7/8 lässt sich ausschließlich mittels zweier Cinch-Buchsen beschalten. Alle Kanäle besitzen eine Zweiwege-Klangreglung, die als Kuhschwanzreglung bei 100 Hz und 10 kHz mit jeweils +/- 15 dB greift. Panorama-Regler gibt es in keinem Kanal.

Über einen Drehregler wird die Kanallautstärke bestimmt. Die Mikrofoneingänge besitzen einen Drucktaster nebst LED, der das Eingangssignal auf den integrierten Effektprozessor in der Summe führt. Es gibt lediglich ein Hall-Preset; der FX-Return-Pegel wird über ein Drehpoti bestimmt.

Im Summenmodul regelt ein Poti die Gesamtlautstärke, ausgegeben wird das verstärkte Signal über zwei 6,3-Millimeter-Klinkenbuchsen. Für den Live-Mitschnitt steht ein Stereo-Cinch-Pärchen zur Verfügung. Eine siebenstellige LED-Anzeige signalisiert unten vorhandene Netzspannung, dann den Ausgangspegel und ganz oben den Einsatz des Summen-Limiters. Per Monitorregler kann das Summensignal abgegriffen und über zwei Klinkenbuchsen separat ausgegeben werden. Das ist nicht nur für Monitorzwecke praktisch, sondern auch zum Anschluss eines externen Subwoofers. Zu guter Letzt lässt sich ein globaler Low-Cut zuschalten. Zum Schutz der Bedienelemente sind links und rechts zwei U-Bügel aus Metall montiert. Zur Montage des Mixers auf einem Stativ lässt sich ein Halter anschrauben.

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