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Test
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25.11.2013

Superlux HD681 Test

Studio-Kopfhörer

Sei ein Fuchs, nutz´ Superlux!

Superlux ist eine Budget-Marke, die sich vor allen auf Schallwandler, sprich Kopfhörer, Lautsprecher und Mikrofone spezialisiert hat, und um die Gunst der Schnäppchenjäger buhlt. Dabei lässt man sich gerne von erfolgreichen, etablierten Produkten inspirieren und fertigt günstig in Fernost.

Doch günstig muss nicht billig sein, und deshalb haben wir auch diesen Kopfhörer in unseren Testmarathon, Studio-Kopfhörer bis 1000 EUR, vorurteilsfrei mit aufgenommen!

Details

Bauweise 

Der Superlux HD681 ist ein dynamischer, halboffener Kopfhörer. Seine runden Ohrmuscheln umschließen das Ohr und liegen bei „normal großen“ Ohren nicht auf. Die Ohrmuscheln lassen sich weder kippen noch drehen, dennoch ist die Konstruktion flexibel genug, um sich jeder Kopfform angenehm anzupassen. Platzsparend und zusammenklappbar ist er aber eben halt nicht. Optische Assoziationen zu AKG-Modellen sind sicherlich durchaus gewollt.

Das Leichtgewicht ist weiterhin robust und unprätentiös verarbeitet. Ohne Kabel wiegt der Kopfhörer in etwa 230 Gramm und liegt damit im unteren, leichten Durchschnitt. Eine Abschirmung gegenüber der Außenwelt ist in den Höhen etwas gegeben, das größere Problem eines (halb)offenen Kopfhörers ist aber, dass Schall durchaus auch nach außen dringt, was den Einsatzradius im Recording-Bereich zumindest etwas schmälert.  

Verarbeitung

Der Kopfhörer ist überwiegend dezent in Schwarz gehalten, nur vereinzelte Elemente besitzen eine rote Färbung. Frühere Modelle waren durchaus noch deutlich kräftiger in ihrem Rotton, das jetzige Rot geht eher in die Richtung Bordeaux. 

Das Design ist schnörkellos und weitestgehend unauffällig gehalten. Manche Details haben zwar ein „etwas billiges Feeling“, dennoch sind die mechanischen Teile allesamt solide verarbeitet, und stehen denen mehrfach teurerer Kopfhörer in nichts nach.Die Ohrpolster und das Kopfband sind aus einfachstem Kunstleder, letzteres besitzt auch einen Superlux-Aufdruck im „alten“ Verkehrs-Rot und ist an manchen Kanten leider etwas zu scharf. Das Kabel ist wiederum fest angebracht und lässt sich somit im Bedarfsfall leider nicht austauschen – bei einem derart geringen Preis ist das aber durchaus zu verschmerzen.

Das Kopfband wird weiterhin von den Drahtgestell-Bügeln geführt und von kleinen Gummibändern gestützt, sodass sich der Kopfhörer „automatisch“ dem Kopfumfang anpasst. Auf meinem Kopf sitzt er jedenfalls sehr bequem, nur wenn man den Kopfhörer in den Nacken für Pausezwecke „ablegt“, stören die scharfen Kanten im Genick. 

Mitgelieferte Kabel und Co.

Trotz des unverschämt geringen Preises ist sogar noch ein Transportbeutel im Lieferumfang dabei, nicht schlecht. Das Kabel ist ca. 2,5 m lang, glatt, und wie gesagt fest mit dem Kopfhörer verbunden. Es bietet den obligatorischen, abschraubbaren Adapter von 3,5 mm auf 6,3 mm Klinke, und das war es! 

Ähnlich spartanisch ist auch die Verpackung ausgestattet, aber ich finde das unterstreicht den Budget-Ansatz nur konsequent. Teilweise fand ich es bei den „Premium-Kopfhörern“ innerhalb des Testmarathons schon verstörend, wie viel Pappe und Plastik nötig ist, um den hochpreisigen Kopfhörer im Ladengeschäft des Vertrauens anscheinend richtig in Szene setzen zu können. 

Technik und Kennzahlen

Der Übertragungsbereich wurde mit 10 Hz bis 30 kHz angegeben, leider finden sich auch hier keinerlei Angaben zu dem Abfall an den Grenzfrequenzen, was die Angaben damit nicht besonders aussagefähig macht. 

Die Impedanz liegt wiederum bei äußerst geringen 32 Ohm, an einem MP3-Player lässt sich der Superlux also auch recht laut betreiben. Die Nennbelastbarkeit hingegen wurde mit 300 mW beziffert, der Kennschalldruck hingegen beträgt 98 dB, was uns einen guten Wirkungsgrad attestiert.

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