Test
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03.11.2015

Praxis

Unser Testgerät hinterlässt bei der Verarbeitung einen guten Eindruck. Die angenehme Griffigkeit der Kühlrippen empfinde ich als weiteren Sicherheitsfaktor. Der verstellbare Montagebügel ist eine gute Idee; er lässt sich frei auf der Rückseite verschieben und gewährleistet eine optimale Aufhängung. Auch die beigefügten Stellfüße sind schnell montiert, so dass der Drehradius von 360 Grad voll ausgeschöpft werden kann. Dank des tiefen Schwerpunkts und der breiten Standfläche ist kein Kippeln oder Wackeln festzustellen.

Für den Standalone-Betrieb stehen mehrere Modi zu Verfügung. Ich kann unter „Color" eine feststehende Farbe per RGB mit Werten zwischen 0 und 255 mischen und zusätzlich einen Stroboskop-Effekt mit regelbarer Geschwindigkeit darüberlegen. Darüber hinaus lassen sich 25 vorprogrammierte Shows abspielen und hundert Automatikvarianten wählen. Zudem kann ich die Geschwindigkeit der Farbwechsel und die Blinkfrequenz (0 – 99) bestimmen.

Sollen die vorprogrammierten Shows auf Musik reagieren, lässt sich diese Funktion im Menü aktivieren und die Empfindlichkeit des Mikrofons mit einem Wert zwischen 0 und 31 justieren. Über die Master/Slave-Funktion synchronisiert man mehrere Geräte via DMX. Die Shows sind abwechslungsreich und im Diskoalltag durchaus zu gebrauchen.

Abgesehen von den nicht immer stringent gewählten Kürzeln für die Programme – hier hilft das Handbuch – sind die Einstellungen rasch vorgenommen und das Gerätemenü bestätigt alle Eingaben nach etwa 30 Sekunden Inaktivität, indem es sich automatisch abschaltet. 

DMX-Test

Zu Beginn wähle ich den Fünf-Kanal-Modus, um mir einen ersten Eindruck von der Leuchtkraft, den Farbmischungen und der Stroboskop-Funktion zu verschaffen.

Im DMX-Modus ist die Belegung der Kanäle wie folgt:

  • Rot
  • Grün
  • Blau
  • Dimmer
  • Strobe-FX

In meiner GrandMA 2 muss ich die „Fixture‟ erstellen, denn sie ist noch nicht in der Library (V. 3.0.0.5). Dabei stelle ich gleich die RGB-Werte auf 100 Prozent. Lege ich mir den Dimmer der LED-Bar auf einen Fader, erstrahlt diese sogleich in Weiß. Das Dimmer-Verhalten ist schnell, präzise und nahezu linear, nur beim Schritt von 0 zur Minimalintensität ist ein kleiner Sprung festzustellen.

Im Vergleich zu LED-Bars anderer Hersteller scheint die Leuchtkraft etwas geringer. Wie zu erwarten war, ist der Leuchtkegel lang gezogen und nur wenig oval. Die Ausleuchtung gelingt gleichmäßig und es fällt kaum Streulicht ab. Sind alle RGB-Werte auf 100 Prozent, erscheint das Weiß etwas kühl, fast schon vergleichbar mit CTB. Betrachtet man die Grundfarben, tendiert das Rot leicht ins Orange, während Grün angenehm voll wirkt. Das Blau ist gut gesättigt, aber etwas dunkler. Auf den Color-Picker meines Pultes reagiert die RGB-Farbmischung der Show Bar flink und recht genau. Der Stroboskop-Effekt lässt sich einfach einsetzen, allerdings ist ein erheblicher Helligkeitsverlust bei steigender Geschwindigkeit festzustellen, so dass der Effekt mit hohen Frequenzen nicht überall zu gebrauchen ist. Davon abgesehen bin ich mit den Grundfunktionen sehr zufrieden.

Als nächstes probiere ich den 54-Kanal-Mode aus, in dem ich die RGB-Werte aller LEDs separat steuern kann. Hierfür werden natürlich viele Kanäle auf der DMX-Ebene benötigt. Gerade mal neun Geräte lassen sich in einer Kette adressieren. Dennoch sind die Möglichkeiten grandios. Zum Beispiel kann man bei mehreren Geräten eine LED-Matrix erstellen und über Bitmap-Effekte komplexe Muster abfeuern. Die Optionen sind vielfältig und beflügeln die Kreativität!

Im Zweikanal-Modus lassen sich auf dem ersten Kanal die vorprogrammierten Shows aus dem Standalone anwählen und auf dem zweiten Kanal deren Geschwindigkeit einstellen. Im Dreikanal-Modus stehen die drei RGB-Kanäle zur Verfügung und der Siebenkanal-Betrieb erweitert den Fünfkanal-Modus um den Show-Kanal sowie einen Kanal für die Geschwindigkeit der Programme.

Im 18-Kanal-Betrieb stehen dem User die RGB-Kanäle für Dreier-LED-Gruppen und im 27-Kanal-Modus für Zweier-LED-Gruppen zur Verfügung. Die große Auswahl an DMX-Modes und die von Stairville angebotenen Steuermöglichkeiten sind wahrlich luxuriös.

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