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Test
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12.06.2014

Stairville MH-X200 Pro Spot Moving Head Test

LED Moving Head

Viel Lampe für wenig Geld.

Stairville MH-X200 Pro Spot Moving Head im bonedo.de-Test: Der MH-X200 Pro Spot ist ein professioneller Moving Head von Stairville, der Lichtschmiede aus dem Hause Thomann. Dieser LED Spot möchte sich für den Einsatz auf Bühnen, in Clubs oder auf Tour empfehlen, denn er ist nicht nur lichtstark, sondern auch mit Effekten wie beweglichen und statischen Gobos, einem 0-20 Hz Shutter, variabler Iris und einem Dreifach-Prisma ausgestattet. Der mattschwarze Moving Head setzt dabei auf ein kompaktes, funktionales und robustes Design und ist mit seinen beiden Griffen einfach zu handhaben.

Bei einem Preis von 879 Euro, der breiten Effektausstattung und einer Lichtleistung von 39.000 Lux @1m könnte man dem MH-X200 wohl das Zertifikat „Preis-Leistung-Monster“ verleihen, so er sich im Praxiseinsatz bewährt. Ein Fall für den bonedo.de-Testparcours.

Details

Der MH-X200 Pro Spot von Stairville kommt in Styropor gepolstert und gut gegen Transportschäden verpackt bei mir an. Er liegt quer im Paket und ihn an einem Griff herauszuheben, ist schon ein gewisser Kraftakt, denn obgleich er mit einer Größe von 49,5 x 42,2 x 48,2 cm recht kompakt erscheint, ist er mit 20,5 kg Lebendgewicht doch etwas schwerer, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Ihn dann an beiden Griffen zum Einsatzort zu tragen, ist erheblich komfortabler. Dem Paket sind ein Omega-Bügel, ein Kaltgerätekabel, die Bedienungsanleitung und die üblichen „Beipackzettel“ beigefügt.

Der MH-X200 steht solide auf vier rutschfesten Gummifüßen. Für die Deckenmontage empfiehlt sich besagter Omega-Metallbügel, an dem diverse Haken montiert werden können. Der Pro Spot wirkt modern und robust, die mattschwarze Kunststoffoptik weiß zu gefallen. Das einfarbige LC-Display für die Lampeneinstellungen, die Kaltgerätebuchse, die DMX-Anschlüsse, die Innenseite des Pan-Arms und die Oberseite der Basis sind mit schwarzem Blech akzentuiert. Zwei Lüfter an der Rückseite des Kopfes deuten an, dass Überhitzung kein Problem darstellen sollte. Die Basis wird zudem separat durch kleinere Lüfter gekühlt. Auf der Ober- und Unterseite des Kopfes sind in den Kunststoffabdeckungen Reinigungsklappen angebracht, die bei mir den Eindruck erwecken, sie könnten nach häufiger Benutzung abbrechen. Beim weiteren Begutachten des Geräts fällt mir zudem auf, dass an den Kunststoffteilen einige scharfe Kanten zu finden sind und meine Finger zahlreiche Abdrücke auf der matten Oberfläche hinterlassen.

An der Hinterseite befindet sich die Kaltgerätebuchse zur Spannungsversorgung. Der MH-X200 kann von 100-240V bei 50/60Hz betrieben werden und lässt einen Einschaltknopf vermissen. Das beigefügte Kaltgerätekabel sitzt fest in der Buchse, fällt aber mit einem Meter Länge relativ kurz aus. Ferner hat der Hersteller hinten je einen dreipoligen, einwandfrei verriegelnden DMX-Ein- und Ausgang verbaut, jedoch wären hier in meinen Augen zwei zusätzliche fünfpolige DMX-Buchsen und ein Powercon-Stromanschluss als Branchenstandard wünschenswert gewesen.

Grundlegende Geräteeinstellungen wie DMX-Adresse, Pan oder Tilt Invert, Stand-Alone-Betrieb und Display-Helligkeit sind mit wenigen Handgriffen eingestellt. Zu diesem Zweck gibt es an der Vorderseite ein LC-Display mit vier Knöpfen (Mode/ESC, Up, Down, Enter) und einem übersichtlichen Funktionsmenü. Ein praktisches Feature ist, dass man hier auch die Innentemperatur des Gerätes ablesen kann. Eine rote LED neben dem Display zeigt durch Blinken an, ob das Gerät ein DMX-Signal erhält.

Der MH-X200 wird über das DMX-512 Protokoll angesteuert und kann im 11- oder 16-Kanal-Modus operieren. Der Unterschied ist, dass im 16-Kanal-Modus Pan und Tilt mit 16 Bit gefahren werden. Ferner ist es möglich, den Spot über das eingebaute Mikrofon „stand-alone“ zu betreiben. Die maximale Pan-Bewegung liegt bei 540 Grad, der maximale Tilt bei 270 Grad. Diese Werte lassen sich im Gerätemenü verändern oder besser gesagt verkleinern. Die Lichtleistung des Pro Spot ist enorm: 39.000 Lux @1m bei einer sehr gleichmäßigen Ausleuchtung und einem Verbrauch von maximal 215 Watt.

Die Farberzeugung erfolgt beim Stairville durch ein Farbrad mit sieben dichroitischen Filtern. Es kann mit Snap oder Fade gefahren werden. Halbfarben sind selbstverständlich auch möglich und sie zeigen erfreulicherweise keinen Übergangsschatten. Der Beam tritt mit einem Abstrahlwinkel von 17 Grad aus und kann durch die variable Iris in Bereich von 2-100 Prozent gesteuert werden. Der MH-X200 hat zudem einen elektronischen Dimmer, der 0-100 Prozent abdeckt und einen mechanischen Shutter, der Strobes im Bereich von 0-20 Hz ermöglicht. Es gibt zwei Goboräder, von denen das erste sieben rotierende und indizierende Gobos vorweist. Das zweite Rad hingegen zeigt acht statische Gobos. Die Gobos beider Räder lassen sich übereinanderlegen, um eine Vielzahl weiterer Motive zu erzeugen und sie werden mit dem motorisierten Fokus scharf gestellt. Alle Effekträder sind in der Lage, in beide Richtungen als Endlosschleife durchzulaufen. Obendrein hat der Pro Spot ein rotierendes Dreifach-Prisma ohne Überlappungsschatten. In der Fixture-Library der GrandMA 2 Light (Software Version 2.9.1.1) ist der MH-X200 im Übrigen nicht zu finden, also heißt es, schnell selbst etwas zu bauen – ist ja kein Akt.

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