Test
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05.07.2017

Praxis

Bei aktiver Stromverbindung ist der Lüfter deutlich hörbar, ein Tribut an das starke Leuchtmittel. Am Anfang der ersten automatisierten Ausrichtung zeigt der BS-280 zudem ein winziges mechanisches Ruckeln. Der Head scheint sich gewissermaßen beim Erwachen zu strecken. Beim anschließenden Betrieb tritt dies nicht mehr auf. Zum ersten Kennenlernen wähle ich den Autotest. Der zeigt vor allem Eines: pure Helligkeit. Vorgeführt werden dabei auch kurz der Froster, die Gobos samt Shaker-Funktion und Prismen sowie die verschiedenen Fokussierungen. Macht was her; ein theatertauglicher Scheinwerfer.

Farbrad, Gobos, Fokus

Das Farbrad bietet 27 Farben, wodurch im DMX-Modus 27 Farbnuancen plus Reinweiß und Split-Farben erzielt werden können. Laufrichtung und Geschwindigkeit des Rads sind variabel. Der BS-280 lässt sich ebenso in der Rotationsbewegung wie auch vom Start- bis zum Zielpunkt exakt einpegeln. Er reagiert gehorsam, es sind keine Abweichungen von den Triggerpoints erkennbar. Das ist sicherlich auch der automatischen Pan- und Tilt-Korrektur geschuldet. Im Verhältnis zur Größe und zum Gewicht des Gerätes ist die Rotationsgeschwindigkeit ausreichend schnell.

An Bord gibt es zudem ein Goborad mit 14 statischen Gobos unterschiedlichster geometrischer Muster und ein Goborad mit neun weiteren Gobos, die frei drehbar und indexierbar sind und somit vertikal, horizontal oder in jeder gewünschten Ausrichtung erscheinen können. Shutter- und Frosteffekt sowie die unterschiedlichen Prismen tragen ihr Übriges zur sehenswerten Lichterscheinung bei.

Komfortabel und effektiv arbeitet der motorisierte Zoom, der sich bei der Verwendung als Beam im Bereich zwischen 3 und 11 Grad regulieren lässt, beim Einsatz als Spot von 7 bis 25 Grad.  Auch der Fokus ist per Motorfunktion variabel, kann jedoch auch manuell geregelt werden.

Konfiguration

Die Konfiguration weniger Hauptparameter kann am Gerät erfolgen. Der Scheinwerfer stellt dafür eine übersichtliche Menüstruktur zur Verfügung. Sämtliche Features erschließen sich allerdings ausschließlich im Zusammenspiel mit einem DMX-Controller. Der BS-280 R10 BeamSpot lässt sich mit 15 oder 21 Kanälen betreiben und operiert sowohl im Master- als auch im Slave-Modus. Interessant finde ich die Möglichkeit, die vertikale oder horizontale Rotation direkt am Display zu invertieren. Das ist sinnvoll, wenn mehrere Heads spiegelverkehrte Bewegungen ausführen sollen. Das reduziert den Programmieraufwand respektive die mehrhändige Echtzeitbedienung am Controller.

Lang lebe das Leuchtmittel

Der Scheinwerfer besitzt keinen Ein-/Ausschalter. Um das Leuchtmittel zu schonen, sollte zum Ausschalten aber keinesfalls das Kabel aus der Steckdose gezogen werden, denn dann wäre auch der Lüfter sofort aus. Schlecht für eine heiße Entladungslampe. Auch die Blackout-Funktion ist nicht die richtige Lösung. Vernünftiger ist es, einen DMX-Kanal für den Ruhebetrieb einzurichten, den Head runterkühlen zu lassen und erst anschließend die Stromverbindung zu unterbrechen. 

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