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Test
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01.03.2019

Spitfire Audio Solo Strings Test

String Library für Kontakt

Ein Streichsextett mit drei Violinen

Details

Download und Installation

Das Prozedere für Download und Installation ist hier ähnlich wie bei allen anderen großen Sample-Lieferanten; der Download erfolgt über die hauseigene Spitfire App. Nach dem Einloggen steht der Download bereit. Das sind in diesem Falle ca. 47 GB, es dauert also eine Weile. Danach wird die Library per Native Access für Kontakt aktiviert und schon kann es losgehen.

Die Instrumente

Der erste Ordner enthält die Instrumente an sich, Violine, Viola, Cello und Bass. Allerdings gibt es die Violine in drei Ausführungen; Virtuoso, 1st Desk und Progressive. Eine kleine Recherche ergibt, dass es sich tatsächlich um drei unterschiedliche Instrumente, gespielt von drei unterschiedlichen Interpreten, handelt. Die Idee dahinter sind unterschiedliche Verwendungszwecke: die Virtuoso-Violine für solistische, klassische Passagen, 1st Desk zum Anreichern von orchestralen Partien und Progressive für Zeitgemäßes, wie zum Beispiel Filmmusik. Der Anspruch der Library ist also offensichtlich hoch.

Die Artikulationen von Violinen, Viola, Cello und Bass gibt es im Ordner „Advanced“ noch in drei weiteren Instrumentenfassungen, und zwar alle Artikulation als Einzelinstrument, sowie aufgeteilt in Core Techniques und Decorative Techniques. Zu erwähnen bleiben noch die Legato Patches sowie die Economic, Light Resources und Time Machine Patches, die je nachdem für Entlastung bei RAM und CPU oder für rhythmisches Feintuning bei kurzen Artikulationen sorgen.

Das Artikulationsfenster

Das Artikulationsfenster gestaltet sich ziemlich übersichtlich, was willkommen ist, denn die Grafik bzw. das Library-Fenster ist wie immer bei Spitfire ausgesprochen klein geraten. Neben den Artikulationen, die auch grafisch gut dargestellt sind, gibt es die üblichen Regler für Dynamics, Vibrato, Release, Tightness und Expression, außerdem einen Fader, mit dem sich stufenlos zwischen verschiedenen Mikrofonpositionen von Far bis Close wechseln lässt.

Das Controls-Fenster

Ein Klick auf den Schraubendreher links oben im Artikulationsfenster und ich befinde mich im Controls-Fenster. Hier geht eine ganze Menge; die einzelnen Mikrofonsignale lassen sich individuell mischen, ihre Stereoweite und das Panning bearbeiten, sowie verschiedene Velocity-Kurven anwählen. Ich kann außerdem zwischen mehreren Artikulationspresets auswählen um ggf. RAM zu sparen. Auch das Round Robin Verhalten kann gesteuert werden. Das bezieht sich sowohl auf die Anzahl der zur Verfügung stehenden Round Robins als auch auf die Möglichkeit, zwei Round Robin Samples simultan auf verschiedene Arten abspielen zu lassen. Den Bearbeitungs- und Steuerungsmöglichkeiten sind also kaum Grenzen gesetzt, was Produktion und Realismus bestimmt sehr gut tun wird, doch dazu mehr im Praxis-Teil.

Das Ostinatum-Fenster

Das Ostinatum ist ein Werkzeug, mit dem rhythmische Pattern kreiert werden. Logischerweise funktioniert das am besten mit kurzen Artikulationen. Gedacht ist das Ganze als Inspirations-Wundertüte oder um Pattern gezielt zu designen. Man kann unter bis zu acht verschiedenen Pattern switchen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich bis zu acht verschiedene Pattern erstellen lassen.

In seiner Funktion einem Arpeggiator nicht ganz unähnlich, ist auch das Ostinatum keine komplett neue Idee. Aber ich denke mir, wenn Spitfire so etwas in sein Repertoire aufnimmt, dann vermutlich nicht um der Sache selbst willen, sondern weil es für abgefahrene Effekte und ungehörte Klanglandschaften sorgt. Und mit dieser Spekulation im Hinterkopf begebe ich mich gespannt und vorfreudig zum Praxisteil.

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