Test
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04.12.2017

Praxis

Beide Mixer besitzen weder einen Netzschalter noch eine Power-LED. Dass die Kandidaten mit Strom versorgt werden, lässt sich nur an der Netzteil-LED ablesen. Um Signale korrekt auszusteuern, muss man sich überwiegend auf sein Gehör verlassen, lediglich die Clip-LED in den Mic/Line-Kanälen kann unterstützen. Phantomspeisung kann man nicht zuschalten, dennoch zeigt ein kurzer Test, dass alle Mikrofonkanäle mit 48 Volt befeuert werden. Das ist prinzipiell unproblematisch, lediglich historische Bändchenmikrofone können durch die Speisespannung Schaden nehmen.

Ordentlich ausgesteuert, rauschen die Mixer nur unmerklich. Die Klangregelung macht was sie soll, der Workflow ist intuitiv. Das gilt besonders für die Effektsektion des Notepad-12FX. Diese scheinbar simple Effektmaschine kann mehr, als man vermutet.

Die drei Algorithmen (Delay, Chorus, Reverb) lassen sich über einen Taster aktivieren. Dabei kann der Anwender die Effekte auch kombinieren, indem er die entsprechenden Taster drückt. Ihr braucht Hall und Delay gleichzeitig? Kein Problem, einfach beide Taster drücken. Betätigt man alle drei FX-Taster, erzeugt das Gerät einen schaurig-schönen Karaoke-Slapback-Echosound. Die Effektqualität ist ordentlich und per Parameter-Poti kann der Anwender die Effekte verfeinern. Dieser Regler beeinflusst einen oder zwei Parameter gleichzeitig, beim Hall zum Beispiel Länge und Raumgröße.

Die Performance der USB-Schnittstelle überzeugt ebenfalls. Es kein Problem beide Notepads mit einer Buffer-Größe von 32 Samples stabil an einem 2011er Mac Book Pro zu betreiben. Die Round Trip Latency liegt unter 9 Millisekunden. Das ist schnell genug, um auch VST-Instrumente spielen zu können. 

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