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Test
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10.01.2012

Sonor SW 1424 MS06 Test

Messing-Snareteppich

Die Bad Berleburger Brass Section

Ich erinnere mich an Zeiten, in denen man im Musikgeschäft die Wahl hatte zwischen zwei billigenund einem teuren Snareteppich. Der teure war meist ein Sonor und kostete 30 DM. Und heute? Heute haben alleine die großen Hersteller jeweils 20 Modelle im Programm, dazu kommen noch spezialisierte Firmen, die mehr als das Doppelte an Auswahl bieten.
Tja, etwas einfacher war es damals schon, aber als Produkttester bin ich natürlich der letzte, der sich ernsthaft darüber beklagen würde. Die Firma Sonor aus Bad Berleburg stellte mir aus ihrem umfangreichen Sortiment der „SoundWires“ für diesen Test das Modell SW 1424 MS06, einen Messing-Snareteppich, zur Verfügung.

DETAILS

Die Sonor „SoundWire“-Palette beinhaltet mittlerweile über 20 Snareteppiche, die in drei Hauptgruppen unterteilt sind. Da wären zunächst die universell einsetzbaren Edelstahl-Teppiche, die bereits seit einigen Jahrzehnten die tragende Säule des Sortiments bilden. Weiterhin gibt es für alle, die einen dunkleren Sound bevorzugen, die Bronze-Teppiche, und zu guter Letzt eine große Auswahl an Messing-Teppichen, wobei letztere in verschiedenen Spiralenstärken erhältlich sind. 

Beim Testmodell handelt es sich um einen 24-spiraligen Teppich mit 0,6 mm starken Messingspiralen, zu erkennen am Kürzel MS06. Damit sind die Spiralen 0,1 mm stärker als gewöhnlich. Zudem verfügen sie über relativ langgezogene Windungen, was bedeutet, dass jede Spirale ca. 30% weniger Kontaktpunkte mit dem Fell hat. Ansonsten entspricht die Konstruktion dem herkömmlichen 24-spiraligen Modell. Beim Betrachten der hübschen, innen gepolsterten Holzkiste, die als Verpackung dient, fällt mir die Aufschrift „Handcrafted“ auf. Dieser Terminus bezieht sich auf die Verlötung der Spiralen, denn dieser Vorgang geschieht tatsächlich in Handarbeit, was man bei einem Massenprodukt wie einem Spiralteppich ja zunächst nicht vermuten würde. Auf jeden Fall macht die Verlötung einen sehr professionellen Eindruck und auch sonst gibt es an der Verarbeitung nichts zu beanstanden. 

Zur Befestigung des Teppichs liegen zwei weiße Schnüre bei, welche durch jeweils zwei Löcher in den Halteplatten geführt werden. Ein Hohlraum unter den mit Ösen versehenen Löchern verhindert, dass die Schnüre den Teppich vom Fell wegdrücken. Die Ecken der Halteplatten sind leicht nach oben abgewinkelt, um Beschädigungen des dünnen Resonanzfells zu vermeiden. Für den Praxisteil teste ich den Teppich auf zwei Ludwig Metall-Snares, einer 14 x 5“ Supra Phonic mit Alu-Kessel und einer 14 x 6,5“ Snare mit gehämmertem Bronze-Kessel, ebenfalls aus der Supra-Phonic-Reihe. Um eine Vergleichsmöglichkeit zu bieten, teste ich beide Snares auch mit einem herkömmlichen 20-spiraligen No-Name-Teppich aus Stahl.

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