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Test
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24.01.2017

Shure Beta 52A Test

Dynamisches Bassdrum-Mikrofon

Bassdrum? For Shure!

Bassdrum-Mikrofone gibt es mittlerweile ja wie Sand am Meer. Trotzdem werden immer wieder zwei Modelle empfohlen, wenn es um eine uneingeschränkt professionelle, aber dennoch nicht zu kostenintensive Abnahme der tieftönenden Trommeln geht. Das AKG D112 – auch „Ei“ genannt – und unser Testkandidat, das Shure Beta 52A, welches bei genauerer Betrachtungsweise eigentlich ebenfalls als Ei bezeichnet werden könnte. Egal wo man hinschaut, immer wieder sieht man dieses Mikrofon in den verschiedensten Anwendungen. Mal fungiert es als Schallwandler vor einer geschlossenen Jazz-Bassdrum, dann begegnet es einem als knallharter Kick-Lieferant im Metal-Kontext. In teuren Studios scheint es genauso zu Hause zu sein wie auf der Punk-Bühne. Dabei kommt das gute Stück zum recht demokratischen Preis von unter 200 Euro. Was genau Shures Bassdrum-Mikrofon so beliebt macht, und ob es tatsächlich so gut ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest. 

Details

Kann wohl was ab: das Shure Beta 52A wirkt unverwüstlich

Ein erster Hinweis für seine Popularität liefert das Beta 52A schon beim Auspacken. Es wirkt massiv und robust gebaut, aus Kunststoff ist nur die Flügelschraube zur Kopfverstellung gefertigt, alles andere besteht aus Guss. Gute 600 Gramm Gewicht erfordern dann aber auch – je nach Positionierung – ein nicht gar zu schwächliches Stativ. Formal kommt das Mikrofon eiförmig daher, wobei der vordere Teil aus einem Stahlgittergeflecht besteht, welches die Innereien, also die Tauchspulenmembran, vor schädlichen Einwirkungen schützt. Der untere Teil des Gehäuses stellt eine integrierte Haltevorrichtung dar, welche die XLR-Anschlussbuchse sowie das Gewinde zur Stativ-Befestigung beherbergt. Um das Mikrofon im Inneren einer Bassdrum zu positionieren, braucht es ein mindestens elf Zentimeter durchmessendes Loch im Resonanzfell.

Das Beta 52A ist als Superniere ausgelegt

Bei den technischen Daten gibt sich das Beta 52A ganz als klassisches Bassdrum-Mikrofon. Mit 20-10000 Hertz soll es alles einfangen, was große Trommeln an Bass erzeugen, gleichzeitig aber auch den Anschlags-Kick adäquat übertragen. Das Frequenzdiagramm zeigt eine für ein spezialisiertes Bassdrum-Mikrofon typische Kurve mit einer starken Anhebung bei etwa 4000 Hertz sowie einer etwas leichteren bei 50 Hertz. Dazwischen liegt die sogenannte „Badewanne“, also ein breitbandig abgesenkter Mittenbereich. 174 db SPL Grenzschalldruck bewegen sich weit jenseits des Gesunden und dürften das Mikrofon auch von lautesten Quellen unbeeindruckt lassen. Eine niedrige Empfindlichkeit von 0,6 mV/Pa trägt dem anvisierten Einsatzgebiet ebenfalls Rechnung, schließlich soll das gute Stück Bassdrums übertragen und nicht als Raummikrofon für die Aufnahme von Triangeln fungieren. Statt einer regulären Niere hat man sich bei Shure beim Beta 52A für die Superniere als Richtcharakterikstik entschieden.   

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