Test
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19.09.2017

Praxis

Betreiben lässt sich der Spot in fünf Modi, und zwar im Auto-Betrieb, manuellen Modus, Sound-to-Light-Betrieb, als Master bzw. Slave und per DMX512. Zwei DMX-Modi stellt er parat, einer beansprucht 12, der andere 16 Kanäle.

Komfortable Anwahl der Parameter

Für die manuelle Bedienung werden die Taster neben dem Display genutzt. Es handelt sich nicht um Touch-Taster, es ist etwas manueller Druck nötig. Die Display-Anzeige ist farbig, sodass die Ablesbarkeit auch in schlecht beleuchteter Umgebung überzeugt. Das Menü fällt außerordentlich übersichtlich und nutzerfreundlich aus. Es steht alles sofort zur Verfügung, wonach man suchen könnte. Betriebsmodus anwählen, Tilt, Pan, Rotation, Farben, Prismen oder was auch immer editieren? Alles schnellstens erledigt. Das kennt man auch anders. Dank des eingebauten Wi-Fly-Moduls lässt sich der Phantom 130 übrigens auch kabelfrei ansteuern.

Die Rotationsbewegungen lassen sich stufenlos einstellen und arbeiten über den gesamten Bereich homogen und zielgenau, und dies bei rasanter Geschwindigkeit. Allerdings fällt auf, dass bei manchen horizontalen Bewegungen leichte Geräusche entstehen. Man hat das Gefühl, hier würden leichte mechanische Reibungen entstehen. In Tilt-Bereich sind diese Geräusche nicht vorhanden. Insgesamt bewegt sich die Geräuschentwicklung in vertretbarem Rahmen.

Abwechslungsreiche Gobos

Die Gobos liefern ansprechende Bilder. Zur Ausstattung gehören ein statisches und ein rotierendes Rad, jeweils mit sieben Gobos. Im Menü wird zunächst das entsprechende Goborad angesteuert, dann kann die Rotationsrichtung gewählt werden. Die Geschwindigkeit der Gobo-Drehung lässt sich stufenlos im Bereich von 0 bis 255 einstellen. Bei Prisma, Zoom, Fokus, Dimmer und Shutter liegt der Einstellbereich ebenfalls zwischen 0 und 255.

Fokus und Prisma lassen sich von breit bis deutlich eng einstellen, damit kann der Spot punktuelle und breitflächig beleuchten. Auch hier ist auffällig, dass die Einstellungen von 0 bis 255 mit einer gleichmäßigen Leistungskurve quittiert werden. Verbleibt die Frage nach dem realen Eindruck der Effekte. Das Resultat: Im Betrieb stehe ich einem hoch funktionalen Scheinwerfer gegenüber, der super Lichtbilder liefert. Die Gobos sind vielseitig, wird der Shutter addiert, geht das Herz des Lichttechnikers richtig auf.

Auch beim Strobe zeigt das Gerät Vielfalt. Es lässt sich synchronisiert betreiben, schnell und langsam schließen und öffnen, kann pulsierend mit unterschiedlicher Frequenz erscheinen und auch der Zufallsgenerator ist vorhanden. Ein weiteres interessantes Detail ist das Farbrad. Die Farbänderung ist grundsätzlich linear. Klingt so, als seien damit nur Grundfarben machbar. Doch das Farbrad erzeugt die gewünschten Split-Farben. Die Farben sind dafür nach sinnvollem Konzept nebeneinander angeordnet. So liegt beispielsweise Rot direkt neben Gelb, Blau neben Weiß, Rosé neben Amber etc. Hinzu kommt der Regenbogeneffekt, der sich aus der Drehung des Farbrades – wahlweise gegen oder im Uhrzeigersinn – ergibt.

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