Workshop
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16.03.2017

ORGELSOUND

Zusammensetzung des Orgelsounds
Der Sound einer Hammondorgel besteht im Wesentlichen aus den folgenden Elementen:

1. Sinustöne
Der Tongenerator einer Hammond produziert ausschließlich Sinustöne. Neben dem Grundton (16´) gibt es pro Taste folgende Obertöne, die per Zugriegel („Drawbar“) in ihrer Lautstärke gesteuert werden.

Bezeichnung Abstand zum Grundton
Oktave
5 1/3´ Oktave+Quinte (die Zugriegel für 8´ und 5 1/3´sind bei der Hammond vertauscht; 5 1/3´ liegt da zwischen 16 und 8, obwohl es höher ist als 8´)
zwei Oktaven
2 2/3 ´ zwei Oktaven+Quinte
drei Oktaven
1 3/5´ drei Oktaven+Terz
1 1/3´ drei Oktaven+Quinte
vier Oktaven

2. Keyclick
Der Keyclick ist das schmatzende Geräusch, das beim Betätigen einer Taste ertönt. Eigentlich handelt es sich dabei um ein Störgeräusch, das in den Anfängen der Hammond-Orgeln zunächst unerwünscht war und bei späteren Modellen ausgemerzt wurde. Heutzutage ist der Click aber ein unverzichtbarer Bestandteil des typischen B3-Sounds.

3. Percussion
Hierbei handelt es sich um das kurze „Plöpp“ am Anfang der gespielten Noten, das aus einem kurzen Sinuston besteht und wahlweise zwei Oktaven (4´) oder zwei Oktaven+Quinte (2 2/3´) über dem Grundton liegt. Im Gegensatz zum Keyclick lässt sich die Percussion bei einer B3 an- und abschalten. Außerdem erklingt sie auch nur bei staccato gespielten Noten. Gebundene Noten versieht die Hammond nicht mit Percussion.

4. Leslie
Das Lautsprecherkabinett mit dem rotierenden Horn und der sich drehenden Basstrommel ist für den Sound der Orgel entscheidend - ohne Leslie klingt eine Hammond dröge und leblos.

Natürlich gibt es noch weitere Elemente, die den Sound einer Hammond ausmachen, wie z. B. das Scanner-Vibrato, Leakage, Foldback etc. Wir werden uns bei unserem Orgelpatch aber zunächst einmal mit den vier genannten Aspekten beschäftigen.

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